Heute vor 30 Jahren

Dienstag, 5. Juni 2012 |  Aviel Schneider

Heute vor 30 Jahren, am 5. Juni, marschierten Israels Streitkräfte in der Operation „Friede für Galiläa“ in den Libanon ein. Der Hintergrund zum israelischen Feldzug im Libanon, Israels fünfter Krieg, waren die täglichen Katjuscha-Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels nördliche Ortschaften. Das Leben in den Bunkern wurde unerträglich und so entschied sich Israels damaliger Ministerpräsident Menachem Begin für die Operation im Libanon. Ziel war, die palästinensischen Terroristen und ihre PLO-Führung unter Jassir Arafat aus dem Libanon zu vertreiben, die unter anderem für den Bürgerkrieg im Libanon verantwortlich waren.
Anfänglich wurden Israels Soldaten mit Reis und Jubel der libanesischen Bevölkerung empfangen, die seit Mitte der siebziger Jahre unter dem blutigen Bürgerkrieg gelitten hatte. Infolge des Libanonkrieges und des Massakers von Sabra und Schatila, das von der christlichen Maroniten Miliz ausgeführt wurde, musste der ehemalige Verteidigungsminister Ariel Scharon 1983 nach einem Gerichtsverfahren in Israel zurücktreten. Israel unterstützte in seinem Feldzug die libanesischen Christen im Kampf gegen die eindringenden Syrer und drängte die palästinensischen Terroristen aus dem Libanon. Über 10.000 palästinensische Terroristen, einschließlich PLO-Chef Arafat, kapitulierten und wurden in andere arabische Länder evakuiert, hauptsächlich nach Tunesien. Damit hat Israel eigentlich sein militärisches Ziel erreicht.
In der dreijährigen Kriegsperiode bis Juni 1985 fielen 670 israelische Soldaten. Auf der arabischen Seite wurden 18.000 Gefallene gezählt. Im Juni 1985 zog Israel aus dem größten Teil des Libanon ab, behielt aber die Kontrolle über einen schmalen Streifen im Südlibanon, genannt Sicherheitszone. Dort blieben die israelischen Truppen bis Sommer 2000 zum Schutz gegen terroristische Anschläge auf den Norden Galiläas. Die Kinder der israelischen Soldaten, die an der dreijährigen Operation „Friede für Galiläa“ zwischen 1982 und 1985 teilgenommen haben (darunter der Autor dieses Artikels), dienen heute in den Reihen der israelischen Armee.

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