Yad Vashem: Ausstellung über moslemische Gerechte der Nationen

Dienstag, 30. Oktober 2007 |  nai news
Die Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem bietet erstmalig eine Ausstellung an, in der es um Moslems geht, die während des Holocausts Juden gerettet haben. Die Ausstellung konzentriert sich dabei vor allem auf dutzende moslemischer Albaner, die vor kurzem als „Gerechte unter den Nationen“ anerkannt wurden, da sie ihre Leben riskierte, um Juden während des 2. Weltkrieges zu retten. Gezeigt werden u.a. Fotografien des amerikanischen Fotografen Norman Gershman, die die albanischen Retter und ihre Familien zeigen. Vor dem Krieg lebten 200 Juden in Albanien, nach Hitlers Machtübernahme flohen hunderte von Juden aus Jugoslawien, Deutschland oder Griechenland in das Land. Als die Nazis 1943 Albanien besetzten, weigerte sich die Bevölkerung, den Besatzern eine Liste mit den Juden im Land zu übergeben. Die lebensrettende Hilfe durch die Moslems basierte auf „Besa“ – einem Ehrenkodex, der übersetzt bedeutet, dass man sein „Versprechen hält“. So gut wie alle Juden in Albanien wurden gerettet. Mehr als 70 Moslems sind unter den 22.000 nichtjüdischen Gerechten der Nationen verzeichnet.

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