Marihuana: Ein Geldsegen für israelische Farmer?

Dienstag, 25. August 2015 |  NAI-Redaktion

Israel ist derzeit bemüht, den Abbau von Erdgas vor der Küste zu erleichtern und dadurch die Wirtschaft anzukurbeln. Einige israelische Landwirte sind jedoch der Ansicht, dass der Anbau von medizinischem Cannabis noch größere finanzielle Vorteile für das Heilige Land bringen könnte. Laut dem Vorsitzenden der israelischen Schadensregulations-Gesellschaft, Doron Havkin, liege der Umsatz des US-Cannabismarkts bei rund 35 Milliarden Dollar pro Jahr.

Ziel der israelischen Farmer sollte es sein, diesen Markt ebenfalls zu nutzen. Nach Havkins Ansicht könne die Regierung das trockene Arava-Tal im Süden Israels zur geschlossenen Zone für den Anbau von medizinischem Cannabis für den Export erklären. Die rund 1500 Hektar Land seien perfekt geeignet für ein solches Vorhaben.

Viele weitere Wirtschaftsexperten sehen ebenfalls den großen Vorteil der Wunderdroge Cannabis und setzen auf Pot statt Paprika. Durch herkömmliche Agrarexporte wie Blumen und Orangen erwirtschafte Israel momentan rund 2,5 Milliarden Dollar. Im Vergleich dazu schätzen die Wirtschaftsexperten den Wert von Israels natürlichen Gras-Reserven sogar auf 52 Milliarden Dollar. Innerhalb von zehn Jahren könnten die Cannabis-Exporte sogar die Erdgasexporte um ein Vielfaches überflügeln, so die Fachleute.

In Israel ist der private Anbau und Konsum von Marihuana illegal. Die Droge wird bislang lediglich in Apotheken zu medizinischen Zwecken verkauft und von rund 20.000 Patienten regelmäßig konsumiert. Mediziner schätzen, dass es alleine in Israel ein Potenzial von rund 100.000 Patienten gibt, denen mit Cannabis geholfen werden könnte.

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