Schabbat-Lesung und Kommentar

Freitag, 1. April 2011 |  nai news

Schabbat „Tasria – Wenn sie empfängt“
3. Mose 12,1 bis 13,59; 2. Könige 4,42-5,18

Kommentar:
Unsere Wochen-Parascha, die normalerweise eine doppelte ist, setzt die Reihe der Thora-Gebote fort, die sich dem Leib widmen. Sie begann in der letzten Lesung mit den Speisegesetzen. Wieder gibt uns Gottes Wort Vorschriften bezüglich dessen, was für Gottes Volk aus Seiner Sicht „heilig“ und „rein“ bzw. „unheilig“ und „unrein“ ist. Nun betreten wir u. a. auch den intimen Bereich, wie z. B. die Sexualität. Angefangen mit dem „Gesetz für die Wöchnerinnen“, in dem wir nun Reinheit und Unreinheit betrachten.

Wir lesen im 12. Kapitel von den sieben „unreinen“ Tagen (nidda) nach der Niederkunft der Frau, sowie den sich anschließenden 33 Tagen der „Blutreinigung“ (tehara). Somit ist sie nach der Geburt eines Jungen insgesamt 40 Tage unrein für jeden sexuellen Verkehr und das Betreten des Heiligtums. Das sind heute die Gotteshäuser, wie Synagoge und Kirchgemeinde.

Nach der Geburt eines Mädchens ist die Zeit der Unreinheit doppelt so lang, nämlich 80 Tage (14 + 66). Nach Ablauf dieser Zeit wird ein Brandopfer dargebracht. Bei den Armen wiederum in Gestalt zweier Tauben. So taten es auch die Eltern von Jeschua nach dessen Geburt (siehe Lukas 2, 21-24). Heute geht eine religiöse Jüdin nach der Niederkunft während dieser Unreinheitstage kaum aus dem Haus und führt das rituelle Mikweh-Tauchbad durch, um sich zu reinigen.

Im 13. Kapitel in Leviticus lesen wir von den verschiedenen Hautkrankheiten, Ausschlägen bzw. Aussatz und wie der Priester handeln soll. Auch über die Abgrenzung eines Aussätzigen im Volk und was ihm erlaubt bzw. verboten ist, lesen wir. Zum Schluss lesen wir vom Aussatz am Kleidungsstück, das gewaschen oder verbrannt wird – so dass es nicht weiter schadet.

In der nächsten Schabbat-Lesung, ab Kapitel 14, lesen wir von der Reinigung und Heilung vom Aussatz! Übrigens, in Jerusalem im Hinom-Tal befindet sich das historische „Tal der Leprakranken“. Man kann noch die Höhlen sehen, in denen sie einst lebten, da sie nicht in Berührung mit den Gesunden kommen durften. Mit Seilen wurden ihnen die Speisen heruntergelassen, wie es auch im Oskar-prämierten Film „Ben Hur“ zu sehen ist.

Der angepasste Prophetenabschnitt aus 2. Könige 5 spricht von dem Aussatz-Fall Naaman, dem assyrischen Feldherrn, der seine Heilung durch einen jüdischen Propheten in Israel und im Jordanfluss erhielt. Doch das Geheimnis seiner Heilung lag eigentlich im Brechen seines stolzen Herzens und der inneren Demut! Mehr darüber nächste Woche.

Michael Schneider

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