Kontroverse um muslimischen Jugendlichen (Video)

Dienstag, 17. Juni 2014 |  nai news

„Wacht auf und hört endlich auf, mit den Terroristen zu kooperieren“, fordert der 17-jährige israelische Araber Mohammed Zoabi aus Nazareth in einem Video, das auf Facebook veröffentlicht wurde. „Terroristen haben unsere Kinder entführt. Bringt uns unsere Kinder zurück! Ich warne euch, tut es besser jetzt und sofort.“

Mohammed wiederholt die Sätze in drei Sprachen: Hebräisch, Arabisch und Englisch. Dann wendet er sich direkt an Israels Ministerpräsidenten Netanjahu: „Bibi und der gesamten Regierung sage ich, hört auf mit Terroristen zu verhandeln. Die palästinensische Autonomieregierung zählt zu den größten Terroristen. Gestern wurden drei Jungs entführt und morgen kann ich es sein, du oder jeder andere Israel, egal ob Jude oder Araber. Ich bin Israeli und bleibe Israeli. Israel ist und bleibt ein jüdischer und demokratischer Staat“.

Tausende Likes auf Facebook und auf der israelischen Webseite Ynet erhielt Mohammed, dazu hunderte Kommentare. Für seine mutige Stellungnahme wurde er von Juden und Arabern gelobt. Wer ihn aber nicht lobte, war seine Tante, keine Geringere als die arabische Knessetabgeordnete Hanin Zoabi. Sie beschimpfte Mohammed in den Medien als dumm, Idiot und Psycho. Sie versteht nicht, wie der Sohn ihres Bruders Israel lieben kann.

Im israelischen Rundfunk FM102 erklärte Frau Zoabi gestern, dass die palästinensischen Entführer keine Terroristen seien. „Das sind keine Terroristen, ich bin da anderer Meinung. Das sind Menschen, die keine Zukunft sehen und aus diesem Grund auf diese Art und Weise reagieren.“

Mittlerweile musste die israelische Polizei drei andere Verwandte von Mohammed verhaften, die ihn wegen seiner pro-israelischen Stellungen mit dem Tode bedroht haben. In etlichen Telefongesprächen mit israelischen Arabern in Haifa und Jerusalem wurde uns gegenüber deutlich gemacht, dass man den jungen Mohammed für seine klare und mutige Stellung gegen die Entführung bewundere. „Viele glauben was Mohammed ausspricht, aber nur wenige haben den Mut, dies öffentlich zu bekennen und erst recht nicht über Facebook“, so Nasser (34) aus Haifa.  

Sehen Sie den mutigen Auftritt Mohammed Zoabis hier:

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