Vorwürfe an Polizei: Wird Mord an Rabbiner verschwiegen?

Mittwoch, 6. April 2011 |  ih Redaktion

Am selben Tag, als Jerusalem von einer Bombe erschüttert wurde, gab es ein weiteres Verbrechen, das jedoch von Israels Polizei bisher weitgehend unbeachtet blieb. Nachdem Rabbi Moshe Talbi seinen Sohn zur Schule gebracht hatte, wurde er auf dem Weg in die nahegelegene jüdische Gemeinde Revava in Samaria getötet. Dort wollte er seine Tochter besuchen. Er wurde mit einem Kopfschuss neben seinem Auto mit laufendem Motor gefunden. Nachdem die Polizei die Szene 20 Minuten untersucht hatte, kam sie zu dem Schluss, dass es sich um einen Selbstmord handele. Der Fall wurde unter den Tisch gekehrt und blieb auch in den Medien weitgehend unbeachtet. Doch Talbis Familie will die Polizei nun zwingen, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Sie ist der Meinung, es handele sich um einen Verbrechen terroristischer Palästinenser. Die Familie hat darüber hinaus einen professionellen Pathologen engagiert, welcher blaue Flecken an Talbis Beinen fand und einen Kampf als deren Ursache sieht. Außerdem hat er vier Patronenhülsen am Tatort entdeckt. Talbis Waffe fand man an seiner linken Seite, obwohl er von rechts erschossen wurde. Der Familie zufolge fehlt dem Rabbiner auch jegliches Motiv für einen Selbstmord. Er hatte keine finanziellen Schwierigkeiten, war glücklich verheiratet, hat sieben Kinder und hatte außerdem keine Feinde. Die Familie glaubt an einen kaltblütigen Mord. Die Polizei weigert sich, die Akten des Falles herauszugeben. Es gibt Vermutungen, dass die Polizei den Mord verschweigt, um nicht mehr Hass der jüdischen Bevölkerung gegenüber den Palästinensern zu schüren, und um die Juden in dem Gebiet nicht als Opfer erscheinen zu lassen.

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