Vandalismus in einem christlichen Dorf nahe Safed

Donnerstag, 3. April 2014 |  NAI-Redaktion

Das Dörfchen Jish in Galiläa, in dem überwiegend katholische Maroniten leben, ist offenbar von radikalen Juden heimgesucht worden: Die Reifen von mehr als 40 Fahrzeugen wurden aufgeschlitzt und die Wände mit hasserfüllten Nachrichten beschmiert. Die Polizei untersucht die Vorfälle. Vermutlich geht der Vandalismus auf das Konto der „Price Tag“-Bewegung.

Der Leiter der Polizei in Safed, Xyoram Azulay, kündigte an: „Wir werden alles tun, um die Täter vor Gericht zu bringen. Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst“. In dem Dorf Jish leben rund 3.000 Menschen, die meisten sind katholisch, etwa ein Drittel sind Muslime.

Erst vor wenigen Tagen, während des Israel-Besuchs von US-Außenminister John Kerry, wurden die Wände des Deir Rafat-Klosters in der Nähe von Beit Shemesh beschmiert. Die Graffiti besagten „Amerika ist Nazi-Deutschland“ und „Jesus Affen“ oder „Kuh Maria“. Zudem wurden auch dort Reifen von Autos und die eines Lastwagens aufgeschlitzt. Auch dieser Vorfall wird noch von der Polizei untersucht, doch wahrscheinlich geht auch diese Attacke auf das „Price Tag“-Konto.

Übergriffe auf religiöse Stätten verschiedener Religionen haben in Israel stark zugenommen. Seit Anfang 2013 gab es mindestens 200 Graffiti-Angriffe auf christliche Orte sowie arabisch-jüdische Begegnungsstätten. Dafür werden israelische Extremisten verantwortlich gemacht. Sie firmieren unter dem symbolischen Kampfbegriff „Price Tag“, was für den zu bezahlenden Preis, also Vergeltung, stehen soll.

Foto: Eine „Price Tag“-Schmiererei im Ostteil Jerusalems. Die Schrift bedeutet: „Araber und Diebe. Keine Koexistenz“. Die Polizei ermittelt auch in diesem Fall.

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