Commerzbank macht Konto von Israel-Hassern dicht

Mittwoch, 16. September 2015 |  IH-Redaktion

Die deutsche Commerzbank hat ein Konto der Al-Quds-Kampagne geschlossen, nachdem sich unter anderem der israelische Botschafter in Deutschland darüber beschwert hatte. Anhänger des islamistischen Regimes im Iran waren am 11. Juli durch Berlin marschiert und hatten Parolen gerufen wie: „Tod Israel, Tod Amerika!“ und „Verdammt seien die Juden und Sieg dem Islam!“ Der Journalist Gunnar Schupelius von der Berliner Zeitung B.Z. hatte aufgedeckt, dass die Israel-Hasser für ihre Aktivitäten um Spenden warben, die auf einem Commerzbank-Konto gesammelt wurden.

Al-Quds steht auf Arabisch für Jerusalem. Die Akteure des Al-Quds-Tages treten für die Eroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels ein.

Schupelius schrieb in der B.Z.: „Wenn wir am Al-Quds-Tag „Tod Amerika“ hören, dann ist nicht nur Amerika gemeint, sondern auch Europa. Es ist der Schlachtruf gegen unsere westlichen Werte. Er zielt auf Israel und Amerika, meint aber auch uns. Das will hier nicht in die Köpfe rein.

Das Unverständnis reicht bis in die Spitzen unserer Regierung. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) bereiste als erster westlicher Politiker nach dem Atomabkommen den Iran, um Geschäfte anzubahnen. Und das noch, bevor die Uno überhaupt die Einhaltung der ersten Schritte dieses Abkommens durch Teheran bestätigte.

Gabriel bezeichnet die iranischen Führer als „Freunde“. Das können sie nicht sein, denn sie wünschen uns ja den Tod, wie wir am 11. Juli gehört haben. Sigmar Gabriel forderte von den Mullahs, dass sie das Existenzrecht Israels anerkennen. Das lehnten sie aber erneut ab, während Gabriel noch im Lande war. Woraufhin er sofort hätte abreisen müssen, was er versäumte.“

Ein Sprecher der Commerzbank erklärte gegenüber der Tageszeitung Jerusalem Post (Mittwochausgabe), der Beitrag von Schupelius habe die Aufmerksamkeit auf dieses Konto gelenkt. Deshalb sei es nun von dem Geldinstitut aufgelöst worden.

Israels Botschafter in Berlin, Yakov Hadas-Handelsman, hatte den Al-Quds-Marsch scharf verurteilt: „Es ist eine Schande, dass in Deutschland ein solcher Marsch des Hasses, der Hetze und des Antisemitismus stattfinden kann“, so der israelische Vertreter in Berlin.

Bild: Al-Quds-Demonstration in Berlin 2014. Foto: Denis Barthel

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