Fröhliches Schawuoth-Fest

Dienstag, 18. Mai 2010 |  ih Redaktion
Heute Abend beginnt das Wochenfest Schawuoth. Das Fest schließt die seit dem Abend des ersten Festtages begonnene Omer-Zählung von 49 Tagen ab. In diesen Wochen der Omer-Zählung, die tagtäglich das Pessachfest mit dem Gedenken an die körperliche Befreiung mit dem Höhepunkt von Schawuot – der Erinnerung an die geistige Freiheit – verbindet, können wir die Erfahrungen unserer Vorfahren erneut durchleben, wie diese tatsächlich die Offenbarung der Torah am Sinai mitgemacht und die Torah entgegengenommen haben. Es war in der Tat ein sehr langer Weg, den das Volk Israel in der kurzen Zeitspanne von nur 50 Tagen zurücklegten. Er erstreckte sich von den Abscheulichkeiten der damaligen ägyptischen Kultur, bei der moralische Verderbtheit und Vielgötterei vorherrschten, bis hin zum reinen, unverfälschten Monotheismus am Berge Sinai, wo der Jude die Torah mit dem Ausruf aus 2. Mose 24,7: „Na´aseh Venishma – Wir werden tun, und wir werden verstehen“, entgegennimmt. Dieser gewaltige Anstieg konnte vom Abgrund Ägyptens zu den erhabenen Höhen von Sinai nur deswegen gelingen, weil alle Beteiligten einen reinen, unkomplizierten Glauben an Gott hatten, von dem Tag an, da Eltern und Kinder, Frauen und Kleinkinder, insgesamt mehrere Millionen Menschen, sich auf den Weg durch die unwirtliche Wüste machten. Dass dieses Unternehmen gegen alle Regeln der Vernunft verstieß, flößte ihnen keinen Schrecken ein; sie folgten ganz einfache dem göttlichen Ruf in vollem Vertrauen. Aus dem kabbalistischen Werk Sohar ist bekannt, dass die frühen Chassidim die ganze Nacht von Schawuot wach blieben und Torah lernten (Sohar Bereshit 8a, Wajikra 97b). Diesen Brauch haben die meisten Torahkenner übernommen. Als Grund dafür kann man, nach dem einfachen Verständnis, nennen: beim Geben der Torah schlief das Volk die ganze Nacht hindurch und am Morgen mußte sie der Heilige, gepriesen sei ER, aufwecken für das Geben der Torah, wie im Midrash steht, und das korrigieren wir mit dem nächtlichen Lernen. Wir melden uns wegen des Feiertages erst am Donnerstag wieder.

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