Netanjahus Freund unterstützt Barack Obamas Wahlgegner mit Mega-Spende

Montag, 25. Juni 2012 |  Aviel Schneider

Der amerikanisch-jüdische Milliardär Sheldon Gary Adelson (79) spendet für die Wahlkampagne des republikanischen Kandidaten Mitt Romney 100 Mio. US-Dollar. Kein anderer Amerikaner hat jemals so viel Geld im Wahlkampf gegen einen amerikanischen Präsidenten ausgegeben, wie Adelson, dessen Vermögen auf 26 Mrd. US-Dollar geschätzt wird und der auf Platz 12 der Forbes Liste der reichsten Männer der Welt steht. Das meldete letzte Woche der israelische Rundfunk. Die einen behaupten, er mache dies aus finanziellen Beweggründen, um die neue Steuerplanung der demokratischen US-Regierung unter Barack Obama zu torpedieren. Gesetzlich dürfen amerikanische Bürger die Wahlkandidaten mit unbegrenzten Geldsummen unterstützen. Aus amerikanischen Medienquellen geht hervor, dass die Demokraten über Adelsons Megasumme an ihre republikanischen Gegner überrascht und wütend sind. Andere sind der Meinung, Adelson habe versteckte politische Absichten. Der Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland ist ein enger Freund des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu und sehr in der israelischen Medienwelt für Netanjahu involviert. Adelson ist der Herausgeber der israelischen Gratiszeitung Israel HaYom (Israel Heute), die erstmals im Juli 2007 erschien und in Israel als ein Sprachrohr von Netanjahu gilt. Diese Zeitung hat knapp einen Leseranteil von 40 % und übertrumpfte damit die bisher größte Tageszeitung Israels, Jediot Achronot. Der zweite Name von Israel HaYom ist BibiTon, denn sie verbreitet nur Gutes über Bibi. Damit tat Adelson seinem Freund einen Gefallen und sorgte für ein Gleichgewicht in den israelischen Medien, die Netanjahu über die Jahre hinweg lieber kritisierten als lobten. Daher besteht der legitime Verdacht, dass sich hinter Adelsons einmaliger Geldspende für Barack Obamas Gegner auch ein politisches Interesse versteckt, denn ohne Zweifel ist eine US-Regierung ohne Obama für Israel und Netanjahu günstiger. Der Meinung ist jedenfalls die jetzige Regierungskoalition im Land, die Barack Obama als ein politisches Hindernis für Israel betrachtet. Die letzten vier Regierungsjahre haben bewiesen, dass Netanjahu und Obama sich gegenseitig nicht mögen.
Bild: Sehr enge Freunde: Sara und Benjamin Netanjahu und Miriam und Sheldon Adelson

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