Steven Sotloff war Jude und Israeli

Mittwoch, 3. September 2014 |  Aviel Schneider

Das zweite Opfer der Dschihadisten war ein amerikanischer Jude, der vor einigen Jahren nach Israel eingewandert war und an der Universität von Herzlia studierte. Steven Yoel Sotloff (31) aus Florida wurde vor laufenden Kameras in der Wüste enthauptet. Die israelischen Tageszeitungen veröffentlichten auf ihren Titelseiten Sotloff auf den Knien und mit dem Messer an seiner Kehle. Ein Journalist, der mit ihm in Gefangenschaft war, erzählte dem israelischen Tagesblatt Jediot Achronot, dass Sotloff am letzten jüdischen Fastentag Jom Kippur fastete und seinen Entführern erzählte, dass er sich nicht wohl fühle. Sein Judentum wurde streng geheim gehalten und kam erst nach seiner Hinrichtung an die Öffentlichkeit.

Bis zum letzten Moment versuchten seine Eltern über den Medien die ISIS-Dschihadisten von der Enthauptung ihres Sohnes abzuhalten. „Ich bitte dich“, rief Shirley Sotloff im Fernsehen ISIS-Chef Abu Bakri Al Baghdadi auf, „nicht meinen Sohn für Dinge zu bestrafen, für die er nicht verantwortlich ist“. Unter seinen Freunden war Sotloff dafür bekannt, sich für die islamische Welt zu interessieren und die arabische Sprache zu beherrschen.

Für mehrere Jahre lebte er im Jemen und schrieb für das amerikanische Magazin Time. Vor über einem Jahr wurde er in Syrien von den Dschihadisten entführt und durfte seitdem nur einmal mit seiner Mutter telefonieren. Die Amerikaner kaufen keine von Dschihadisten entführten Bürger frei. Viele europäische Länder tun es jedoch und heizen damit den Markt für Geiselnahmen noch weiter an. Darunter zählt auch Israel, dass immer wieder hunderte bis Tausende Terroristen für israelische Gefangene freigelassen hatten. Der radikale Islam zu dem ISIS und Hamas zählen, ist nicht nur eine Gefahr für Israel, sondern für den gesamten Westen. Die Dschihadisten haben bereits Israels Nordgrenze an den Golanhöhen angegriffen. Palästinensische Medien berichteten davon, dass ISIS-Dschihadisten bereits im Gazastreifen aktiv sind und in Israel sind die ersten Spuren von ISIS in der Stadt Nazareth entdeckt worden - schwarze ISIS-Fahnen. Nicht Israel ist das Problem im Nahen Osten, sondern der radikale Islam, der nicht nur keine Fremden um sich duldet, sondern sich gegenseitig abschlachtet.

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