Experten warnen vor Artenschwund im Mittelmeer

Mittwoch, 27. April 2011 |  ih Redaktion

Die Fisch-Population im Mittelmeer ist rückläufig, besonders große Arten wie Haie und Blauflossen-Thunfische sind gefährdet. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die jetzt veröffentlicht wurde. Professor Menachem Green von der Universität Tel Aviv und andere Wissenschaftler haben dafür Daten über 519 Fischarten gesammelt, die im Mittelmeer vorkommen. Sie befürchten, dass etwa zehn Prozent vom Aussterben bedroht sind. Akut gefährdet sind demnach Haie und deren enge Verwandte. Als Hauptübel sehen die Fischexperten den Einsatz von großen Schleppnetzen, die alles Leben auf dem Meeresgrund leer räumen – obwohl ein Großteil des Fangs dann kommerziell überhaupt nicht genutzt werden kann, vernichten die Schleppnetze wichtige Teile der Nahrungskette im empfindlichen Ökosystem. Eine weitere Gefahr sei der Bau von Bohrinseln weit vor der Küste. Dadurch würden Bereiche beeinträchtigt, in denen Fische ihre Eier ablegten. Vor der Küste Israels drohe eine weitere Gefahr: Dort finde man immer mehr Tiere, die vom Roten Meer über den Suezkanal ins Mittelmeer wanderten, und den dort heimischen Arten die Lebensgrundlage entziehen. Die Wissenschaftler fordern unter anderem Schutzräume im Mittelmeer mit einem totalen Fischereiverbot.

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