Erneuter Anschlag auf Gasleitung von Ägypten nach Israel

Mittwoch, 27. April 2011 |  ih Redaktion

Eine unbekannte Terrorgruppe hat am Mittwoch auf der Sinai-Halbinsel eine Gasleitung in die Luft gesprengt, die Erdgas aus Ägypten nach Israel und Jordanien befördert. Durch die Explosion brach ein Großbrand aus. Um ihn einzudämmen, wurde die Pipeline abgeschottet und die Gaslieferung gestoppt. Nach Angaben der ägyptischen Behörden gab es in der Nähe der Stadt Arish eine meterhohe Flammenwand. Es war bereits der zweite Anschlag auf die Gas-Pipeline: Am 5. Februar war sie nach einer Sprengstoff-Attacke bis zum 16. März außer Betrieb. In Ägypten muss sich derzeit der frühere Energieminister Fahmy vor der Staatsanwaltschaft rechtfertigen. Ihm werden undurchsichtige Finanzgeschäfte im Zusammenhang mit den Gaslieferungen nach Israel vorgeworfen. Israel bezieht rund 40 Prozent seines Erdgases aus Ägypten. Israels stellvertretender Außenminister Danny Ayalon erklärte in einer ersten Stellungnahme, Israel müsse sich eine unabhängige Energieversorgung durch eigenes Erdgas aufbauen. Vor der Küste Haifas waren im vergangenen Jahr große Gasvorkommen entdeckt worden, die aber noch nicht erschlossen sind.

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