Grünes Licht für Baupläne: 1500 neue Wohnungen in Ramat Shlomo

Mittwoch, 30. Oktober 2013 |  Tommy Mueller

Nur wenige Stunden nach der Freilassung von 26 palästinensischen Kriminellen hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu umfangreiche Neubauprojekte angekündigt. So sollen allein im Jerusalemer Stadtteil Ramat Shlomo (Foto) 1500 neue Wohneinheiten errichtet werden. In Ramat Shlomo leben überwiegend ultraorthodoxe Juden. Der Stadtteil liegt in einem von den Palästinensern beanspruchten Gebiet im Norden Jerusalems. Der Regierungschef betrachtet den umstrittenen Wohnungsneubau offenbar als Entschädigung für die umstrittene Haftentlassung der palästinensischen Schwerverbrecher.

Die Regierung gab nicht nur grünes Licht für Neubauten in Ramat Shlomo. Die Bewohner des Viertels dürfen ihre bisherigen Unterkünfte nun auch erweitern. In diesem Gebiet gab es in der Vergangenheit keine arabische Bevölkerung; Ramat Shlomo wurde auf unbebauten Hügeln errichtet.

Zudem genehmigte die Regierung den Bau eines Besucherzentrums für die sogenannte Davidsstadt. Dieser Teil der Jerusalemer Altstadt wird von den Palästinensern als „besetztes Gebiet“ betrachtet. Zudem will Netanjahu die Pläne für den Aufbau eines Nationalparks am Hang des Skopusberges in Jerusalem vorantreiben. Der Nationalpark würde verhindern, dass die arabischen Dörfer sich in diesem Gebiet weiter ausbreiten können. Stattdessen soll dort ein Gelände für Naherholung, Wandern und Radtouren entstehen.

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