Schabbatlesungen und Kommentar

Freitag, 4. März 2011 |  ih Redaktion

Wochenabschnitt „Schekalim“: Pekudej - „Aufwendung“
2. Mose 38,21 – 40,38; 1. Könige 7,51–8,21 (Sonderabschnitt: 2. Kön. 12,1-17)

Kommentar:

Unsere Lesung, die wegen des diesjährigen Schaltjahrs wie üblich von einer Doppellesung abgetrennt wurde, ist die letzte Lesung aus dem zweiten Buch Mose.

Nachdem alles vollendet war, Geräte und Kleider, gefertigt aus feinstem Gold und feinsten Stoffen, sowie die Menschen gereinigt waren und „Mose das Werk beendete“ (40,33), konnte der HERR diese „Wohnung“ (Mischkan) nun mit Seiner Wolke überdecken. „Und die Herrlichkeit Gottes füllte die Wohnung“, wie auch schon zur Zeit König Salomos, als er den Bau des ersten Tempels vollendete.

In unserem persönlichen Wandel mit Gott können auch wir erst dann mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, wenn unser Herz und unser Haus gereinigt sind. Das Herz und unser Haus sollen Ihm allein gehören. Dann erst, zu Seiner Zeit, wird Er uns in neue Dienste hineinführen. Erst wenn der Mensch Dankbarkeit, Demut und Gnade zeigt, zeigt Gott ihm einen neuen Weg.

Als das Werk vollendet war, bat Gott Mose, den Hohepriester Aharon mit Salböl zu salben. Danach auch dessen vier Söhne.

Drei Ämter wurden in der Bibel gesalbt: Der Prophet, der Priester und der König. Alle diese Personen könnte man demnach „Maschiach“, Gesalbter, nennen. David nannte König Saul, obwohl er von ihm bedroht und verfolgt wurde, stets „Maschiach Adonai“, Gesalbter des Ja (HERRN).

Darum muss man bei Jeschua, Jesus, immer „HaMaschiach“ sagen. Nur Jeschua hat alle drei Funktionen erfüllt. Als er kam, war er wie ein Prophet (nawie) und sprach von dem, was kommen wird. Heute ist er uns ein (Hohe)Priester (hebr. cohen) für unsere Sünden. Und wenn er wiederkommt, wird er als König (hebr. melech) erscheinen! Darum „Jeschua HaMaschiach“ – Jesus, DER Gesalbte!

Mose weihte den Mischkan-Tabernakel am 1. Nissan. Das ist der erste Monat der Bibel, der Erlösungsmonat, in dem auch das Pessachfest gefeiert wird. Dies geschah im zweiten Jahr nach dem Auszug aus Ägypten.

Die „Wolke“, der Heilige Geist, „erhob sich, und die Söhne Israel brachen auf“. Und Gott führte sie durch die Wildnis und wanderte mit ihnen. Solange sich jedoch die „Wolke nicht erhob, brachen sie nicht auf“. Möge dies uns eine Lehre sein! Besonders all denen, die – gut gemeint – eilig und hastig direkt nach ihrer Bekehrung auf die Straßen „stürmen“. Gott will erst in der Person und im eigenen Zuhause wirken. Danach folgen größere Dienste im Reich Gottes und entsprechende Werke.

Vergessen wir nicht die 40 Jahre, die Mose brauchte! (Manchmal kann man, wenn es zu früh und der Mensch noch unreif ist - mehr Schaden anrichten, als Gutes bewirken.)

Mögen wir alles in Gottes Hände und in Seinen Zeitplan legen!

Wieder wurde ein Buch Mose der fünf Thora-Bücher abgeschlossen. In den Synagogen ruft man am Schluss jedes Thorabuchs die drei Worte aus, die wir jetzt auch ausrufen wollen: „Chasak, chasak we-nitchasek!“
Auf Deutsch: „Stark, stark und lasst uns gestärkt sein!“

- Michael Schneider –

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