Bericht: Folterungen in PA-Gefängnissen gang und gäbe

Sonntag, 3. August 2008 |  ih Redaktion
Zwei Menschrechtsorganisationen haben die weit verbreiteten Misshandlungen und die Folter in palästinensischen Gefängnissen angeprangert. Die Thematik ist vor dem Hintergrund erneuter Gewaltausbrüche zwischen Hamas und Fatah im Gazastreifen derzeit von erhöhter Aktualität. Im vergangenen Jahr haben palästinensische Sicherheitskräfte sowohl im sogenannten Westjordanland als auch im Gazastreifen eine große Anzahl willkürlicher Festnahmen durchgeführt. Wie die palästinensische Menschenrechtsorganisation Al Haq in einem aktuellen Bericht mitteilt, wurden von den mehr als 2000 Verhafteten 20 bis 30% brutal geschlagen oder gefoltert. Auch die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisiert die Zustände in palästinensischen Gefängnissen. „Der Einsatz von Folter ist dramatisch angestiegen“, sagt Fred Abrahams von HRW und betont gleichzeitig, dass auch die Truppen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas genauer beobachtet werden müssten: „Die internationale Gemeinschaft hat der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) 8 Milliarden Dollar zugestanden, und das verleiht ihr die schwere Verantwortung, sicherzustellen, dass die Sicherheitskräfte keine Folter anwenden und die Menschenrechte respektieren.“

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