Anklage: Fünffache Mutter aus Galiläa will zum Islamischen Staat

Montag, 21. September 2015 |  IH-Redaktion

Einer Akademikerin und Mutter von fünf Kindern aus Galiläa wird vorgeworfen, sie habe versucht, sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen. Sie wollte im vergangenen Monat von der Türkei aus nach Syrien einreisen, wurde aber von den türkischen Behörden gestoppt, die sie nach Israel zurück schickten. Ayman K. (44) wurde noch am Flughafen vom Geheimdienst Shin Bet festgenommen. In Haifa wurde am Sonntag Anklage gegen die israelische Araberin erhoben, die in Nazareth geboren wurde und einen Doktortitel in Islamwissenschaften hat.

Den Behörden zufolge wurde Ayman K. bei ihrer Türkeireise von ihrem 74 Jahre alten Vater begleitet. Der bestreitet, dass seine Tochter versucht haben soll, einer Terrorgruppe beizutreten.

Die nicht vorbestrafte Frau habe bei ihrer Vernehmung erkennen lassen, dass sie mit der Ideologie des Islamischen Staates sympathisiere, heißt es heute im Nachrichtenportal ynetnews. Über Facebook soll sie Kontakt mit IS-Kämpfern aufgenommen und sich als Lehrerin angeboten haben. Sie könne so die Motivation der Kämpfer stärken. Zudem soll sie erklärt haben, dass sie bereit sei alles zu tun, was der IS von ihr fordere.

In der Anklageschrift steht zudem, dass K. sich im Internet informiert habe, wie sie am besten nach Syrien gelange. Um die Reise zu finanzieren, habe sie sich Geld von ihrem Vater geliehen. Ihre Familie beteuert, nichts von den Plänen gewusst zu haben. Ein Verwandter sagte: „Ich kann nicht glauben, dass diese Geschichte wahr ist.“ Er äußerte die Hoffnung, dass Ayman K., die im Gerichtssaal in Haifa in einer schwarzen Burka voll verschleiert erschien, bald auf freien Fuß kommt.

Foto: ISIS-Propagandavideo

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