Südafrikanischer Abgeordneter: Israel ist kein Apartheid-Staat

Mittwoch, 5. Juni 2013 |  Ryan Jones

Pfarrer Dr. Kenneth Meshoe, ein Mitglied des südafrikanischen Parlaments, ärgert sich darüber, dass Israel vorgeworfen wird, ein Apartheid-Staat zu sein. Dies sei eine Beleidigung der südafrikanische Nation, die so viel habe durchmachen müssen. Dr. Meshoe hatte kürzlich San Francisco besucht, gerade zu der Zeit, als die amerikanischen Universitäten mit Anti-Israel-Propaganda überhäuft wurden. Die Demonstranten werfen Israel vor, sie behandelten die Araber in der Region wie ein Apartheid-Staat. „Als ein schwarzer Südafrikaner, der unter der Apartheid gelebt hat muss ich sagen, aus meiner Sicht kann Israel nicht mit der Apartheid in Südafrika verglichen werden.“

Das sagte Meschoe der Zeitung San Francisco Examiner. „Diejenigen, die diesen Vorwurf erheben, zeigen damit ihre Unwissenheit über das, was Apartheid wirklich ist.“ Meshoe erklärte, dass unter der südafrikanischen Apartheid, die ja ein juristisches System der Rassentrennung und Unterdrückung aufgrund der Hautfarbe war, schwarze Menschen nicht wählen gehen durften, sie durften nicht frei reisen oder bekamen keine höheren Positionen in der öffentlichen Verwaltung. Darüber hinaus wurden sie überall ausgegrenzt, von den öffentlichen Toiletten über die Schulen bis hin zu den Krankenhäusern. „Bei keinem meiner zahlreichen Besuche in Israel habe ich auch nur eines dieser Merkmale erkennen können,“ unterstrich Meshoe. Schwarze, braune und weiße Juden und die arabische Minderheit, alle können öffentliche Plätzen besuchen, sie gehen gemeinsam auf die Universität, in Restaurants, Wahllokale und sitzen im gleichen Bus. Die arabische Minderheit hat politische Parteien, sie sitzt im israelischen Parlament und ist in allen Berufen vertreten, in der Regierung, bei der Polizei, bei Sicherheitsdiensten. In den israelischen Krankenhäusern liegen palästinensische Patienten in Betten neben israelischen Juden. Nichts davon war während der südafrikanischen Apartheid möglich.“

Meshoe, der Vorsitzender der Afrikanischen Christlichen Demokratischen Partei ist, sagt, es sei verleumderisch und irreführend, Apartheid-Vorwürfe gegen Israel vorzubringen. Denn dies bagatellisiere das Wort Apartheid und minimiere und verharmlose das Ausmaß der Leiden, die die Südafrikaner mit schwarzer Hautfarbe ertragen mussten. Abschließend unterstrich Meshoe, dass Israel ein Modell der Demokratie, der Integration und des Pluralismus sei, das von vielen Nationen nachgeahmt werden sollte, insbesondere im Nahen Osten.

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