„Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade ein die Armen... Lukas 14:13“

Mittwoch, 2. September 2015 |  NAI Redaktion

Nächste Woche werden die von den Israel Heute-Lesern gespendeten Lebensmittelpakete an bedürftige Neueinwanderer verteilt! Seien auch Sie dabei und helfen Sie, hunderte von armen Menschen überglücklich zu machen: Jetzt helfen!

Basketball als Weg zur Integration

In Jerusalem leitet die 22-jährige Adi Vettori ein Basketball-Team mit einem besonderen Ziel: Die „Jerusalem 48ers“ wollen zur Integration äthiopischer Jugendliche aus dem Süden Jerusalems beitragen, wie in einem Artikel der Zeitung Ynet beschrieben wird. Das Team trainiert in Talpiyot, dem Stadtteil, in dem die meisten Äthiopier Jerusalems leben (neben Katamon).

Das Team wurde vor drei Jahren von Vettori und Ziv Hazan gegründet. Die beiden setzten sich damals mit dem Leiter des Bildungsministeriums für Gesellschaft und Jugend, Erez Eshel, zusammen. Die Vision: Ein Basketballteam als Sozialprojekt auf die Beine stellen. Zumindest finanziell war das Vorhaben abgesichert. Stuart Harris, Sohn des Besitzers des NBA-Basketballteams Philadelphia 76ers Josh Harris, hatte seine Bar-Mitzwa-Spende 2012 für die Etablierung des äthiopisch-jüdischen Teams zur Verfügung gestellt.

Auch im Jahr 2013 spendete Josh Wasserman, ein amerikanischer Junge und großer Basketballfan, zu seiner Bar-Mitzwa einer äthiopischen Gemeinde in der nordisraelischen Stadt Safed, damit diese ein Basketballteam erstellen können, berichteten israelische Medien damals. Das Geld wurde für ein neues Spielfeld, Trikots und das Honorar für einen Trainer genutzt.

Doch wie viel Zeit und Mühe Vettori in ihr Projekt in Jerusalem noch stecken würde, ahnte sie nicht. Schwerer als erwartet, gestaltete es sich, äthiopische Kinder zu finden, die sich für Basketball begeistern ließen. Selbst die wenigen, die sich bereit erklärten, es mit dem großen orangen Ball aufzunehmen, zeigten sich schnell frustriert: Das Dribbeln fiel ihnen schwer, den Korb verfehlten sie.

In Äthiopien ist Basketball immer noch eine Randsportart. Auch wenn sie zunehmend an Popularität gewinnt, gelang es der äthiopischen Nationalmannschaft beispielsweise noch nie, sich für eine Olympiade oder Weltmeisterschaft zu qualifizieren, und sie wird auch nicht in der Weltrangliste des Internationalen Basketball-Verbandes FIBA geführt.

Nun aber spielen sie, die Jerusalem 48ers, und wie! Ambitioniert, mit Freude und Begeisterung. Sogar gegen etablierte Teams wie das Jugendteam von Hapoel Jerusalem sind sie schon angetreten, berichtet Ynet.

Basketball gehört zu den beliebtesten Sportarten der Israelis. Im Mai letzten Jahres fieberten viele Israelis mit dem Team Maccabi Tel Aviv, als es die ULEB-Euroleague Basketball gewann. Auch Omri Casspi, der israelische Basketballspieler, der für die Sacramento Kings in der amerikanischen NBA spielt, ist für viele Kinder ein Volksheld. Der Name der Mannschaft „Jerusalem 48ers“ wurde übrigens in Anlehnung an die Staatsgründung Israels im Jahr 1948 gewählt.

Das Training und der Sport sollen den Kindern Struktur und Engagement beibringen, es ihnen erleichtern, Zugang zur Gesellschaft zu finden, sie sollen ihr eigenes Potential kennenlernen. Wenn es nach Vetorri geht, soll das Projekt auf ganz Israel ausgeweitet und weitere Teams gegründet werden.

Dies war ein Blogartikel aus dem Bereich „Alija-Neueinwanderer“ aus unserer Rubrik „Israel Helfen“. Wir bedanken uns für jede Spende, die Sie dem Land Israel und seinen Bewohnern zukommen lassen. Die Möglichkeit dafür finden Sie unter Israel Helfen.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880

Werbeanzeige

Am meisten gelesen

Elor Azaria vom Gericht für schuldig befunden
Zehn Monate nachdem der Soldat...
Terroranschlag in Jerusalem - 4 Tote
13:40 Uhr Ortszeit. Tote und...