Israels Wahrheit gegenüber der UN Wahrheit

Montag, 15. Juni 2015 |  Aviel Schneider

Gestern hat Israel seinen eigenen Untersuchungsbericht über das militärische Vorgehen im jüngsten Gaza-Krieg veröffentlicht. Wenige Tage bevor die Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats ihren Bericht zum Gaza-Krieg vorstellt, hat Israels Regierung eine Abwehrhaltung eingenommen. Der UN-Menschenrechtsrat sei Israel gegenüber nicht objektiv, was sich daran zeige, dass die Zahl seiner Resolutionen gegen Israel die Zahl der Resolutionen gegen Syrien, den Iran und Nordkorea zusammen übersteige.

Mit geheimen Dokumenten aus der Armee stellte das israelische Außenministerium erstmals vor, wie die israelische Armee Entscheidungen für gezielte Tötungen im Krieg trifft. Dafür wurde das Beispiel von dem Islamischen Dschihad Führer in Khan Yunis Ibarahim al Schawaf vorgelegt. Das Dokument erklärt den langwierigen Entscheidungsprozess bevor sein Haus angegriffen wurde, begleitet von Rechtsanwälten und Juristen, die einem Angriff nur mit rechtlichen Bedingungen zustimmten. „Wenn jemand die Wahrheit erfahren möchte, sollte er den israelischen Bericht lesen und auch einen Bericht ehemaliger ausländischer Generäle über die Rolle Israels. Wer gegenstandslose Beschuldigungen von Israel sucht, sollte den Bericht der Vereinten Nationen lesen“, sagte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu.

„Die Rechtsanwälte haben bestimmt was ein militärisches Ziel ist und in welchen Maßen im Gazastreifen angegriffen werden darf“, sagte der Abteilungschef für Internationales Recht in der israelischen Militärstaatsanwaltschaft Colonel Eran Schamir-Borer. „In der israelischen Armee bestimmt die Meinung des Rechtsanwalts. Ohne seine Zustimmung wird ein Befehlshaber nicht angreifen.“ Tausende Adressen waren während des Krieges unter Schutz. „Wir hatten eine Karte, auf der tausenden sensitive Ausstattungen mit oranger Farbe gekennzeichnet wurden. Zweimal am Tag teilten uns UN-Koordinatoren von neuen Plätzen im Gazastreifen mit, auf die wir im Krieg Rücksicht genommen haben. 10 Minuten nachdem uns die UNO davon mitteilte, vermittelten wir die Informationen unseren Befehlshaber auf dem Feld.“

Während der Operation Starker Felsen im letzten Sommer, haben die Hamasterroristen über 130 Raketen aus palästinensischen Krankenhäusern im Gazastreifen auf Israel abgeschossen. Im Bericht wird dies mit Beweisen vor Ort belegt. Ebenso beschreibt der Bericht, dass 73 Raketen aus UN-Schulen auf Israel abgeschossen wurden.

Eine internationale Delegation von 10 Generälen hat in einem Bericht der UNO eines deutlich herausgestellt: dass die israelische Armee im letzten Gaza-Krieg trotz aller Schwierigkeiten moralisch und mit mehr als üblicher Rücksicht vorhergegangen ist, obwohl die Hamas gegen Israel Kriegsverbrechen verübte. Zu den Generälen zählte Deutschlands ehemaliger Generalstabschef Klaus Naumann.

Er erzählte von den asymmetrischen Verhältnissen zwischen Israels IDF und der terroristischen Hamas. Im Laufe des Krieges haben die Soldaten etliche Dokumente im Gazastreifen gefunden, die darauf deuten, wie die Hamas gegen Israel kämpft. „Die Hamas lehrte seinen Kämpfern wie man aus einer urbanen Bevölkerung kämpft, da es leicht ist über die Dächer und durch die unterirdischen Tunnel unter den Häusern zu verschwinden. In Sadschaija haben wir einen Aufruf entdeckt, in dem die Terroristen aufgerufen wurden, die israelischen Soldaten in die engbesiedelte Bevölkerung zu locken.“

Aber es gab auch einige Ausnahmen. „Wir haben eine Gegend in Sadschaija entdeckt, wo am 25. August elf Raketen aus einer UN-Schule, Klinik und Moschee geschossen wurden. Ein Befehl von uns wurde gegeben, wie unsere Streitkräfte darauf reagieren sollen. Die Bevölkerung musste zuerst gewarnt.“ Die Hamas missbrauchte ihre eigene Bevölkerung und drohte dieser mit dem Tod, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen, trotz israelischer Warnungen.

Eine der Hauptfragen nach der Operation war die Zahl der palästinensischen Todesopfer im Gazastreifen. Wie viele waren Zivilisten und wie viele waren Terroristen. “Die Hamas beauftragte alle militärischen Beweise auf den Körpern toter Terroristen zu streichen“, so Schamir. „Damit werden diese als Zivilopfer und nicht als bewaffnete Terroristen gezählt. Auch wurden keine Namen der getöteten Terroristen gegeben, damit hat die Hamas ihre Identität versteckt. Dafür haben wir ein Sonderteam etabliert, das in den letzten neun Monaten Material von verschiedenen Quellen sammelte, um die Identität der toten Palästinenser festzustellen. Mindestens 44 Prozent der Getöteten waren bewaffnete Palästinenser, 36 Prozent waren Zivilisten von denen wir keinen Hinweis auf ihre Verwicklung in den Kämpfen haben.“

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