Granate explodiert zu früh und tötet jungen Palästinenser

Dienstag, 22. September 2015 |  IH-Redaktion

Vor dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur ist die Sicherheitslage in Israel extrem angespannt. Nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma'an ist in der Nähe von Hebron am Montagabend ein Palästinenser ums Leben gekommen. Eine Granate, die er gegen israelische Soldaten einsetzen wollte, explodierte, als der junge Mann sie noch in der Hand hielt. Am Dienstag früh versuchte eine Palästinenserin, ebenfalls in der Nähe von Hebron, auf einen israelischen Soldaten einzustechen. Sie erhielt einen Schuss ins Bein.

Die Frau wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Die näheren Umstände des Vorfalls sind noch nicht bekannt. Der Soldat blieb unverletzt.

Zu dem Tod des jungen Palästinensers, der durch die Explosion seiner Granate getötet wurde, gab die israelische Armee eine Erklärung ab. Demnach wurde südwestlich von Hebron eine aus Felsen errichtete Straßensperre entdeckt. Daraufhin wurden israelische Soldaten losgeschickt, um das Gebiet zu erkunden. Sie hörten eine Explosion und kurz darauf entdeckten sie die Leiche eines jungen Mannes. „Eine erste Untersuchung des Vorfalls lässt darauf schließen, dass der Palästinenser getötet wurde, weil ein Sprengsatz, den er auf ein Militärfahrzeug werfen wollte, vorzeitig explodiert ist“, erläuterte ein israelischer Militärsprecher.

Palästinensische Offizielle behaupteten hingegen, der 21 Jahre alte Mann sei von israelischen Soldaten erschossen worden. Nach israelischen Medienberichten war er ein Kämpfer des Islamischen Dschihad.

Am Tag nach Yom Kippur feiern die Muslime: Dann beginnt ihr viertägiges Opferfest Eid al-Adha. Aufgrund der Fest- und Feiertage werden Zehntausende gläubige Juden und Muslime nach Jerusalem strömen, das seit Tagen durch Krawalle erschüttert wird. Polizei und Armee haben starke Kräfte in die Hauptstadt beordert, um dort für Sicherheit zu sorgen. Palästinensern aus dem sogenannten Westjordanland und dem Gazastreifen wird die Einreise nach Israel während Yom Kippur nicht erlaubt. Diese Sicherheitsmaßnahme war bereits in den vergangenen Jahren ergriffen worden. Der Verkehr im Bereich der Jerusalemer Altstadt wird eingeschränkt, dort wurden zudem Kontrollstellen eingerichtet. Den Tempelberg dürfen nur Muslime betreten, die älter als 40 Jahre sind. Juden ist der Zutritt während der muslimischen Festtage untersagt.

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