Gott beendet Nazi-Albtraum für Sohn eines Kriegsverbrechers

Freitag, 16. Januar 2015 |  Charles Garner

Als Sohn eines Nazis kurz nach dem Holocaust geboren zu werden war eine schwere Last für Werner Oder aus Österreich. Unter der Verantwortung seines Vaters Wilhelm, der in einem Lager in Polen Männer das Töten lehrte, wurden zahlreiche Juden ermordet. Trotz aller Versuche, die Wahrheit zu vertuschen und zu verleugnen, kam seine Mitschuld am Massaker wehrloser Männer, Frauen und Kinder ans Licht – und verfolgte seinen Sohn im wahrsten Sinne des Wortes.

Als kleiner Junge wachte der heute 64-jährige Werner regelmäßig schreiend aus schrecklichen Albträumen auf – eine dämonische Figur erhob sich aus einem Loch im Boden und machte ihm Angst . So entwickelte er sich zu einem ängstlichen, kränklichen Kind.

Aus Mangel an Beweisen war Werners Vater einer Strafe unmittelbar nach dem Krieg entkommen. Jedoch sah Werner ihn sehr selten, denn er war ein Serien-Ehebrecher und kaum zu Hause. Als schließlich der legendäre Nazijäger Simon Wiesenthal die Wahrheit über die Nazi-Verbrechen aufdeckte, kam auch der Name von Werners Vater ins Spiel. Allerdings starb er an einem Herzinfarkt, kurz bevor ihm der Prozess gemacht werden konnte.

Werner, der auch noch zwei Halbbrüder hatte, die beide in der Hitlerjugend waren, entwickelte sich zu einem zornigen jungen Mann. Er hatte psychische Probleme, war aggressiv, ständig betrunken und fügte sich selbst Schaden zu. „Ich wollte akzeptiert und geliebt werden, aber je mehr ich versuchte, akzeptabel zu sein, desto mehr Ablehnung fühlte ich für mich selbst“, schreibt er in seinem Buch Battling with Nazi Demons („Der Kampf mit Nazi-Dämonen“).

Sein innerer Kampf ging so weit, dass er versuchte, sich mit den Beruhigungstabletten seiner Mutter umzubringen. Aber dann besann er sich. Er erinnerte sich daran, dass er als kleiner Junge in den Wirren seiner wiederkehrenden Albträume immer wieder zu Gott gebetet und ihn um Hilfe gebeten hatte – obwohl er eigentlich nichts über Gott wusste, da er ja in einer völlig heidnischen Umgebung aufgewachsen war.

Als seine Mutter das hörte, schrieb sie auf ein Stück Papier: „Lieber Gott, bitte kümmere Dich um mein kleines Kind und erbarme Dich meiner Tränen. Ich möchte nicht sterben. Wenn Du mich leben lässt, werde ich Dir dienen.“

Und Gott hatte Werner nicht vergessen: Er kam in Kontakt mit einem christlichen Missionar. Er hörte, dass Jesus „Besuchern der Hölle“ Freiheit anbietet und ihm vergeben würde. Werner konnte es kaum glauben. Aber als er Jesus Christus in sein Leben ließ, wurde er plötzlich und auf wundersame Weise von allen Dämonen, die seinen Verstand, Geist und Körper so lange stranguliert hatten, befreit. „Als ich mich zu Jesus bekannte schien es, als ob die Last der ganzen Welt von meinen Schultern genommen wurde“, beschreibt Werner diese Erfahrung. „Unter Tränen spürte ich, dass das Licht Gottes in meinen Kopf kam und die Dunkelheit, Verzweiflung und Angst vertrieb. Es war, als ob sich Ketten lösten und die Probleme aus meiner Seele fielen. Von diesem Moment an hatte ich meinen Verstand zurück, denn Gottes Sohn Jesus Christus war gekommen, um mich, den Gefangenen, zu befreien. Von diesem Tag an haben mich keine Dämonen mehr in meinen Albträumen heimgesucht.“

In den vergangenen 30 Jahren arbeitete Werner als Pastor im „Tuckton Christian Centre“ in der englischen Stadt Dorset. Und er wurde nicht nur der Freund eines polnischen Juden und bezeugte die grauenhaften Taten seines Vaters, sondern er ist jetzt zudem ein leidenschaftlicher Unterstützer Israels und der Juden.

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