Jerusalemer Terror-Anschlag fordert weiteres Todesopfer

Montag, 27. Oktober 2014 |  NAI-Redaktion

Die 22-jährige Karen Mosquera (Foto) kam aus Ecuador nach Israel, um die Tora zu studieren und um zum Judentum zu konvertieren. Nun fand sie in Jerusalem den Tod: Im Hadassah-Krankenhaus erlag sie den schweren Verletzungen, die sie sich am Mittwoch bei dem Terroranschlag auf eine Straßenbahnhaltestelle zugezogen hatte. Zuvor war bereits das drei Monate alte Mädchen Haya Zissel Braun gestorben. Sie war in ihrem Kinderwagen von dem Auto erfasst worden, mit dem ein 21-jähriger Palästinenser in die Menschenmenge raste.

Karen Mosquera war vor eineinhalb Jahren aus Ecudor nach Israel gekommen. Die vergangenen zwei Monate hatte sie zusammen mit anderen Frauen aus Südamerika in einer Tora-Schule verbracht. „Sie wurde überfahren, als sie auf dem Weg zu einer Tora-Unterrichtsstunde war“, berichtete eine Freundin. „Sie war ein stilles Mädchen, die fest an den Weg glaubte, den sie eingeschlagen hatte. Sie kämpfte darum, Jüdin zu werden, und ließ sich davon nicht abbringen.“

Der Fahrer des Terror-Wagens, Abed Rahman Shaludi, war von einem Polizisten in Zivil angeschossen worden, als er vom Tatort fliehen wollte. Er erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Hochrangige Palästinenser würdigten ihn als „Helden und Märtyrer“.

Am Sonntagabend wurde Shaludi beerdigt. Die israelische Polizei hatte aus Sicherheitsgründen nur 20 Trauergäste zugelassen. Mehrere Dutzend Einwohner von Ost-Jerusalem riefen „Allah akbar“ („Allah ist größer“), als Polizeieinheiten die Straßen zum Friedhof blockierten.

In Silwan, wo der Terrorist gewohnt hatte, bewarfen Palästinenser die Sicherheitskräfte mit Feuerwerkskörpern und Steinen und zündeten Barrikaden an. Die Polizei antwortete mit Tränengas. Zuvor hatte es bereits Krawalle in Beit Hanina und Issawiya gegeben. Die Polizei nahm mehrere maskierte Jugendliche fest, die Steine auf die Ordnungshüter geworfen hatten.

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