Jüdischer Familienvater beim Josephsgrab erschossen

Dienstag, 26. April 2011 |  ih Redaktion

Der gewaltsame Tod eines jüdischen Familienvaters sorgt in Israel für heftige Diskussionen. Eine Gruppe Israelis hatte sich am Sonntag am Jahrtausende alten Grab von Joseph in der Nähe von Nablus im sogenannten Westjordanland zum Beten versammelt, als die Schüsse fielen. Dabei wurde Ben-Yosef Livnat (24) aus Jerusalem getötet, fünf weitere Männer wurden schwer verletzt. Livnat war der Neffe des israelischen Knesset-Mitglieds Limor Livnat. Er hinterlässt vier Kinder. Die Gruppe von Breslauer chassidischen Juden war in mehreren Autos unterwegs und um 6 Uhr früh auf dem Heimweg von der heiligen Gebetsstätte, als sie von einem palästinensischen Jeep aus unter Beschuss kamen. Laut den Berichten konnten die verwundeten Männer zu einem nahegelegenen Militärstützpunkt fliehen, wo Livnat jedoch seinen Verletzungen erlag. Die restlichen Männer, darunter auch ein 17-Jähriger, wurden mit Hubschraubern in das Rabin-Medizinzentrum nach Petach Tikva gebracht. Die israelische Armee vermutet, dass es sich bei den Schützen um als Polizisten verkleidete Palästinenser handele. Es gibt auch Vermutungen, dass die jüdischen Männer von palästinensischen Sicherheitskräften beschossen wurden. Anonyme Quellen sagten der israelischen Nachrichtenagentur Ynet, dass die Namen der Schützen bekannt seien. Dem Gouverneur von Nablus, Jibril al-Bakri, zufolge handelte es sich hierbei um einen „Sicherheitsvorfall“, denn die Gruppe Israelis wurde nicht wie gewöhnlich von Soldaten der israelischen Armee zum Josephsgrab begleitet. Medienberichten zufolge entfachten Palästinenser nach den Schüssen vor dem Grab ein Freudenfeuer. Ministerpräsident Netanjahu forderte Palästinenserchef Abbas auf, alles zu tun, damit die Mörder gefasst und hart bestraft werden.

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