UNRWA: „Hamas schoss aus unseren Schulen“

Donnerstag, 18. Juni 2015 |  Aviel Schneider

Erstmals hat ein UNRWA-Kommissar öffentlich zugegeben, dass palästinensische Hamasterroristen UNRWA-Räumlichkeiten im Gazastreifen als Waffenlager missbraucht haben. „Wir sind diejenigen, die die Waffen in unseren Gebäuden gefunden haben“, sagte der Schweizer Generalkommissar Pierre Krähenbühl (49) gegenüber der israelischen Tageszeitung Jediot Achronot. „Der Grund weshalb alle darüber bescheid wussten, war, weil wir dies gemeldet haben.“ In wenigstens drei verschiedenen Fällen haben UNRWA-Beamte in Schulen und anderen UN-Institutionen Raketen gefunden, die laut Krähenbühl von der Hamas entfernt werden mussten.

„Ich war der einzige ranghohe internationale Beamte, der den palästinensischen Raketenangriff aus dem Gazastreifen auf Israel verurteilte“, sagte Krähenbühl. „Und ich machte diese Kritik laut, nicht aus einen angenehmen Platz wie Jerusalem oder Genf, sondern direkt aus dem Gazastreifen selbst. Ich sage von mir selbst, dass ich das internationale Recht sehr ernst nehme und wenn Raketen aus engbesiedelten Gebieten geschossen werden, wodurch Zivilsten zu Schaden kommen können, dann verurteile ich das.“

Aber UNRWAs Generalkommissar verdammte ebenso Israels Angriffe auf die UNRWA Schule in Dschabaliya. „Ein Tag nach dem Luftangriff besuchte ich die verwundeten Kinder in den Krankenhäusern. Neben ihnen standen ihre Eltern und diese sind nicht in der Lage ihre Kinder zu schützen. Das ist ein schreckliches Gefühl.“ Die israelische Armee zeigte in einem Videofilm wie die Hamas aus der UNRWA Schule Raketen auf Israel abschießt. „Auch wenn wir die IDF immer rechtzeitig gewarnt haben, dass in bestimmten UNRWA Schulen palästinensische Zivilsten waren und diese dennoch von Israel angegriffen wurden, so ist es meine Pflicht dies zu verurteilen“, fügte Krähenbühl hinzu.

Trotz Israels unendlicher Rücksicht auf die palästinensische Zivilbevölkerung sind laut Krähenbühl dennoch 540 Palästinenserkinder im Krieg ums Leben gekommen. „Das stimmt der israelischen Aussage nicht überein, demnach Israel alles unternahm, um so wenig Menschen wie möglich zu verletzen“, so Krähenbühl. Damit hat eine führende Person des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge erstmals zugegeben, worüber Israel seit Jahren klagt: Palästinensische Terroristen missbrauchen ihre eigene Bevölkerung im Krieg gegen Israel.

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