UN-Friedenstruppe von Beduinen bedroht

Freitag, 23. März 2012 |  Aviel Schneider

Vierhundert Beduinen umzingeln derzeit das Militärlager der internationalen UN-Friedenstruppe MFO (Multinational Force and Observers) auf der Sinai-Halbinsel. Die UN-Gesandten sollen gemeinsam mit ägyptischen Soldaten die Einhaltung des Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten wahren. Die bewaffneten Beduinen blockieren das UN-Lager, in dem hunderte Soldaten der UNO aus den USA, Kolumbien und Uruguay stationiert sind. Zu dem Aufstand kam es, weil fünf Beduinen von Soldaten verhaftet wurden. Seit 1979 patrouillieren 1400 blaue Friedenshelme aus 14 verschiedenen Nationen für die Sicherung des Friedens im Sinai. Nun aber scheint sich die politische Situation nach der arabischen Revolution im Ägypten zu ändern. Die ägyptische Armee verliert allmählich die Herrschaft über die Beduinenstämme im Sinai und darunter haben nicht nur Israel, sondern nun auch die stationierten Soldaten zu leiden. Die ägyptische Übergangsregierung hat angekündigt, den Konflikt zwischen den UN-Soldaten und den Beduinen lösen zu wollen. Auch Politiker aus Kairo haben sich im Sinai für die Öffnung der Zufahrtsstraße zum UN-Lager und für das Ende der Blockade eingesetzt. Von israelischer Seite her wird dieser Zwischenfall mit großer Sorge betrachtet, da die UN-Truppen höchstwahrscheinlich die Sinai-Halbinsel verlassen werden, wenn es zu gefährlich für sie wird. Darüber hinaus haben arabische und palästinensische Quellen mehrfach betont, dass die internationale Terrororganisation Al-Qaida einen großen Einfluss auf die Beduinenstämme im Sinai habe und mit ihrer Hilfe durch die Grenze nach Israel eindringe.

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