Was ist klein und macht große Schlagzeilen?

Freitag, 29. Juni 2012 |  Aviel Schneider

In Israel leben 7,5 Millionen Menschen, was 0,1 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht. Als Mini-Nation liefert Israel dennoch um einiges mehr Schlagzeilen als größere Nationen. Es ist kein Geheimnis, dass Israel die Mehrheit der Menschen nervt. Dafür gibt es politische und geistliche Erklärungen. In Syrien sind seit dem Volksaufstand gegen das Familienregime von Baschar el Assad über 16.000 Menschen im Zeitraum von 15 Monaten ums Leben gekommen. Im israelisch-palästinensischen Konflikt sind gemäß der israelischen Menschenrechtsorganisation Betzelem in den letzten 20 Jahren (seit den Osloer Verträgen 1993) 9500 Palästinenser getötet worden. Der Krieg in Tschetschenien (1994 bis 2001) forderte etwa 200.000 bis 300.000 Todesopfer. Seit Beginn der US-Invasion im Irak im März 2003, haben gemäß dem US-Forschungsinstitut Just Foreign Policy in Washington 1,4 Millionen irakische Bürger ihr Leben im Krieg verloren. Gemäß amerikanischen Militärangaben soll die Zahl der irakischen Toten viel geringer sein.

Egal wie man es betrachtet, Tatsache ist, dass außerhalb Israels weitaus mehr Menschen ums Leben kommen als im israelisch-palästinensischen Konflikt. Und dennoch wird Israel von den Weltmedien als der Aggressor in der Region dargestellt. Wenn es der westlichen Welt wirklich um Frieden, Freiheit und Menschenrechte geht, warum handelt der Westen selektiv und findet immer eine politische Ausrede um Israel anzuklagen? Der Judenstaat kämpft um seine Existenz neben einer fremden Religion, dem Islam. Anders als der syrische Staatschef Assad, der sein eigenes Volk abschlachtet, oder andere arabische Führer, die ihre eigenen Leute nicht achten, nimmt Israel Rücksicht auf die Palästinenser, ein fremdes Volk. Die Beweise dafür sind zahlreich im Internet zu finden. In Syrien sind in den letzten 15 Monaten mehr als 1000 Menschen im Monat ermordet worden. Demgegenüber verloren seit 1993 monatlich (nur) 20 Palästinenser ihr Leben, mitgezählt werden Betzelem zufolge auch Terroristen. Während des ägyptischen Aufstands kamen Ägypter im Fernsehen zu Wort. Sie lobten Israels Verhalten gegenüber den Palästinensern und verfluchten ihre eigenen Führer als grausame Herrscher. Dem Westen geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Ruhe im Nahen Osten. Für diese Ruhe muss Israel mehr als die arabischen Staaten bezahlen.

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