„Storch-Spion“ nach Freilassung in Ägypten erlegt und gebraten

Montag, 9. September 2013 |  Tommy Mueller

Das war nicht die Woche von Menes, einem Weißstorch, der auf dem Nil unterwegs war, um Futter zu suchen. Der Vogel fiel einem ägyptischen Fischer auf, weil er ein technisches Gerät an seinen Beinen trug. Der Mann schaltete blitzschnell: Der Storch muss ein israelischer Spion sein, darauf aus, in Ägypten Daten zu sammeln. Datensammeln steht ja derzeit bei Geheimdiensten hoch im Kurs. Menes, wie der Storch von den Ägyptern genannt wurde, wurde sofort eingefangen und landete – wie die meisten enttarnten Spione - hinter Gittern. Nachforschungen der Behörden ergaben jedoch, dass Menes Gerätschaft keineswegs vom israelischen Geheimdienst Mossad stammte, sondern von Wissenschaftlern, die damit die Flugroute der Störche dokumentierten.

Nachdem Menes Unschuld somit bewiesen war, wurde er rasch auf freien Fuß gesetzt. Vogelschützer erwarteten, dass der Storch nun in ein fischreiches Naturschutzgebiet im Süden Ägyptens ansteuern würde. Doch Menes entschied sich für eine naheliegende Insel im Nil. Damit war sein Schicksal besiegelt, wie die englische Zeitung The Guardianberichtet: Menes wurde erlegt und landete in einem ägyptischen Kochtopf. Das Essen von Störchen sei durchaus üblich, hieß es dazu von Seiten der enttäuschten Vogelschützer. Zumindest machten sie nicht Israel für Menes Tod verantwortlich. Was verwundert, denn die Ägypter hatten sich in den vergangenen Monaten beklagt, Israel würde Kampf-Haie in ihren Gewässern aussetzen uns Spionage-Adler über dem Land der Pharaonen kreisen lassen. Eine Art Massen-Paranoia. Da brat mir doch einer einen Storch ...

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