Kindertransport reist wieder von Prag nach London

Freitag, 4. September 2009 |  ih Redaktion
Über 200 Personen reisen diese Woche mit einem Dampfzug von Prag nach London in einer Wiederholung der dramatischen Rettung von Hunderten Kindern während dem Holocaust in den sogenannten „Kindertransporten“. Die Kinder, die meisten von ihnen jüdisch, wurden vom Nazi-besetzten Prag mit Hilfe des britischen Geschäftsmannes Nicholas Winton gerettet. Winton, damals ein 30 jähriger Börsenmakler ohne jede Verbindung zur jüdischen Gemeinschaft, reiste 1939 in die Tchechoslowakei, um die Kinder zu retten. Seine eigene Regierung, sowie andere, die er um Hilfe bat, verweigerten ihm jede Hilfe mit der Behauptung, seine Befürchtung um die Sicherheit der Kinder sei unbegründet. Mit Hilfe von Freunden, finanzierte er 669 Kindern die Reise nach England. Dort gab er Zeitungsanzeigen auf, um Familien für die Kinder zu finden. Es gelang ihm jedes Kind unterzubringen. 218 der heutigen Passagiere sind Verwandte der Kinder, die von Winton gerettet wurden. Bei ihrer Ankunft heute in London werden sie von Winton in Empfang genommen, der heute 100 Jahre alt ist. Winton, der vor sieben Jahren von Königin Elizabeth für seine Tat geadelt wurde, hat mehr als 50 Jahre lang seine Tat geheim gehalten. Sie wurde von seiner Tochter entdeckt, als diese dem Rentner den Speicher aufräumte und unter anderem Dankesbriefe der Geretteten fand. In der Folge wurde auch ein Film über die Rettung der chechischen Kinder gedreht.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.

Aktuelle Ausgabe

FERIENWOHNUNG IM HERZEN VON JERUSALEM

Informationen unter:

E-Mail: info@israelheute.com

TEL.: 00972-2-6226880