Juden und Araber leben in Frieden zusammen

Donnerstag, 13. August 2015 |  NAI Redaktion

Der orthodoxe Stadtteil Jerusalems, Romema, im Norden der Stadt, wurde Szene eines rührenden Beispiels wie Juden und Araber in Frieden, Liebe und gegenseitigem Respekt zusammenleben können.

Die Geschichte begann im letzten Oktober, als ein arabischer Terrorist sein Auto in eine Gruppe Menschen fuhr, die an der Haltestelle Ammunition Hill, in Jerusalem, auf die Straßenbahn warteten. Bei diesem Angriff wurde eine Touristin und ein drei Monate altes Baby, Chaya Zissel Braun, getötet.

In einem der ersten Krankenwagen, die ankamen, war der israelisch-arabische Sanitäter Ziad Dawiyat (im Bild). In einer Presseerklärung vom israelischen Roten Davidstern erinnerte sich Dawiyat an den Vorfall:

„Wir fanden das Baby bewusstlos und es atmete nicht mehr. Wir begannen eine Herz-Lungen-Wiederbelebung und brachten sie in sehr ernstem Zustand ins Hadassah-Kranenhaus, wo sie leider für tot erklärt wurde. Die Eltern waren mit uns im Krankenwagen. Sie waren sehr verwirrt und haben die Situation nicht wirklich begriffen. Der Vater war an seinem Bein verletzt und ich erinnere mich, dass er jegliche medizinische Hilfe ablehnte, bis seine Tochter wiederbelebt würde, aber unglücklicherweise kam sie nicht zurück.“

Ein Detail, an dass sich Schmuel Braun erinnerte, war die Nummer 12, die auf der Seite von Dawiyats Krankenwagen aufgemalt war.

Der trauernde Vater erklärte später, jedesmal, wenn er die Nummer 12 irgendwo sieht, betet er, dass keine anderen Eltern je solche Schmerzen erfahren müssen, wie er es getan hat.

Jetzt, zehn Monate später, brauchte die Familie Braun wieder dringend einen Krankenwagen, da bei Chana, der Mutter, die Wehen einsetzten und sie ein zweites Kind gebar. Der Krankenwagen erschien bereits nach wenigen Minuten und Schmuel war geschockt, als er dort die Nummer 12 sah.

Dawiyat erzählte, als er zur Wohnung der Familie lief, hörte er Schmuel etwas über eine Nummer 12 murmeln, aber der Sanitäter war zu beschäftigt mit Chana, deren Geburt schon zu weit fortgeschritten war, um sie noch ins Krankenhaus zu bringen.

Mit der Hilfe von Dawiyat und seinem Team kam das zweite Mädchen der Brauns in deren Wohnung zur Welt. Nach der Geburt erkannte Chana Dawiyat und sagte, „Ich erinnere mich an dich.“ Auch der Sanitäter gab zu, erstaunt und verwirrt zu sein. „Du hast uns nach dem Terrorangriff mit unserer ersten Tochter gefahren,“ sagte Chana weiter, als auch bei Dawiyat die Erinnerung zurückkehrte.

Als sich Dawiyat um das neugeborene Baby kümmerte, umarmte und küsste Schmuel ihn, „ es war sehr emotional“ sagte der Araber.

Später brachte Dawiyat Schmuel, Chana und das Neugeborene in ein Krankenhaus und zwar in demselben Krankenwagen, der die Familie vor zehn Monaten aus einem weit traurigerem Grund transportiert hatte.

Schmuel fasste den erstaunlichen Tag mit den Worten zusammen, „Wir danken dem Allmächtigen für alles und besonders dafür, dass er uns eine neue Tochter gegeben hat.“

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