Obamas israelkritische Haltung verschreckt Juden in USA

Freitag, 16. September 2011 |  Tommy Mueller

Die amerikanischen Juden verweigern US-Präsident Barak Obama zunehmend die Unterstützung. Das zeigen neue Umfragen. Grund ist Obamas israelkritische Haltung. Bei der Präsidentenwahl 2008 konnte sich Obama noch darüber freuen, dass ihn etwa 80 Prozent der amerikanischen Juden unterstützt hatten. Doch dann zeigte sich, dass der neue US-Präsident eine andere politische Linie verfolgte als seine Amtsvorgänger. Unvergessen ist Obamas Rede in Kairo im Juni 2009. Darin verglich er die Lebensumstände der Palästinenser unter israelischer Herrschaft mit denen der Juden unter den Nazis und der Schwarzen unter der Apartheid. Auch fiel auf, dass Obama in seinen Reden die Muslime und den Islam stets ausführlich lobt und würdigt. Dagegen nutzte er im vergangenen Jahr seine Grußbotschaft zum jüdischen Neujahrsfest nur dazu, um einen Palästinenserstaat zu propagieren. Und auch in vielen Kleinigkeiten zeigte sich der neue Stil im Weißen Haus – etwa, als Obama die Hilfe nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti würdigte und alle möglichen Staaten aufzählte. Nur Israel ließ er aus – dabei hatte der kleine jüdische Staat nach den USA das größte und bestausgerüstete Hilfsteam vor Ort. Das alles hat Obama in seiner Heimat nicht nur jüdische Wähler gekostet, sondern auch finanzielle Unterstützung. Ein Drittel der jüdischen Spender, die 2008 seinen Wahlkampf unterstützten, hat dies für die Widerwahl-Kampagne bereits ausgeschlossen. Bemerkenswert ist zudem, dass Obamas Kurs ihm keine erhöhte Popularität in den muslimischen Ländern eingebracht hat: Auch dort wird nach neuen Erhebungen seine Politik stetig schlechter bewertet.

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