Israel warnt die Vereinten Nationen vor Ausweitung des Konflikts in Syrien

Dienstag, 5. März 2013 |  Michael Selutin

Der israelische Abgesandte bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor, hat einen Brief an den UN- Sicherheitsrat geschrieben. Er macht darauf aufmerksam, dass der Konflikt in Syrien auf israelisches Territorium übergeschwappt sei. Immer öfter landeten Granaten und andere Geschosse in Israel, bewaffnete Gruppen operierten mittlerweile offen in der demilitarisierten Zone an der syrisch – israelischen Grenze.

Prosor schrieb, dass „von Israel nicht erwartet werden kann, untätig daneben zu stehen, wenn seine Bürger einem lebensbedrohlichen Risiko ausgesetzt sind. Bisher hat Israel größte Zurückhaltung an den Tag gelegt.“

Die Vereinten Nationen haben eine 1000 Mann starke Friedenstruppe auf den Golanhöhen zwischen Israel und Syrien stationiert. Die Soldaten sind jedoch nicht bewaffnet und haben nur ein Mandat zur Beobachtung der Situation. Sie können und dürfen also nicht für Ruhe sorgen. Kroatien hat bereits angekündigt, seine 98 Soldaten von den Golanhöhen abzuziehen, wenn die Situation noch weiter außer Kontrolle gerät.

Israel hatte die Golanhöhen 1967 von Syrien erobert. Aufgrund des Waffenstillstandsabkommens darf Syrien keine Soldaten in dieser entmilitarisierten Zone stationieren. Es gab jedoch nie ein Friedensabkommen zwischen den beiden Staaten. Formell gesehen befinden sich Israel und Syrien noch im Kriegszustand.

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