Israel ist das erste Land der Welt, das seine Feinde finanziert

Freitag, 30. November 2012 |  Ryan Jones

Viele israelische Kommentatoren sind frustriert, dass Israel nicht einmal annäherungsweise alle seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um die Hamas bei der Gazaoffensive zu besiegen und dem Raketenterror ein Ende zu bereiten. Jeder weiß, dass Gaza sich nicht selbst versorgen kann und es fast sein gesamtes Wasser und einen großen Teil seiner Elektrizität aus Israel bezieht. Die Einwohner Gazas mussten nicht einmal auf ein Tröpfchen dieser Versorgung verzichten, während sie Raketen auf israelische Städte schossen.

Aber noch schockierender ist wahrscheinlich die Tatsache, dass die israelische Bank während des Krieges weiterhin gepanzerte LKW nach Gaza geschickt hat, die mit Millionen von Schekeln gefüllt waren. Israels Ynet Nachrichtenportal erklärte: „Die Hamas hat kein eigenes Bankensystem. Die Organisation bekommt Mittel von arabischen Ländern in Dollar, aber die Währung in Gaza ist Schekel. Also überbringt Israel jeden Monat Millionen von Schekel nach Gaza, im Austausch für die Dollarnoten.“

Der beliebte israelische Kommentator Dr. Guy Bechor beschrieb diese lächerliche Situation mit folgenden Worten: „Wir repräsentieren den ersten Fall in der Geschichte, in dem eine Seite seinen Feind versorgt und finanziert, und das sogar während eines Krieges zwischen den beiden.“

Aber es geht nicht nur um Israels übereifrige Erfüllung des Gebots, seinen Feind zu lieben. Die israelische Bank könnte sogar gegen israelische und westliche Gesetze verstoßen. In Israel und den meisten westlichen Ländern ist es für die Regierung und für finanzielle Institutionen illegal, Organisationen zu unterstützen, die als terroristisch eingestuft worden sind. Obwohl die Hamas ganz sicher eine Terrororganisation ist, begründet Israel seine Aktionen als „humanitäre Hilfe“. Ohne die Millionen israelischer Schekel könnte die Hamas keine Gehälter für Regierungsangestellte bezahlen und die meisten Einwohner Gazas wären arbeitslos. (Einige dieser „Regierungsangestellten“ bekommen übrigens ihr Gehalt für den Abschuss von Raketen auf Israel.)

Aber die Situation wird noch interessanter, wenn man bedenkt, dass in diesem Monat ein Gericht in New York entschieden hat, dass israelische Opfer von Angriffen der Hisbollah die libanesische Staatsbank verklagen können, da diese eine Filiale in New York hat. Die libanesische Bank hat Geldüberweisungen für eine Wohlfahrtsorganisation vorgenommen, die mit der Hisbollah verbunden ist. Diese Entscheidung hat jetzt auch die Tür für Opfer der Hamas geöffnet, die nun die israelische Bank durch eine ihrer Fillialen im Ausland verklagen können, wenn sie die Terrororganisation weiterhin unterstützt.

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