Prominente Israelis fordern die Anerkennung Palästinas

Dienstag, 9. Dezember 2014 |  NAI-Redaktion

Die prominenten jüdischen Autoren Amos Oz (Foto), David Grossman und A.B. Yehoshua haben eine Petition unterschrieben, die die europäischen Parlamente offiziell dazu auffordert, einen palästinensischen Staat anzuerkennen. Außer den Schriftstellern unterschrieben mehr als 800 weitere Israelis, darunter viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Petition wurde den Mitgliedern des belgischen Parlaments zugesandt, die in den kommenden Tagen über die Anerkennung von „Palästina“ als Staat diskutieren werden.

Yoni Chetboun von der Partei „Jüdisches Heim“ kritisierte die Petition scharf und sagte: „Das ist eine Schande. Es ist eine Schande, dass nach dem Krieg gegen den Terror nun die reale Bedrohung von innen kommt. Diese Leute zählen zu einer elitären Minderheit, die von der israelischen Gesellschaft getrennt ist und keinen Einfluss auf sie hat, aber unser Image in der ganzen Welt durch ihr Handeln schädigt.“

Die stellvertretende Verkehrsministerin Tzipi Hotovely von der Likud-Partei fand ebenfalls nur Worte der Kritik für die Petition: „Wenn die Linken nun den Punkt erreicht haben, an dem ihre führenden Köpfe den Glauben an die israelische Demokratie und an die Knesset verloren haben, dann sind die Linken jetzt an einem wirklich sehr schlechten Ort angelangt.“ Die Denker der Linken wie Oz und A.B. Yehoshua „verursachen Schäden an Israels Image in der Welt und beweisen, dass die Linken nicht mehr vernünftig nachdenken“, so Hotovely weiter.

In der vergangenen Woche hatten sich bei der französischen Nationalversammlung 339 Abgeordnete für und 151 gegen die Anerkennung eines palästinensischen Staates ausgesprochen. Die Abstimmung ist nicht verbindlich, allerdings hat sie einen symbolischen Wert für die Palästinenser und deren wachsende Unterstützung in Europa.

Am 30. Oktober hatte Schweden als erstes westeuropäisches Land den Staat „Palästina“ anerkannt. In Großbritannien, Spanien und Irland gibt es ebenfalls Bewegungen, die eine Anerkennung des palästinensischen Staates in greifbare Nähe rücken lassen. Die Regierung Netanjahu wehrt sich dagegen. Sie fordert, dass die Palästinenser zu Verhandlungen zurückkehren und Kompromisse eingehen müssen.

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