Hunderte Wissenschaftler rufen zum Boykott Israels auf

Dienstag, 7. Oktober 2014 |  NAI-Redaktion

Mehr als 500 Wissenschaftler aus aller Welt haben eine Petition unterzeichnet, die sich gegen „die andauernden Verstöße Israels gegen die Rechte der Palästinenser, einschließlich der israelischen militärischen Besetzung des Gazastreifens, Westjordanlandes und Ost-Jerusalem“ wendet. Die Unterzeichner, darunter Angehörige von amerikanischen Elite-Universitäten wie Harvard, Yale und Princeton, wollen israelische akademische Einrichtungen boykottieren.

Bei den Wissenschaftlern handelt es sich um Anthropologen (Menschenkundler). Mit der Unterzeichnung verpflichten sie sich, nicht an Projekten oder Veranstaltungen mitzuwirken, die von israelischen akademischen Instituten initiiert werden. Sie wollen derartige Projekte nicht finanzieren, dort nicht lehren, nicht an Konferenzen in solchen Institutionen teilnehmen und keine Artikel in israelischen Fachzeitschriften veröffentlichen.

„Die jüngsten militärischen Angriffe Israels auf den Gazastreifen waren eine Erinnerung daran, dass die Regierungen dieser Welt und die Mainstream-Medien Israel nicht für seine Verstöße gegen das geltende Völkerrecht verurteilen. Als eine Gemeinschaft von Gelehrten, die die Probleme dieser Welt studiert haben – das Hungern nach Macht, Unterdrückung und kulturelle Hegemonie – haben wir eine moralische Verantwortung und fordern Rechenschaft von Israel und unseren Regierungen,“ so die Unterzeichner.

Seit Samstag haben schon 540 Akademiker die Petition unterschrieben. 77 weitere Anthropologen unterstützen die Petition anonym. Sie alle wollen den Boykott aufrecht erhalten, „bis Israel seine Besatzung beendet hat, die Grundrechte der arabisch-palästinensischen Bürger anerkennt, die staatenlosen Negev-Beduinen schützt und ihnen volle Gleichberechtigung und Respekt zusichert, allen palästinensischen Flüchtlingen das Recht zugesteht, in ihre Heimat zurückzukehren.“

Nicht nur israelische Wissenschaftler sollen ausgegrenzt werden, sondern auch israelische Diplomaten. Dazu hat der Emir von Katar, Scheich Tamim Bin Hamad al-Thani, aufgerufen. Die Anti-Israel-Bewegung „Boykotte, Desinvestitionen, Sanktionen“ (BDS) bedrängt zudem prominente Künstler aus aller Welt, nicht in Israel aufzutreten.

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