Christen verfolgen völlig verschiedene Versöhnungsansätze

Montag, 23. Februar 2015 |  NAI Redaktion

In den letzten Jahren haben sich zwei ortsansässige, arabischsprachige Christen als federführend bei den Versöhnungsbestrebungen mit den Juden hervorgetan. Um ihre Ziele zu erreichen, haben beide Männer vollkommen verschiedene Wege eingeschlagen, und haben nun einen wenig versöhnlichen Blick aufeinander geworfen.

Der erste dieser beiden ist Salim Munayer, Gründer und Leiter der gemeinnützigen Organisation Musalaha, die sich fast ausschließlich auf das Zusammenbringen von arabischen Christen und messianischen Juden konzentriert. Für den Rest der israelisch-jüdischen Gesellschaft verfolgt Munayer einen antagonistischen Ansatz, der ausdrückt, was er von messianischen Juden, die an einer Versöhnung interessiert sind, erwartet, nämlich eine anti-israelische Haltung anzunehmen.

Es ist wichtig, zur Kenntnis zu nehmen, dass Munayer sich mit Familienbeziehungen zu George Habash brüstet, der einst von der Zeitschrift Time als der „Pate des christlichen Terrors“ betitelt wurde und der verantwortlich für die Ermordung zahlreicher Israelis ist. In jüngster Zeit hörte man Munayer sagen, dass Hamasanhänger keine wirklichen Terroristen seien und einfach nur versuchen würden, das Leben im Gazastreifen zu verbessern.

Aussagen wie diese haben Munayer schon oft in die Bredouille gebracht. Letzte Woche hat er ein Plädoyer veröffentlicht, in dem er Kritik an seinen Bemühungen und Verhalten als eine Art der Verfolgung zurückweist.

Aber es scheint mehr so, als ob unser zweites Haupt in den Versöhnungsbemühungen wahre Verfolgung dafür erfährt, dass er einen anderen Ansatz verfolgt. Vater Gabriel Naddaf, ein orthodoxer Priester aus der Gegend um Nazareth hat unzählige Todesdrohungen erhalten und musste ertragen, dass sein Sohn brutal zusammengeschlagen wurde. All das, weil er Christen dazu motiviert, alle israelischen Juden willkommen zu heißen und dem Staat Israel als loyale Staatsbürger zu dienen.

Als Gründer des „Christian Empowerment Council“ und als spiritueller Vater des israelisch-christlichen Rekrutierungsforums ging er soweit, dass er sich auf die einstige aramäische Identität der ortsansässigen Christen zurückbesinnt. Die Aramäer hatten historisch wesentlich stärkere, freundschaftliche Beziehungen zu Juden.

Im vergangenen Monat hielt Musalaha eine Konferenz ab, zu welcher der emeritierte Lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, eingeladen wurde, um diese neue aramäische Bewegung sowie Naddafs „Kollaboration“ mit Israel zu rügen. Wie Munayer hat auch Sabbah in der Vergangenheit den Terrorismus der Hamas gerechtfertigt. Seiner Meinung nach schützt die islamistische Gruppierung sogar die Christen Israels.

Naddaf antwortete mit einem scharf formulierten Post auf Facebook, in dem er schwört, dass das „Christian Empowerment Council“, im Gegensatz zu Musalaha, eine „positive christliche Stimme ist und motiviert, für Israel einzustehen und Haltung gegenüber Terrorismus einzunehmen.“

Der Priester aus Nazareth warnt, dass sich hinter Musalahas Fassade der Versöhnung eine Agenda versteckt, die anti-israelisch und für den Terror ist, und ruft zu einer Untersuchung der Finanzierung der Organisation auf.

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