Bethlehemer Pastor: Es gibt Palästinenser, die Israel lieben

Montag, 22. Dezember 2014 |  NAI Redaktion

Naim Khoury ist Direktor der Holy Land Mission und Pastor der First Baptist Church in Bethlehem. Schon oft hat er mutig Dinge beim Namen genannt. Israel Heute-Korrespondent Ryan Jones hat mit ihm über die Situation in Bethlehem gesprochen, die wachsende christliche Opposition gegen Israel, der sich sogar einige aus der messianischen Gemeinde anschließen, und wie Gläubige von außerhalb den Konflikt besser verstehen können.

Israel Heute: Wie sieht die Situation für Christen in Bethlehem momentan aus?

Dr. Naim Khoury: Es wird von Jahr zu Jahr schwerer. Das hat verschiedene Gründe. Die schlechte Wirtschaft, unter der jeder leidet, besonders die Christen, und wegen der viele auswandern. So viele Christen verlassen Bethlehem, und das ist schlecht für die ganze Gemeinde. Viele gehen auch wegen der politischen Situation, die immer schlimmer wird, sowohl von innen als auch von außen. Der politische Apparat (der Palästinensischen Autonomiebehörde) funktioniert nicht, er hilft dem eigenen Volk nicht. Von außen versuchen die Israelis, ihre Grenzen zu sichern, um sich vor Selbstmordanschlägen zu schützen. Und in dieser schweren Zeit fehlt jegliche Unterstützung seitens der „Mutterkirche“. Die Weltkirche hat sich in Zeiten der Not nicht zu den Christen in Bethlehem gestellt.

IH: Viele in der Weltkirche würden sagen, dass sie an der Seite der Christen in Bethlehem stehen, indem sie gegen Israel sind.

Dr. Naim Khoury: Israel für alles verantwortlich machen, funktioniert nicht. So kann man keine Saat des Friedens säen. So sollten Christen nicht handeln. Christen müssen die Saat des Friedens und der Liebe und der Harmonie in die Herzen und Gedanken der Menschen säen. Wir müssen die Mentalität verändern.

IH: Haben Sie Angst davor, dass die Verfolgung, der die Christen in Syrien und im Irak ausgesetzt sind, auch Christen im Heiligen Land erreichen könnte?

Dr. Naim Khoury: Bis jetzt sehe ich keine Bedrohung in dieser Hinsicht, und das nur angesichts der Existenz des Staates Israel. Der sicherste Ort für Christen ist hier, weil Israel weder dem IS noch irgendeiner anderen Terrorgruppe erlauben wird, Christen in diesem Land zu ermorden.

Das volle Interview ist auch digital verfügbar.

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