Sintflutartiger Regen in Israels Wüste

Mittwoch, 16. September 2015 |  Aviel Schneider

Nach dem Sandsturm aus der syrischen Kriegszone, der Israel fast eine Woche lang heimgesucht hat, haben heftige Niederschläge massive Überschwemmungen in der südlichen Negev-Wüste verursacht. Es gab sintflutartige Regenfälle, wie sie nur selten in Israel zu sehen sind. Bewohner der Gegend von Pharan in der Arawa-Wüste meldeten bis zu zehn Blitzen pro Sekunde. Wüstencanyons und Wadis wie Pharan, Nekarot, Zichor und Zin wurden zu wilden Flüssen.

Die Straßen 90 und 40 zwischen Eilat und der Wüstenstadt Mitzpe Ramon sind wegen der Flut teilweise gesperrt.

Mark Katz, Ranger in einem israelischen Nationalpark, sagte über den Sturm: „Es fühlte sich an wie der Tag des jüngsten Gerichts.“ Katz fuhr auf der Straße 40 in Richtung Süden, als er vom Sturm überrascht wurde. Er erzählte: „Mein Scheibenwischer arbeitete mit höchster Geschwindigkeit und trotzdem konnte ich kaum etwas sehen wegen des Regens, des Sturms und der Blitze. Völlig verrückt!“

Shani Wolster, ein Bewohner des Dorfes Dishon in Galiäa, berichtete, dass der Regen und der Hagel innerhalb einer halben Stunde gefallen seien. Er meinte: „Es kam sehr überraschend, vor allem der Hagel – die Körner waren sehr groß. Wir haben mit unseren Bekannten in diesem Gebiet gesprochen und die meinten, dass sie solch ein Unwetter noch nie gesehen hätten.“

Der Wetterexperte Leor Sudri erläuterte, dass der Regen über den Golan-Höhen begonnen habe, und dann weiterzog in Richtung Süden, wobei es auch zu Hagelschauern kam. „Am Mittwoch fällt weiterhin Regen im Süden Israels, einschließlich Arvat und Eilat. Dort gibt es eine Sturzflut-Warnung. Die Regenfälle ziehen sich hin bis in die Nacht.“ Anfang der kommenden Woche soll es wohl einen Temperatursturz geben, wobei dann herbstliche Werte erwartet werden.

Zwei Tage vorher hatten die Regenfälle Jordanien überrascht. Auch dort führten sie zu kräftigen Überschwemmungen. Die Regenflut färbte das Rote Meer im Golf zwischen Eilat und Akaba braun. Derartige „Regenüberfälle“ aus dem Osten sind zur Rosch Haschana-Zeit in Israels Wüste durchaus normal, aber nicht in diesem Ausmaß.

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