Jordanischer Junge bekommt in Israel neue Niere

Montag, 17. März 2014 |  NAI-Redaktion

Ärzte des Rambam-Hospitals in Haifa haben einem siebenjährigen Jungen aus Jordanien erfolgreich eine Niere verpflanzt. Spenderin des Organs war seine Mutter. In Jordanien wäre der komplizierte Eingriff nicht möglich gewesen. Die Operation erfolgte zu einer Zeit, als in Jordanien die anti-israelischen Demonstrationen einen neuen Höhepunkt erreichten.

Rund 2000 Menschen demonstrierten vor der israelischen Botschaft in der jordanischen Hauptstadt Amman. Sie forderten, dass König Abdullah II. den 1994 geschlossenen Friedensvertrag mit dem jüdischen Staat auflöst. Organisiert wurde der Protest von der Muslimbruderschaft.

Anlass der Proteste war der Tod eines jordanischen Richters am Allenby-Grenzübergang. Nach Armeeangaben hatte der Mann versucht, einem israelischen Grenzsoldaten die Waffe zu entreißen. Bei einer Rangelei wurde er erschossen. Das jordanische Parlament forderte daraufhin die Ausweisung des israelischen Botschafters bis zum morgigen Dienstag. Außerdem soll Israel einen früheren jordanischen Soldaten freilassen, der 2007 sieben israelische Schulmädchen umgebracht hatte.

Doch es gibt auch Zeichen der Hoffnung inmitten der angespannten Lage. Der sieben Jahre alte jordanische Junge war aufgrund eines Nierenversagens in kritischem Zustand. Die Eltern entschieden sich für den lebensrettenden Eingriff in Israel, wo die nötigen Genehmigungen rasch erteilt wurden. Mittlerweile wird er auf der Intensivstation des Rambam-Krankenhauses (Foto) gepflegt, die verpflanzte Niere seiner Mutter arbeitet einwandfrei.

Eine solche lebensrettende Hilfe für Jordanier und Palästinenser ist im Rambam-Krankenhaus nicht ungewöhnlich: Im vergangenen Jahr wurden dort rund 600 Patienten aus dem Bereich der Palästinensischen Autonomiebehörde behandelt, außerdem zahlreiche Schwerverletzte aus dem Bürgerkrieg in Syrien.

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