Entführte Israelis mit einer schallgedämpften Pistole getötet

Donnerstag, 10. Juli 2014 |  NAI-Redaktion

Nach neuesten Informationen sollen die drei israelischen Jugendlichen, die vergangenen Monat entführt wurden, gezielt mit einer schallgedämpften Pistole mit mindestens zehn Schüssen getötet worden sein. Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung von Beamten aus den USA. Sie hatten sich in die Ermittlungen eingeschaltet nachdem bekannt wurde, dass einer der drei Jugendlichen, der 16-jährige Naftali Fraenkel, die amerikanische Staatsbürgerschaft besaß.

Durch die Nutzung des Schalldämpfers haben die US-Ermittler Grund zur Annahme, dass die Entführer von Anfang an geplant hatten, die drei Jugendlichen zu töten. Einer der Jungen schaffte es noch, über sein Mobiltelefon einen Hilferuf abzusetzen: „Sie haben mich entführt!“, erklärte der 16-jährige Gilad Shaer der Polizei. Jedoch war es schon zu spät: Er, Fraenkel und der 19-jährige Eyal Yifrah waren bereits in das Auto eines Hamas-Terroristen eingestiegen, der sich als religiöser Jude verkleidet hatte. Ein zweiter verkleideter Mann saß auf dem Beifahrersitz.

Die neuen Erkenntnisse der Amerikaner stehen im Widerspruch zu den bisherigen Vermutungen der israelischen Behörden: Demnach wollten die Entführer Geiseln für einen Gefangenenaustausch nehmen, sind dabei in Panik geraten und haben im Affekt die tödlichen Schüsse abgegeben.

Die drei jungen Männer waren seit dem 12. Juni vermisst worden, ihre Leichen wurden am 30. Juni entdeckt. Israel gibt der Hamas die Schuld für den Tod der drei Talmud-Schüler. Die radikalislamische Gruppierung hatte zur Entführung von Israelis aufgerufen, ihre Beteiligung am Tod der drei jungen Männer aber weder dementiert noch bestätigt.

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