Höchste Alarmstufe nach dem Tod von drei Terroristen

Samstag, 22. März 2014 |  Tommy Mueller

Spezialeinheiten der israelischen Armee und der Grenzpolizei haben in der Nacht zum Samstag in Dschenin drei Terroristen erschossen. Darunter war Hamza Abu-Aleija (22), einer der meistgesuchtsten Terroranführer in den Palästinensergebieten. Rund 15.000 Menschen nahmen an der Beerdigung der drei jungen Männer teil. Gleich drei Terrorgruppen kündigten in einer gemeinsamen Stellungnahme blutige Rache an: „Diese Märtyrer haben ihr Blut nicht vergeblich vergossen.“ Die israelischen Streitkräfte in Judäa und Samaria sind auf eventuelle Attacken vorbereitet.

Hamza Abu-Aleja galt als „tickende Zeitbombe“. Als Hamas-Mitglied mit besten Kontakten in den Gazastreifen steckte er hinter einer Vielzahl von Terroraktivitäten gegen Israelis. Nach Geheimdienstinformationen plante er einen Anschlag auf jüdische Siedler und Soldaten, der in naher Zukunft erfolgen sollte. Mehrere Versuche, in festzunehmen, waren bereits gescheitert. Doch nun konnten die Spezialkräfte – darunter die Anti-Terror-Spezialisten der Grenzpolizei, die Yamam – nach langer Vorbereitung ein Haus in der Palästinenserstadt Dschenin umzingeln, in dem er sich aufhielt.

Zunächst wurde ein Hund in das Haus geschickt, doch der wurde von dem Gesuchten erschossen. Abu-Aleija lehnte es ab, sich zu ergeben, und rannte aus dem Haus. Dabei schoss er mit einer Maschinenpistole um sich und verletzte zwei israelische Soldaten. Schließlich trafen ihn die Schüsse der Eliteeinheit tödlich. Das Gebäude wurde verwüstet (Foto).

In Dschenin kam es daraufhin zu schweren Ausschreitungen. Nach Militärangaben wurden die Soldaten von schwer bewaffneten Kämpfern beschossen und mit Sprengsätzen, Brandbomben und Steinen beworfen. Die Israelis töteten im Verlauf der Auseinandersetzungen zwei weitere Palästinenser, sechs wurden verletzt, drei Randalierer konnten festgenommen werden. Die Behörden sprachen von einem „sehr ernsten“ Zwischenfall. Überrascht habe die Brutalität, mit der der palästinensische Mob gegen die Soldaten und Polizisten vorgegangen sei.

Hamza Abu-Aleija war der Sohn von Jamal Abu-Aleija, dem Chef des militärischen Arms der Hamas im sogenannten Westjordanland. Der wurde wegen Terrorismus zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt und sitzt seit 2002 in einem israelischen Gefängnis.

Man werde sich an den Zionisten rächen und an Orten zuschlagen, wo es die Besatzer nicht erwarten. Das erklärten die Kassam-Brigaden (der militärische Arm der Hamas), die Al-Kuds-Brigaden (Islamischer Dschihad) sowie die Al-Aksa-Brigaden der Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Abbas. Dessen Sprecher verurteilte „die Eskalation der Gewalt gegen das palästinensische Volk.“

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