Explosion nach Raketentreffer auf Tankstelle in Ashdod

Freitag, 11. Juli 2014 |  Tommy Mueller

Erstmals seit Beginn der Militäroperation „Schutzlinie“ hat es in Israel Verletzte durch Raketentreffer gegeben. Am Freitag gegen 8 Uhr traf ein Flugkörper aus dem Gazastreifen eine Tankstelle in der Mittelmeerstadt Ashdod, die in Flammen aufging. Ein Mann wurde schwer verletzt, sieben weitere Personen erlitten leichte Verletzungen. Auch der Libanon hat sich nun in die Kämpfe eingeschaltet und Israel beschossen.

Der schwerverletzte Mann, Mitte 50, saß in seinem Auto und konnte sich nicht selbst befreien, als die Rakete einschlug. Er wurde von Rettungskräften befreit, hatte aber erhebliche Brandverletzungen erlitten. Fernsehbilder zeigen, wie ein Tanklastzug neben der Tankstelle in Flammen steht. Der Brand griff dann auf mehrere Autos über, bevor er von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Terroristen hatten offenbar drei Raketen fast gleichzeitig auf die Stadt geschossen, die 28 Kilometer nördlich von Gaza liegt. Die israelische Raketenabwehr konnte nur zwei vernichten.

Am Morgen gab es zudem einen Raketenangriff aus dem Libanon. Die israelische Armee bestätigte den Einschlag einer Rakete bei Metula, der nördlichsten Stadt Israels. Dabei gab es aber keine Schäden oder Verletzte. Die israelischen Streitkräfte antworteten mit Artilleriefeuer. Wer hinter dem Angriff steckt, ist noch unklar.

Am Vormittag wurde erneut Luftalarm in Tel Aviv ausgelöst, gefolgt von mehreren lauten Explosionen. Nach ersten Meldungen hat das israelische Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ drei anfliegende Raketen noch in der Luft zerstört. Zuvor hatte es in zahlreichen Städten in Zentralisrael Sirenenalarm gegeben. Betroffen war auch der internationale Ben-Gurion-Flughafen. Dort wurde der Flugverkehr vorübergehend eingestellt.

Erstmal seit dem zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde Haifa angegriffen. Die Gaza-Terroristen feuerten mehrere Langstreckenrakete auf die größte Stadt Nordisraels ab. Eine wurde über Hadera, südlich von Haifa, von der „Eisernen Kuppel“ zerstört, die übrigen verfehlten ihr Ziel.

In der Nacht zum Freitag waren die Städte im Süden erneut unter heftigen Beschuss geraten. Betroffen waren die Regionen Hof Ashkelon, Sha'ar Negev, Eshkol, Merhavim sowie die Städte Sderot, Ashdod und Ashkelon.

Die israelische Armee setzte ihre Angriffe auf militärische Ziele im Gazastreifen fort. Nach Angaben der Streitkräfte wurden seit Beginn der Operation „Schutzlinie“ 1100 Ziele beschossen oder bombardiert, hauptsächlich Raketenabschuss-Vorrichtungen, Munitionslager, Ausbildungszentren der Hamas sowie die Wohnhäuser ihrer Kommandeure.

Innerhalb der vergangenen drei Tage haben die Palästinenser mehr als 400 Raketen auf Israel abgeschossen, darunter zahlreiche schwere Langstreckenraketen iranischer Bauart.

Seit Beginn der Offensive gegen die Islamisten kamen laut palästinensischen Angaben 98 Menschen ums Leben, darunter Dutzende Zivilisten. Die angegeben Opferzahlen lassen sich aber nicht nachprüfen, da aus dem Gazastreifen keine unabhängige Berichterstattung möglich ist. Die Zahlen basieren auf Aussagen der Hamas.

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