Armee verkürzt den Wehrdienst für Männer

Montag, 6. Juli 2015 |  NAI-Redaktion

Die nächste Generation an jungen Männern, die ihren Wehrdienst in der israelischen Armee antritt, wird erstmals weniger als drei Jahre dienen. Das wiederum bringt mit sich, das dem Militär weniger Personal zur Verfügung steht. Einige Bereichen werden sich nach kreativen Lösungen umschauen müssen, um die geringere Personalstärke aufzufangen.

Gemäß eines Regierungsbeschlusses werden männliche Soldaten künftig nur noch zwei Jahre und acht Monate dienen. Um den Personalmangel abzufedern ist geplant, dass Frauen (bisher zwei Jahre Wehrdienst) künftig vier Monate länger eingezogen werden. Zudem sollen noch mehr Haredi (ultraorthodoxe Juden) verpflichtet werden, um die Situation zu entschärfen.

Wer zu den Spezialkräften und begehrten Eliteeinheiten will, muss sich aber weiterhin für volle drei Jahre melden.

Israels Luftwaffe plant, einige technische Bereiche an zivile Unternehmen auszulagern, wie zum Beispiel die Reparatur der F-16-Kampfjets. Ein hochrangiger Luftwaffenoffizier sagte, man sei dabei, einen Vertrag mit einem großen Rüstungsunternehmen auszuhandeln. Geplant sei der Bau eines Wartungszentrums und eines Labors für die Luftwaffe. Zudem könnten in Zukunft Roboter Aufgaben übernehmen, die bisher von Soldaten bearbeitet werden mussten. So gibt es beispielsweise schon Roboter, die automatisch Schrauben an Flugzeugen lösen und schließen.

Zusätzlich sollen auch die Studiengänge der Armee effizienter gestaltet werden, damit die Studiendauer insgesamt verkürzt wird. Dazu soll während der Praxisphase beispielsweise der Küchendienst für studierende Soldaten wegfallen. Stattdessen soll diese Zeit für intensiveres Training genutzt werden.

Angesichts der akuten Bedrohungslage ist der kürzere Militärdienst für Männer nicht unumstritten. Nachdem die ultraorthodoxen Parteien wieder in der Regierungskoalition vertreten sind, rechnen viele Politikfachleute zudem nicht damit, dass die Religiösen tatsächlich in großer Zahl zur Armee eingezogen werden. Die enormen Ausgaben für die Sicherheit zwingen die israelische Regierung jedoch zum Handeln.

Foto: IDF-Spokesperson

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