Im Nahen Osten glaubt keiner dem Iran

Freitag, 15. Mai 2015 |  Aviel Schneider

Der Iran hat Berichten zufolge versucht, mit gefälschten Papieren und Dokumenten in Tschechien neue Technologien zur Urananreicherung zu kaufen. Wie der israelische Rundfunk meldete, sei es der tschechoslowakischen Regierung in Prag gelungen, dies rechtzeitig zu vereiteln.

Laut Reuters sei gemäß UN-Experten und europäischen Quellen der iranische Plan bereits im Januar gescheitert. Den Quellen zufolge beweise dies, dass der Iran sich nicht an Vereinbarungen halten wird, erst recht nicht in Bezug auf eine Urananreicherung, zu der sich das persische Land verpflichtet hat, nämlich die Anzahl der Zentrifugen zu verringern. Es handelt sich um einen Report von Aufsehern, die über Jahre hinweg die westlichen Sanktionen gegenüber dem Iran im Auftrag des UN-Sicherheitsrats kontrollierte.

Dahinter steht eine amerikanische Firma (CKD Howden), von der die Iraner einzigartige Kompressoren für Urananreicherungszwecke im Wert von 69 Mio. US-Dollar erwerben wollten. Aus dem Report geht hervor, dass die Iraner die Geschäfte unter falschen Namen und Angabe eines falschen Herkunftslandes abwickeln wollten.

Als die iranische Delegation während der Atomverhandlungen mit dem Westen in Bezug auf den gescheiterten Betrug in der Tschechoslowakei angesprochen wurde, gab sie keinen Kommentar. In den letzten Wochen hat Jerusalem den Westen mehrfach dazu aufgerufen, keine unnötigen Risiken gegenüber dem Iran einzugehen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu warnte davor, dass der Iran keine wahren Absichten hege, seine nukleare Waffenaufrüstung zu stoppen (siehe Bild).

Der Westen, die USA und die EU führen eine fast unverständliche Linie in den Atomverhandlungen mit dem Iran und wollen um jeden Preis ein Abkommen mit den Iranern. Sie meinen, damit die iranische Atomgefahr neutralisieren zu können, was nicht einmal die arabischen Staaten im Persischen Golf und Saudi Arabien den Amerikanern glauben. Die jüngste Aussage der Golfstaaten ist klar: Sie trauen den Amerikanern nicht, die Stabilität im Nahen Osten zu garantieren, die durch den Iran gefährdet ist. Die arabische Welt scheint so desillusioniert von den leeren Versprechungen der Obama-Regierung, dass die Stimmen, die für eine Zusammenarbeit mit dem Erzfeind Israel sprechen, zunehmen.

Aus diesem Grund haben fast alle Staatschefs der Golfstaaten Obamas Einladung zu einer Diskussion über den Iran-Deal im Camp David abgelehnt. Außer der EU und der Obama-Regierung in Washington glaubt keiner der arabischen Staaten im Nahen Osten, dass der Iran wirklich seine nukleare Waffenaufrüstung einstellen wird.

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