Richter Goldstone nimmt Bericht zurück

Sonntag, 3. April 2011 |  ih Redaktion

Der von der UNO-Beauftragte Richter Richard Goldstone nahm seinen Bericht bezüglich der Missetaten Israels im Gazakrieg („Operation Gegossenes Blei“) in einem Artikel in der „Washington Post“ zurück. Der 575-seitige Bericht vom September 2009 beschwört, dass Israel absichtlich Frauen und Kinder im Gazakrieg getötet habe. In Israel wird dieser Schritt zwar begrüßt, aber der damalige Ministerpräsident Ehud Olmert meinte, dass es zu wenig Aktion und darüber hinaus zu spät sei, denn diese Behauptungen sind in aller Welt publiziert worden und können nicht vergessen gemacht werden. Ministerpräsident Netanjahu meinte heute, dass dieser Bericht in die Mülltonne der Geschichte gehöre. Der ehemalige Justizminister, Prof. Daniel Friedman, ist der Meinung, dass sich die Untersuchungsbehörde von vornherein gegen Israel gestellt hat und der jüdische Staat gut daran tat, nicht zu kooperieren. Nur der Knessetabgeordnete und ehemalige Minister Isaac Herzog – der sich damals als einziger für eine Zusammenarbeit mit dem Goldstone-Komitee ausgesprochen hatte - ist weiterhin der Meinung, dass Israel falsch entschieden habe und diese ganzen Lügen durch Kooperation hätte verhindern können. Die Palästinensische Autonomiebehörde und die Verantwortlichen im Gazastreifen haben sich nicht über die Aussage Goldstones geäußert. Dr. Mustafa Barghuti von der „Nationalen Palästinensischen Initiative“ meinte, mehrmals mit Goldstone gesprochen zu haben und gab bekannt, er würde weiterhin auf der Richtigkeit seines Berichts verharren.

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