Israelis im Bundestag boykottiert

Mittwoch, 22. April 2015 |  NAI Redaktion

Israelis, die an einem internationalen Stipendienprogramm teilnehmen, sind unlängst von palästinensischen und libanesischen Programmteilnehmern boykottiert worden. Wie Channel 10 berichtete, weigerten sich die palästinensischen und libanesischen Teilnehmer neben den Israelis auf der Bühne im deutschen Bundestag zu stehen. Die israelischen Teilnehmer waren so gezwungen allein vor dem Parlament zu stehen.

Der Deutsche Bundestag vergibt in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin jedes Jahr rund 120 Stipendien für fünf Monate an junge Hochschulabsolventen aus über 40 Ländern. Die Stipendiaten nehmen an Veranstaltungen und Seminaren teil und absolvieren ein Praktikum bei einem Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

In diesem Jahr sollten die Stipendiaten bei einer zentralen Veranstaltung in Gruppen, die erstmalig entsprechend ihrer Herkunftsregion zusammengesetzt wurden, vor das Podium treten. Die arabischen Repräsentanten kündigten an, sich zu weigern, mit den Israelis Seite an Seite zu stehen.

Laut Channel 10 wurde ein Lösungsvorschlag, der vorsah, dass die drei Länder mit Delegierten weiterer Nationen auf die Bühne treten, von den Libanesen und Palästinensern abgelehnt. Sie forderten von den Israelis, ein Dokument zu unterschreiben, das unter anderem die „Illegalität“ der Besetzung und Verbrechen Israels gegen Palästinenser anerkennt.

Der Leiter des Stipendienprogramms drohte den Arabern zuerst mit Ausschluss aus dem gesamten Programm, falls sie auf ihre Verweigerung bestehen würden. Letztendlich genehmigte er ihnen dann doch, mit anderen arabischen Nationen anzutreten, wodurch sich die Israelis alleine auf der Bühne wieder fanden.

Einer der israelischen Teilnehmer, der anonym bleiben wollte, sagte in einem Interview: „Ich schäme mich im Namen meiner Großeltern, die den Holocaust überlebt haben, dass ich gezwungen wurde, einem Boykott dafür beizuwohnen, dass ich israelisch bin.“

Laut des Berichtes waren zahlreiche Bundestagsabgeordnete äußert verärgert über den Zwischenfall und das Verhalten der arabischen Stipendiaten. Einige von ihnen haben einen Brief an die Organisatoren des Programms verfasst, in dem sie gegen den Boykott der Israelis im Bundestag protestierten.

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