News Archive

Mai 2013

Russische Raketen für Syrien: Israel ist auf der Hut
Freitag, 31. Mai 2013
Mit der Lieferung von modernen S-300-Raketen an Syriens Diktator Bashar Assad gießt Russland Öl ins Feuer des syrischen Bürgerkriegs. Mit diesen Raketen wird Syriens Militär erstmals in die Lage versetzt, der israelischen Luftwaffe ernsthaft zu schaden. Mit ihrer Reichweite von 200 Kilometern könnten diese Raketen nicht nur israelische Kampfjets vom Himmel holen, sondern auch den zivilen Luftverkehr des Ben-Gurion-Flughafens bei Tel Aviv gefährden. Assad hatte erklärt, er habe die erste Raketenlieferung bereits erhalten, weitere würden demnächst folgen. Doch da scheint der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein.
Tochter eines Terroristen fordert: Schluss mit den Lügen!
Freitag, 31. Mai 2013
Nonie Darwish ist die Tochter von Mustafa Hafez, des ehemaligen Chefs des Nachrichtendienstes von Gaza zur Zeit der ägyptischen Kontrolle über den Küstenstreifen. Zu dieser Zeit gründete Hafez die Fedajeen, die erste Terrorgruppe, die zwischen 1951 und 1956 Überfälle an Israels südlicher Grenze verübte. Hafez wurde mit einer Briefbombe getötet, die die israelische Armee ihm schickte. Nonie war damals acht Jahre alt. Es war Israels erste gezielte Tötung, Hafez wurde zum Shahid (Märtyrer) erklärt. Sogar der ägyptische Präsident Nasser schwor Rache und forderte von der kleinen Nonie, „das Blut des Vaters zu sühnen und Juden zu töten.“
Israel-Video des Tages: Araber lieben Rami Levi
Freitag, 31. Mai 2013
Wenn man die Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt verfolgt, entsteht rasch der Eindruck, dass sich Juden und Muslime stets und überall feindlich gegenüberstehen. Aber das stimmt nicht. Israelische Soldaten und Siedler, arabische Arbeiter mit ihren Familien – sie alle treffen sich friedlich bei Rami Levi. Da geht es dann nicht um Politik, sondern um die neuesten Sonderangebote, denn Rami Levi ist eine Supermarktkette. Sie ist zu einem lebendigen Symbol eines friedlichen Miteinanders geworden. Ein Beitrag der israel heute-Fernsehredaktion.
Kurznachrichten
Freitag, 31. Mai 2013
+++ Michael Schneider, Journalist aus Jerusalem und Co-Editor des israel heute-Magazins, ist zu einer Vortragsreise in Deutschland unterwegs. Sein Thema: aktuelle Brennpunkte im Nahen Osten und deren Bewertung aus biblischer Sicht. Heute Abend spricht Michael Schneider in Bad Blankenburg, am Samstag in Ludwigstadt und am Sonntag in Schwarzenbach am Wald. Für weitere Informationen und Termine Hier klicken! +++ Die durchschnittliche Haltezeit eines Zuges an einer Haltestelle in Europa beträgt 20 Sekunden, während sie bei der Jerusalemer Straßenbahn bei bis zu 45 Sekunden liegen kann, wie die Stadtverwaltung herausfand. Bis zu zehn Minuten beträgt die Verzögerung auf die gesamte Strecke gesehen – bei einer Gesamtfahrzeit von 49 Minuten nicht gerade wenig. Helfen gegen die unproduktiven Einstiegsgewohnheiten soll eine Kampange mit dem Slogan „Zuerst wird ausgestiegen, dann wird eingestiegen.“
Schabbatlesungen 1.Juni 2013
Freitag, 31. Mai 2013
„Schlach Lecha - Sende Dir“
Wochenabschnitt: 4. Mose 13,1 - 15,41
Haftara-Prophetenlesung: Josua 2, 1-24
Finanzminister umwirbt Ultraorthodoxe: Wir brauchen Euch!
Donnerstag, 30. Mai 2013
Finanzminister Yair Lapid hat sich in einer Rede an die ultraorthodoxe Bevölkerung gewandt und für seine umstrittene Militärreform geworben. Man brauche die Ultraorthodoxen als Kämpfer in der Armee, um das Land zu verteidigen. Lapid forderte die Strengreligiösen auf, sich nicht vom Rest der Gesellschaft auszuschließen. Der Staat Israel sei gegründet worden, damit Juden ohne Angst vor Verfolgung ihren Glauben leben können: "Wir können nicht weitermachen wie bisher. Wenn Syrien fällt und Tausende von al-Kaida-Kämpfern unsere Grenzen belagern, ist das auch Euer Problem, und wir brauche Euch an den Waffen."
Ari Mendel verkauft über Ebay seinen Platz im Himmel
Donnerstag, 30. Mai 2013
Der amerikanische Jude Ari Mendel hat bei der Internet-Handelsplattform Ebay seinen Platz im Himmel angeboten. Der Einstiegspreis war 99 Cent, er stieg in kurzer Zeit auf 100.000 US-Dollar. „Ich bin vom geraden Weg abgekommen und habe viel im Leben falsch gemacht. Aber zuvor habe ich als orthodoxer Jeschiwa-Schüler viele Gebote gehalten“, schrieb Mendel in seinem Angebot, worüber die orthodoxe Webseite Kikarhashabat berichtete.
Israel-Video des Tages: Presse schützt Steinewerfer
Donnerstag, 30. Mai 2013
Rund um Jerusalem schon fast Alltag: Randalierende arabische Jugendliche werfen Steine und Brandbomben auf israelische Sicherheitskräfte. Dieses Video zeigt, welche Rolle einige Medienvertreter bei diesen Auseinandersetzungen übernehmen. Sie lassen sich von den Randalierern als menschliche Schutzschilde missbrauchen. Es gibt keinerlei Versuche der Fotografen, sich von den Gewalttätern zu distanzieren. Würde die Polizei masssiv durchgreifen, kämen die Journalisten nicht ungeschoren davon - entsprechend groß wäre die internationale Empörung.
Kurznachrichten
Donnerstag, 30. Mai 2013
+++ Über aktuelle Themen rund um das Heilige Land spricht Michael Schneider aus der israel heute-Redaktion bei seiner Vortragsreise in Deutschland. Auftakt ist morgen, Freitag, um 19:30 Uhr in 07422 Bad Blankenburg, Evangelisches Allianzhaus, Esplanada 5-10a. Infos: Thomas Günzel, Tel. 0367 41 210, info@allianzhaus.de Thema: "Die aktuelle Lage Israels und des Nahen Ostens - biblisch beleuchtet". Für weitere Informationen und Termine Hier klicken! +++ Der Prozess gegen Israels früheren Außenminister Avigdor Lieberman (rechts im Bild) hat begonnen. Er ist wegen Korruption angeklagt, weist die Vorwürfe aber zurück. Er hat sein Amt bis zur Klärung der Vorwürfe niedergelegt.
Arabische Jugendliche zündeln - Jerusalemer Feuerwehr im Dauereinsatz
Mittwoch, 29. Mai 2013
Arabische Jugendliche aus dem Ostteil Jerusalems halten Polizei und Feuerwehr mit einer Serie von Brandstiftungen in Atem. Seit Anfang des Monats ist die Feuerwehr bereits 15 Mal zu Bränden von Gras und Gebüsch auf dem Ölberg gerufen worden. Die Ermittlungen haben ergeben, dass die Feuer absichtlich gelegt wurden. Wenn die Einsatzkräfte an den Brandorten ankamen, stießen sie häufig auf Steinbarrieren und wurden mit Steinen beworfen. Die Polizei vermutet, dass es sich bei den Brandstiftern um Jugendliche aus dem nahegelegenen arabischen Dorf Issawiya handelt.
Israel setzt beim Tourismus auf Chinesen und evangelikale Christen
Mittwoch, 29. Mai 2013
Tourismusminister Uzi Landau ist davon überzeugt, dass Israel noch weit mehr Touristen anziehen könne als bisher. Bei einer internationalen Tourismuskonferenz in Jerusalem nannte er drei Wachstumsbereiche: Neben dem nationalen Tourismus setze er auf Besucher aus China sowie auf evangelikale Christen. "Wir glauben an unser Produkt. Wir glauben an unser Angebot für Touristen. Wir sehen es ja selbst jeden Tag", unterstrich der Minister. In Europa würden sechs Prozent des Bruttosozialprodukts durch Tourismus erwirtschaftet, in manchen Ländern sogar neun Prozent. In Israel seien es bislang nur 2,3 Prozent.
Israel-Video des Tages: Aktuelle TV-Nachrichten
Mittwoch, 29. Mai 2013
Die Fernsehredaktion von israel heute produziert jede Woche aktuelle Fernsehnachrichten, die europaweit über den Sender Bibel TV ausgestrahlt werden. In der aktuellen Ausgabe geht es unter anderem um die bevorstehenden Wahlen im Iran und die Ausstellung eines beeindruckenden antiken Mosaiks aus Israel in Paris. Sprecherin ist in dieser Woche Carolin Weiß
Kurznachrichten
Mittwoch, 29. Mai 2013
+++ Über brandaktuelle Themen spricht Michael Schneider bei seiner Vortragsreise in Deutschland. Auftakt ist am Freitag, 31. Mai um 19:30 Uhr in 07422 Bad Blankenburg, Evangelische Allianzhaus, Esplanada 5-10a. Infos: Thomas Günzel, Tel. 0367 41 210, info@allianzhaus.de Thema: Die aktuelle Lage Israels und des Nahen Ostens-biblisch beleuchtet. Für weitere Informationen und Termine Hier klicken! +++ Palästinenserchef Abbas hatte auf dem Weltwirtschaftsforum in Amman zusammen mit Israels Präsident Peres und US-Außenminister Kerry seinen Wunsch nach Frieden bekräftigt. Gleich danach ernannte er den PLO-Terroristen Hussein Fayyad zu seinem politischen und militärischen Berater. Fayyad war 1978 für einen Terroranschlag auf einen Omnibus (Foto) verantwortlich, bei dem 38 Israelis getötet wurden, darunter 13 Kinder.
Palästinenserfamilie bietet Fragmente der Schriftrollen vom Toten Meer an
Dienstag, 28. Mai 2013
Die Entdeckung der antiken Schriftrollen in einer Höhle beim Toten Meer war 1947 eine der größten archäologischen Sensationen des Jahrhunderts. Die sogenannten Qumran-Schriftrollen enthielten biblische Texte, die über Jahrhunderte buchstabengenau überliefert worden waren. Jetzt machen die alten Papyrusrollen erneut Schlagzeilen: Die palästinensische Familie, die die Rollen damals entdeckte, hat offenbar Fragmente davon jahrzehntelang in einem Schweizer Depot gelagert und bietet sie jetzt zum Verkauf an. Das ärgert die israelische Altertumsbehörde, die die gesamten Rollen als ein kulturelles Erbe des jüdischen Staates betrachtet.
Minister Bennett: Wir haben kein Land zu verkaufen
Dienstag, 28. Mai 2013
"Jedesmal, wenn wir Land abgeben, werden Menschen umgebracht." Das unterstrich Israels Wirtschafts- und Handelsminister Naftali Bennett, der Chef der national-religiösen Partei "Bayit Yehudi" ("Jüdisches Heim"). Bennett, der der Regierungskoalition angehört, widersprach öffentlich Staatspräsident Shimon Peres. Der hatte sich beim Weltwirtschaftsgipfel in Jordanien für neue Gespräche mit den Palästinensern ausgesprochen und deren Präsident Abbas als Partner im Friedensprozess gewürdigt. Peres will über eine Zwei-Staaten-Lösung verhandeln. Für Bennett kommt das überhaupt nicht in Frage: "Es ist jetzt die Zeit um klarzustellen: Das ist unser Land und es ist nicht zu verkaufen", erklärte der Minister.
Israel-Video des Tages: Flucht vor Raketen und Chemiewaffen
Dienstag, 28. Mai 2013
Sirenen heulen, Menschen rennen in Luftschutzräume, Gasmasken werden angelegt. Israel übt in dieser Woche, wie sich die Bevölkerung bei einem Angriff verhalten soll. Bei der "Woche des nationalen Notstands" werden verschiedene Krisenszenarien durchgespielt. Das englischsprachige Video zeigt Szenen aus einer Schule: Beim Sirenenalarm flüchten Kinder und Lehrer in einen Schutzraum im Keller. Dort sollen alle zehn Minuten lang bleiben.
Israel diskutiert über einen "jüdischen Kanzler in Deutschland"
Dienstag, 28. Mai 2013
Deutschland ist bereit für einen jüdischen Kanzler. Dieser Meinung ist der britische Journalist und Autor David Crossland. In seinem Politik-Thriller „Der jüdische Kandidat“ greift er dieses Thema auf. In Israel sorgt der Roman für heftige Diskussionen. Es geht um eine Neo-Nazi-Verschwörung, bei der der erste jüdische Kanzler-Kandidat Rudolf Gutman ermordet werden soll. Erzählt wird der temporeiche Thriller aus der Sicht eines Londoner Zeitungs-Reporters, der zufällig auf die Verschwörung stößt.
Kurznachrichten
Dienstag, 28. Mai 2013
+++ Michael Schneider aus Jerusalem ist zu Vorträgen in Deutschland unterwegs. Im Gepäck hat der Journalist brandaktuelle Themen, vom arabischen Frühling bis zum messianischen Judentum. Seine Vortragsreise beginnt am Freitag, 31. Mai um 19:30 Uhr in 07422 Bad Blankenburg, Evangelische Allianzhaus, Esplanada 5-10a. Kontakt: Thomas Günzel, Tel. 0367 41 210, info@allianzhaus.de. Thema: "Die aktuelle Lage Israels und des Nahen Ostens - biblisch beleuchtet". +++ Frank-Walter Steinmeier (links im Bild), SPD-Fraktionschef im Deutschen Bundestag und früherer deutscher Außenminister, hat sich heute in Jerusalem mit Ministerpäsident Benjamin Netanjahu getroffen. +++
Explosion an der Nordgrenze - Armee sucht nach Überresten einer Rakete
Montag, 27. Mai 2013
Ist in der Nähe der israelischen Gemeinde Metula (Foto) eine Rakete eingeschlagen, die von der Hisbollah im Libanon abgefeuert wurde? Derzeit suchen Spezialisten der Streitkräfte nach möglichen Überresten. Bewohner des Grenzdorfes Metula hatten von einer heftigen Explosion berichtet. Libanesische Medien, die den Hisbollah-Terroristen nahe stehen, meldeten den Abschuss einer Rakete aus dem Südlibanon. Truppen der libanesischen Armee suchten nach der Stelle, von der aus die Rakete gestartet worden ist. Möglichwerweise ist sie in Marjayoun abgefeuert worden, etwa zehn Kilometer von der Grenze entfernt. Von Seiten der israelischen Armee hieß es, die Explosion könne auch von einer Granate herrühren.
Israel-Video des Tages: Nordgrenze ist ein Pulverfass
Montag, 27. Mai 2013
Die Situation im Norden Israels spitzt sich immer mehr zu. Die Grenze zu Syrien ist wegen des Bürgerkriegs unsicher geworden, immer wieder schlagen verirrte Geschosse in Israel ein. Die wenige Kilometer entfernte Nordgrenze zum Libanon gleicht einem Pulverfass. Gleich hinter dem Grenzzaun hat die Hisbollah riesige Mengen an Waffen gebunkert. Die israelische Armee betont, sie sei darauf vorbereitet, auf Angriffe der Islamisten schnell und massiv zu reagieren. Ein aktueller Beitrag der israel heute-Fernsehredaktion.
Vertuscht Israel einen wichtigen archäologischen Fund?
Montag, 27. Mai 2013
Die israelische Tageszeitung Makor Rishon berichtete, dass in den judäischen Bergen offenbar ein wichtiger archäologischer Fund von der Regierung geheimgehalten wird. Ein Angehöriger der Kfar-Etzion-Feldschule stieß dem Bericht zufolge kürzlich auf eine antike verzierte Säule (Foto: Symbolbild), als er in den judäischen Bergen in eine Höhle einstieg. Säule und Kapitell deuten auf ein königliches Gebäude hin. Lokale Archäologen sagen zur Datierung, es handle sich ganz sicher um die Periode der jüdäischen Könige, wenn nicht sogar die Zeit Davids.
Kurznachrichten
Montag, 27. Mai 2013
+++ In einer öffentlichkeitswirksamen Geste legte der amerikanische Außenminister Kerry (Bildmitte) auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Amman die Hände von Israels Staatspräsident Peres und Palästinenserchef Abbas zusammen. Kerry verkündete, dass die USA an die Palästinenser vier Milliarden Dollar Wirtschaftshilfe zahlen werden. Dafür sollen die Palästinenser an den Verhandlungstisch zurückkehren. Aus Jerusalem verlautete dazu, dass nicht Peres, sondern Israels Regierungschef Netanjahu die Entscheidungen treffe. +++ In Jerusalem wurden auf dem sogenannten Munitionshügel 1000 ultraorthodoxe Juden zum Militärdienst vereidigt, nachdem sie die Grundausbildung bestanden haben. Die befürchteten Massenproteste von Ultraorthodoxen blieben aus.
Hisbollah: Wir werden Assad zum Sieg verhelfen
Sonntag, 26. Mai 2013
Die im Libanon agierende Hisbollah-Terrorgruppe steht mit ihren Kämpfern auf der Seite des Diktators Baschar al-Assad. „Wir bleiben in Syrien, gehen unseren Weg bis zum Ende und werden siegen.“ Das erklärte der Führer der islamistisch-schiitischen Gruppe, Hassan Nasrallah (52), am Samstag in einer Fernsehansprache. Die Hisbollah hat Interesse daran, dass das Assad-Regime an der Macht bleibt. Sie wird von ihren Glaubensbrüdern im Iran finanziell und mit Waffen unterstützt, die mit Billigung Assads über Syrien in den Südlibanon gelangen. Dort rüstet die Hisbollah derzeit massiv auf und bereitet sich offenbar auf einen erneuten Krieg mit Israel vor.
Syrische „Cyber-Armee“ greift Wasserversorgung von Haifa an
Samstag, 25. Mai 2013
Die Wasserversorgung der nordisraelischen Stadt Haifa ist über das Internet angegriffen worden. Das hat ein israelischer Behördenvertreter am Samstag bestätigt. Die Verantwortung für den Cyberangriff, der schon vor zwei Wochen stattfand aber erst jetzt bekannt wurde, hat eine Gruppe übernommen, die sich „Syrische Elektronische Armee“ nennt. Offensichtlich wollte sie Vergeltung üben für die Luftschläge auf Waffenlager in der Nähe von Damaskus. Nach israelischer Darstellung ist es den Angreifern nicht gelungen, Schaden anzurichten. Die Hacker-Gruppe behauptet dagegen, sie sei in mehrere Server eingedrungen und habe sensible Daten gesammelt. Dies versetze sie in die Lage, der israelischen Infrastruktur irreparable Schäden zuzufügen.
Ultraorthodoxe sehen ihre Zukunft durch Militärdienst in Gefahr
Freitag, 24. Mai 2013
Die geplante Einberufung von ultraorthodoxen Bibelschülern zum Militär schlägt in Israel hohe Wellen. Ultraorthodoxe Politiker wie der Abgeordnete Meir Porush (Vereinigte Thora-Partei) werfen der Regierung vor, sie wolle die "Welt der Thora" zum Einsturz bringen. Mehrere Vereinigungen der Streng-Religiösen kündigten entschiedenen Widerstand an. Geschimpft wird vor allem auf den neuen Finanzminister Yair Lapid. Dessen säkulare Zukunftspartei ist mit dem Versprechen angetreten, die Lasten innerhalb der israelischen Gesellschaft gerechter zu verteilen.
Israel-Video des Tages: Ultraorthodoxe im Blickpunkt
Freitag, 24. Mai 2013
In Israel gibt es heftige Debatten um den Einfluss der Ultraorthodoxen. Extreme Religiöse fordern unter anderem eine strikte Geschlechtertrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber eine Mehrheit der acht Millionen Israelis möchte sich ihren Lebensstil nicht von 700.00 Ultraorthodoxen vorschreiben lassen. In Israel gehen rund 60 bis 70 Prozent der ultraorthodoxen jüdischen Männer keiner Arbeit nach, sondern verbringen ihre Zeit ausschließlich mit dem Studium religiöser Schriften. Sie möchten Gottes Anweisungen so genau wie nur möglich befolgen. Oft sind ihre Frauen berufstätig. In der Regel heiraten sie im Alter von 18 bis 20 Jahren und haben im Durchschnitt sieben Kinder. Etwa 60 Prozent der ultraorthodoxen Familien in Israel leben in Armut.
Jüdische Missionsgegner bedrängen messianische Gemeinde
Freitag, 24. Mai 2013
Die ultraorthodoxe Anti-Missions-Organisation Yad L'Achim ("Hand für Brüder") ist eine Art Stachel im Fleisch der messianischen (Jesusgläubigen) Gemeinden in Israel. Manchmal ist sie auch mehr als ein Stachel - Jack Teitel, der jüdische Terrorist, der versuchte, den messianischen Jugendlichen Ami Ortiz umzubringen, soll enge Verbindungen zu der Organisation gehabt haben. Nun nimmt Yad L'Achim eine aufblühende messianische Gemeinde in der Küstenstadt Bat Yam ins Visier. Die Lokalausgabe der Zeitung Yediot Ahronot berichtete, Yad L'Achim habe viele Beschwerden von Bewohnern bekommen, die sich über den Erhalt von "missionarischem Material" beschwert hätten.
Versteckter Boykottaufruf der deutschen "Grünen" empört Israelis
Freitag, 24. Mai 2013
Die israelische Botschaft hat die deutsche Partei „Bündnis 90 / Die Grünen“ für ihre aktuellen Bestrebungen im Bundestag kritisiert: Die Grünen wollen erreichen, dass Produkte von jüdischen Siedlern im biblischen Kernland Judäa und Samaria nicht mehr als "Made in Israel" gekennzeichnet werden dürfen. Dies führe zu einem Boykott dieser Produkte, befürchtet man in Israel. Hier sieht man in den Bestrebungen den Versuch, Israel negativ auszusondern. Der Friedensprozess komme dadurch keinen Schritt voran. Die Grünen hatten argumentiert, die Kennzeichnung diene einer "informierten Kaufentscheidung" und sei keineswegs ein Boykottaufruf
Schabbatlesungen 25. Mai 2013
Freitag, 24. Mai 2013
„BeHalotecha - Wenn du sie aufsetzt“
Wochenabschnitt: 4. Mose 8,1 - 12,16
Haftara-Prophetenlesung: Sacharja 2,14 - 4,7
Netanjahus "Doppelbett-Affäre" beschäftigt die Finanzaufsicht
Donnerstag, 23. Mai 2013
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat ein Problem. Zusammen mit seiner Frau Sara war er nach London geflogen, um an der Beerdigung der früheren britischen Regierungschefin Margret Thatcher teilzunehmen. Damit er den knapp fünfstündigen Flug ausgeruht übersteht, ließ er im Flugzeug ein Doppelbett inklusive Sichtschutz einbauen. Das israelische Fernsehen berichtete, Netanjahus Schlafkabine habe den Steuerzahler umgerechnet rund 98.600 Euro gekostet. Daraufhin hagelte es Kritik. Der Regierungschef entschuldigte sich mit dem Argument, die Umbaukosten seien ihm nicht genannt worden. Nun hat sich Israels oberster Finanzkontrolleur eingeschaltet: Rechnungshof-Chef Joseph Shapira hat eine Untersuchung eingeleitet. In der kommenden Woche soll es eine Anhörung geben.
Rebellischer Abgeordneter will auf dem Tempelberg beten
Donnerstag, 23. Mai 2013
Der israelische Abgeordnete Moshe Feiglin vom Regierungsbündnis Likud-Beyteinu kämpft einen einsamen Kampf: Weil Ministerpräsident Netanjahu ihm nicht erlaubt, auf dem Tempelberg zu beten, stimmt er in der Knesset aus Protest konsequent gegen die eigene Regierung. Die ist sauer auf den Rebellen und hat ihm jetzt seinen Sitz im Erziehungsausschuss gestrichen. Feiglin wurde durch einen anderen Abgeordneten ersetzt. Feiglin will seinen Aufstand aber dennoch fortsetzen.
Israel-Video des Tages: Paul Willbur singt mit David d'Or
Donnerstag, 23. Mai 2013
Sie gehören beide zu den Großen der internationalen Musikszene: Paul Willbur, einer der bekanntesten christlichen Sänger der Vereinigten Staaten, und David d'Or, der populärste Sänger Israels. Nun haben sich die beiden erstmals getroffen und für 2014 ein Musik-Projekt vereinbart. Außerdem haben sie zum ersten Mal gemeinsam gesungen. Das TV-Team von israel heute war mit der Kamera dabei. Mehr Musik von den beiden Künstlern und Interviews mit ihnen sind in der aktuellen Ausgabe des israel heute-Fernsehmagazins zu sehen.
Kurznachrichten
Donnerstag, 23. Mai 2013
+++ Rabbi Shalom Rokach, der Enkelsohn des ultra-orthodoxen Belzer Rebben, hat geheiratet (Foto). Es kamen rund 25.000 (!) Hochzeitsgäste, so dass in Jerusalem mehrere Straßen gesperrt werden mussten. Es war die größte Hochzeit seit Jahren in der Hauptstadt. Die Belzer Juden sind jene, die hohe Pelzhüte tragen und deren Führer einer Rabbiner-Dynastie entstammen. +++ Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle unterstützt die Bemühungen Israels, den militärischen Arm der Hisbollah in Europa auf die schwarze Liste der Terrororganisation zu setzen. +++ Die irische Billigfluglinie Ryanair hat angekündigt, regelmäßige Flüge zwischen Israel und Polen anzubieten. Sie sind gedacht für jüdische Schüler, die das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz besuchen wollen.
Jüdische Pilger an Rahels Grab zunehmend in Gefahr
Mittwoch, 22. Mai 2013
Rund 200 Brandsätze und 80 Sprengkörper sind in den vergangenen drei Monaten von Palästinensern auf jüdische Soldaten und Beter geworfen worden, die sich am Grab von Rahel aufhielten. Die Grabstätte liegt nördlich von Bethlehem im Palästinensergebiet, nur knapp 500 Meter von der Jerusalemer Stadtgrenze entfernt. Die Attacken wurden von der Armee und der Grenzpolizei einem Auschuss der Knesset berichtet, der für auswärtige Angelegenheiten und Sicherheitsfragen zuständig ist. Der Ausschuss beschäftigte sich mit der wachsenden Gefahr für Betende an der Grabstätte. Der Vorsitzende des Ausschusses, der frühere Außenminister Avigdor Lieberman, forderte von den Sicherheitsbehörden konkrete Schritte, um die Sicherheit der jüdischen Pilger und Soldaten zu verbessern.
Damaskus: Israel unterstützt die Revolutionäre
Mittwoch, 22. Mai 2013
Israel beobachtet die Grenze mit Syrien sehr intensiv (im Bild Armeechef Benny Gantz). In den vergangenen zwölf Monaten hat Israel nach ausländischen Quellen dreimal Syrien angegriffen. Bisher hütete sich Damaskus, mit einem Vergeltungsangriff zu reagieren. Jerusalem warnte Syrien, dass Israel das Assad-Regime im Falle eines Gegenschlags vernichten werde. Israel betonte mehrfach, dass es nicht gegen den Staat Syrien sei. Vielmehr wolle man Langgstreckenraketen und chemische Waffen vernichten, bevor diese in die Hände von Terrorgruppen wie die Hisbollah oder Al Kaida fallen. Ungeachtet dessen hat Assad Israel gewarnt, dass Syrien beim nächsten Angriff Israels prompt zurückschlagen werde. In Israel wird dies bezweifelt.
Oppositionsführerin besucht erstmals Deutschland
Mittwoch, 22. Mai 2013
Israels Oppositionsführerin Shelly Yachimovich besucht erstmals Deutschland - das Land, in dem ihre Großeltern von den Nazis umgebracht wurden. Die 53-jährige Vorsitzende der Arbeiterpartei nimmt an den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150. Geburtstag der SPD teil. In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe) erklärte Yachimovich, sie wisse sich gegen die oft überzogene Israelkritik der europäischen Linksparteien zu wehren: "Ich bin eine Zionistin, ich bin eine Patriotin und ich bin stolz auf mein Land. Ich sehe im zionistischen Projekt eine historische und moralisch gerechte Revolution. Es gibt übrigens durchaus sozialdemokratische Politiker, die Israel wohlgesonnen sind." Sie forderte die Einführung der Zivilehe in Israel (bisher dürfen nur Rabbiner Trauungen vornehmen), und zudem die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe.
Israel-Video des Tages: Aktuelle TV-Nachrichten
Mittwoch, 22. Mai 2013
Jede Woche präsentiert die Fernsehredaktion von Israel heute den Bibel TV-Zuschauern in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuelle Meldungen aus dem Heiligen Land. In dieser Folge geht es unter anderem um das umstrittene Video, das angeblich zeigt, wie ein zwölfjähriger Palästinenserjunge von israelischen Soldaten erschossen wird. Umfangreiche Untersuchungen haben nun gezeigt, dass die Weltöffentlichkeit in die Irre geführt wurde.
Kurznachrichten
Mittwoch, 22. Mai 2013
+++ Beim Entschärfen einer Panzermine auf den Golan-Höhen ist am Dienstag ein 19-jähriger israelischer Soldat ums Leben gekommen. Zwei Kameraden wurden leicht verletzt. Warum die Mine explodierte, ist unklar. +++ Die israelische Armee sorgt sich um die Sicherheit ihrer ultraorthodoxen Soldaten (Foto). Üblicherweise leisten Ultraorthodoxe keinen Wehrdienst. Einige wenige melden sich freiwillig, werden dann aber meist von ihren Familien verstoßen. Brigadegeneral Gadi Agmon befürchtet angesichts der aktuellen Kontroverse zwischen den Ultraorthodoxen und der Regierung, dass die frommen Soldaten von ihren Glaubensgenossen verprügelt werden. +++ In der kommenden Woche wird in Israel ein landesweites Manöver durchgeführt, bei dem die Bevölkerung auf einen Krieg vorbereitet wird. Angenommen wird ein Angriff mit chemischen Waffen und der Einschlag feindlicher Raketen.
Israels Regierung bevorzugt angeblich ein Syrien mit Assad
Dienstag, 21. Mai 2013
Was bisher die ruhigste Grenze Israels war, ist in den vergangenen Monaten zur gefährlichsten Grenze geworden: die Golanhöhen im Norden. Nachdem israelische Soldaten dort in den letzten drei Nächten offenbar gezielt beschossen wurden, hat Israel nun gezielt mit Artilleriefeuer geantwortet und eine syrische Stellung zerstört. Der Bürgerkrieg in Syrien reißt Israel in eine neue Situation, in der man sich entscheiden muss zwischen dem langjährigen Regime der Familie Assad oder den syrischen Revolutionären. Laut der englischen Zeitung "Times" hat ein hochrangiger Militäroffizier zugegeben, dass die israelische Regierung den jetzigen Diktator Baschar Al Assad bevorzuge: „Besser der Teufel (Assad), den wir kennen, als die kleinen Dämonen, die eines Tages Syrien erobern könnten.“
"So wie Jesus auferstanden ist, werden auch die Palästinenser aus der Asche auferstehen"
Dienstag, 21. Mai 2013
„Die Palästinenser sind die Nachfolger Jesu“, schrieb die palästinensische Zeitung Al Hayat Al Jadida, „die Geschichte Jesu ist die Geschichte der Palästinenser.“ Der Leitartikel von Adel Abd Al Rahman präsentiert Jesus als jemanden, der von den Juden verfolgt wurde. „So wie Jesus auferstanden ist, so sind nun auch die Palästinenser aus der Asche auferstanden“, heißt es in dem Artikel.
Israel-Video des Tages: Westerwelle bei Netanjahu
Dienstag, 21. Mai 2013
Dieses Video entstand bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle. Netanjahu betonte, dass Westerwelle ein Freund Israels sei, ebenso wie Kanzlerin Merkel und der deutsche Staat. Derzeit erlebe der ganze Nahe Osten einen rapiden Umbruch, der Israel vor viele neue Herausforderungen stelle. Er werde alles tun, um die Sicherheit Israels zu gewährleisten. Guido Westerwelle unterstrich, dass Deutschland in dieser kritischen Zeit an der Seite seiner israelischen Partner stehe. Zwischen Deutschland und Israel gebe es aber mehr als eine Partnerschaft, nämlich eine echte Freundschaft. Westerwelle sprach sich ferner für eine Zwei-Staaten-Lösung aus.
Kurznachrichten
Dienstag, 21. Mai 2013
+++ Gerade erst hatte Deutschlands Außenminister Westerwelle Israel besucht. Bereits heute kommt nun Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger nach Jerusalem, um mit ihrer israelischen Amtskollegin Tzipi Livni zu konferieren. Sie trifft sich noch mit anderen israelischen Politikern und in Ramallah mit den Palästinensern. +++ Einwohner von Papua-Neuguinea (Foto) behaupten, dass sie Juden sind und zu den verlorenen Stämmen Israels gehören. Ihre jüdische Ahnengeschichte gehe mehr als 500 Jahre zurück. Dies wird nun wissenschaftlich geprüft. Wenn die Abstammungsgeschichte stimmt, werden wohl Tausende Papua-Juden nach Israel einwandern.
Amoklauf in Bank fordert fünf Todesopfer
Montag, 20. Mai 2013
Ein blutiges Verbrechen erschüttert Israel: Bei einer Schießerei in einer Bank in der südisraelischen Stadt Beersheva sind am Montagnachmittag fünf Menschen, darunter der Täter, ums Leben gekommen. Es gab mehrere Verletzte. Der Täter hatte eine Frau als Geisel genommen, ließ sie aber nach einer Stunde wieder frei und tötete sich selbst. Die Polizei war zunächst von einem Banküberfall ausgegangen. Später stellte sich jedoch heraus, dass es wohl ein persönlicher Racheakt und Amoklauf war. Der Täter hatte Streit mit der Bank, es ging um einen Kredit über 6000 Schekel (rund 1275 Euro).
Untersuchung: Weltöffentlichkeit mit Video vom Tod eines 12-Jährigen getäuscht
Montag, 20. Mai 2013
Der zwölfjährige Mohammed al-Dura, der im Jahr 2000 angeblich in den Armen seines Vaters von israelischen Soldaten erschossen wurde, wurde weltweit zu einer palästinensischen Symbolfigur. Millionen von Fernsehzuschauern trauerten mit seinem Vater, der sein Kind nicht vor den Kugeln retten konnte. Tunesien gab eine Briefmarke für das „Märtyrerkind“ heraus (Foto). Doch schon bald kamen Zweifel auf. Eine von der israelischen Regierung eingesetzte Untersuchungskommission, die den Tod des Jungen untersuchte, hat am Wochenende ihre Ergebnisse vorgelegt. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass der Junge am Ende des Videos noch am Leben war. Es gebe keinerlei Belege dafür, dass der Junge von israelischen Kugeln getroffen worden sei, wie das der französische Staatssender „France 2“ behauptete und damit eine weltweite Welle der Empörung auslöste.
Israel-Video des Tages: Der Fall Mohammed al-Dura
Montag, 20. Mai 2013
Diese Videoaufnahmen vom 30. September 2000 haben jahrelang die Weltöffentlichkeit beschäftigt: Ein Junge und sein Vater geraten beim Palästinenseraufstand zwischen die Fronten. Verzweifelt suchen sie Schutz und Deckung, doch schließlich wird der Junge getroffen und stirbt – so die Darstellung des Vaters und des französischen Fernsehens. Experten kommen jedoch nach Begutachtung der Aufnahmen zu dem Schluss, dass der Junge am Ende des Videos noch am Leben ist und einen Arm bewegt. Verletzungen seien nicht zu erkennen. Nach Ansicht der israelischen Regierung wurde die Öffentlichkeit bewusst getäuscht.
Syrien zielt angeblich mit Raketen auf Tel Aviv
Montag, 20. Mai 2013
Syrien hat angeblich seine modernsten Raketen auf Tel Aviv gerichtet. Sollte Israel erneut Ziele in Syrien angreifen, werde Syrien mit „Tishreen“-Raketen antworten, die einen Sprengkopf von einer halben Tonne tragen können. Das berichtet die britische Zeitung „Sunday Times“. Demnach hätten Spionagesatelliten beobachtet, dass die syrische Armee diese Raketen bereits in Stellung bringe. Israelische Flugzeuge hatten in den vergangenen Wochen dreimal Einsätze geflogen, bei denen angeblich Ziele in Syrien angegriffen wurden. Dabei sollen Waffen vernichtet worden sein, die für die Hisbollah-Kämpfer im Libanon bestimmt waren.
Kurznachrichten
Montag, 20. Mai 2013
+++ Weil sie Dutzende von Plakaten des Jerusalemer Khan-Theaters mit Farbe besprüht hatten, wurden zwei junge ultraorthodoxe Männer von der Polizei festgenommen. Einer erklärte, die Darstellung der Schauspielerin störe seine Empfindungen. Das Theater wies dagegen darauf hin, dass die Frau auf dem Plakat (Foto) sittsam bekleidet und in keiner Weise anstößig dargestellt sei. Die Plakate hingen auch nicht in ultraorthodoxen Wohnvierteln, sondern an den großen Hauptstraßen. Die Theaterleitung appellierte an die Jerusalemer Stadtverwaltung, gegen den Vandalismus an Theaterplakaten energisch vorzugehen, da sich solche Vorfälle häuften. +++ In Jerusalem ist der historische Bahnhof aus dem Jahr 1892 wiedereröffnet worden. In dem restaurierten Gebäude befinden sich jetzt Restaurants und Ausstellungsräume. Dieser osmanische Bahnhof wurde einst mit preußischer Hilfe erbaut und verband Jerusalem mit Damaskus, Beirut und Kairo.
Ultraorthodoxe demonstrieren gegen Militärdienst - Acht Polizisten durch Steine verletzt
Freitag, 17. Mai 2013
Rund 30.000 Ultraorthodoxe haben am Donnerstagabend in Jerusalem gegen die Einberufung von Talmud-Studenten zum Militärdienst demonstriert. Die Proteste vor dem Einberufungsbüro wurden rasch gewalttätig, auf Polizisten und Soldaten flogen Steine und Flaschen. Acht Polizisten erlitten Verletzungen, zehn Randalierer wurden vorläufig festgenommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Der Anführer der radikalen Ultraorthodoxen, Rabbi Shmuel Auerbach, unterstrich in einer Ansprache, es werde beim Militärdienst keine Kompromisse mit der Regierung geben: "Wir stehen gegen diese Beschlüsse wie eine Wand." Die neue Regierungskoalition hatte darauf gedrängt, dass die Lasten innerhalb der israelischen Gesellschaft gerechter verteilt werden. Es könne nicht sein, dass ein Teil des Volkes drei Jahre Militärdienst leiste, während ein anderer Teil sich ausschließlich dem Studium der Heiligen Schriften widme und von staatlicher Hilfe lebe.
„Ich bin Euer Bruder Josef“
Freitag, 17. Mai 2013
Theodor Herzl, der sich für eine internationale Unterstützung für seine zionistische Idee bemühte, erhielt eine Audienz bei Papst Pius X (1903 – 1914) und stellte ihm seine Vision für den neuen Judenstaat vor. In seinem Tagebuch erinnert sich Herzl an die Reaktion von Papst Pius X: „Wir werden euch nicht anerkennen können, denn ihr habt unseren Herrn (Jesus) nicht anerkannt. Wir können zwar nicht die Juden aufhalten, nach Palästina zurückzukehren, aber stattdessen werden unsere Priester mit dem Heiligen Taufwasser bereit sein, alle Juden, die zurückkehren zu taufen“. Damit hat Pius X damals die die klassische Kirchentradition gegenüber den Juden zusammengefasst. Juden wurden bestraft, weil sie Jesus als Messias abgelehnt haben. Es ist immer interessant, wie die israelischen Zeitungen über die christliche Kirchengeschichte und die Juden schreiben. Vor wenigen Tagen veröffentlichte der Rabbiner Daniel Rosen in der israelischen Tageszeitung "Haaretz" einen Bericht über seinen christlichen Bruder Josef, Papst Johannes XXIII (Bild).
Israel-Video des Tages: Die Retter von Magen David Adom
Freitag, 17. Mai 2013
Der Rettungsdienst in Israel steht vor besonderen Herausforderungen. Attentate mit einer Vielzahl von Verletzten, Einsätze in entlegenen Wüstengebieten, schnelle Hilfe für Kranke und Verletzte über alle religiösen und kulturellen Schranken hinweg. Das alles leistet der Rote Davidsstern, auf Hebräisch „Magen David Adom“. In einigen der modernen Fahrzeuge arbeiten gemischte Teams aus Juden und Arabern, um gemeinsam Menschen zu retten.Das Fernsehteam von israel heute hat die Notfall-Helfer in einem Rettungswagen begleitet. Die Besatzung: Ein Araber und ein Jude. Ihr Einsatzgebiet: der Ostteil Jerusalems.
Kurznachrichten
Freitag, 17. Mai 2013
+++ Eine bislang unbekannte palästinensische Terrorgruppe, die Abdul Qader al-Husseini Brigaden, hat die Verantwortung für den Beschuss des Berges Hermon mit zwei Granaten übernommen. Bislang ging man davon aus, dass es sich bei den Granateinschlägen um verirrte Geschosse des syrischen Bürgerkriegs handelte. +++ Israels Finanzminister Lapid kürzt nicht nur die Verteidigungsausgaben, sondern auch die Sozialhilfe. Seine Begründung: Den Armen ist auf Dauer nicht geholfen, indem man sie mit staatlichen Zuwendungen versorgt. Stattdessen müsse man ihnen Arbeit geben. Elf Prozent der Israelis leben unter der Armutsgrenze, die meisten sind Araber oder Ultraorthodoxe. +++ Die israelische Sängerin Moran Mazor hat es nicht ins Finale geschafft. Sie schied beim "Eurovision Song Contest" in Malmö im zweiten Semifinale aus.
Schabbatlesungen 18. Mai 2013
Freitag, 17. Mai 2013
„Nasso - Erhebe“
Wochenabschnitt: 4. Mose 4,21 bis 7,89
Haftara-Prophetenlesung: Richter 13,2-25
Arabischer Sanitäter rettet jüdisches Mädchen
Donnerstag, 16. Mai 2013
Mitte März rettete er Edel Biton. Das dreijährige jüdische Mädchen war im Auto seiner Mutter in der Nähe von Ariel unterwegs. Als Palästinenser Steine warfen, verunglückte der Wagen, das Kind wurde lebensgefährlich verletzt. Der 36-jährige arabische Sanitäter Muavia Kabaha war Ersthelfer, und er war es auch vor zwei Jahren in der Siedlung Itamar: Terroristen hatten am Schabbatabend die Familie Vogel kaltblütig ermordet. Muavia Kabaha hört an solchen Tatorten oft schockierte Juden „Tod den Arabern!“ schreien. „In diesen Momenten bin ich gespalten. Ich helfe, wo ich kann, aber ich bin nun mal Araber.“ Schauplatz ist das biblische Kernland. Zwischen jüdischen Siedlungen und arabischen Dörfern geraten täglich Juden und Araber gleichermaßen in Not. Erste Hilfe leisten ist Muavia Kabahas Aufgabe. Er leistet sie ohne Ansehen der Person.
Steinwürfe und Sirenengeheul zum "Tag der Katastrophe"
Donnerstag, 16. Mai 2013
In den Palästinensergebieten und den angrenzenden arabischen Staaten haben am Mittwoch Tausende den Nakba-Tag ("Katastrophen-Tag") begangen. Er erinnert an die Staatsgründung Israels. In größeren palästinensischen Städten heulten 65 Sekunden lang die Sirenen - eine Sekunde für jedes Jahr der Existenz des jüdischen Staates. Die Palästinensische Autonomiebehörde hatte zu einem Generalstreik aufgerufen. Am Nachmittag kam es - wie schon in den Vorjahren - zu heftigen Zusammenstößen zwischen palästinensischen Jugendlichen und der israelischen Armee. Die Palästinenser warfen Steine auf die Soldaten. Dadurch wurden in Jerusalem zwei Polizisten und zwei Passanten leicht verletzt. Gewalttätige Auseinandersetzungen gab es auch am Kalandia-Grenzübergang im Norden Jerusalems, in der Nähe von Bethlehem und östlich von Ramallah. Bei Hebron wurden vier israelische Soldaten verletzt, nachdem ihr Fahrzeug von Randalierern in Brand gesteckt worden war.
Frühlingsfest mit Wassermassen - Schwere Überflutungen in Haifa
Donnerstag, 16. Mai 2013
Das Frühlingsfest Shavuot ist am Mittwoch in ganz Israel buchstäblich ins Wasser gefallen. Heftige Regenschauer zwangen Tausende dazu, den Feiertag zu Hause anstatt in öffentlichen Parkanlagen zu begehen. Deshalb hatten viele Nationalparks für einen Feiertag ungewöhnlich niedrige Besucherzahlen zu verzeichnen. Im Jezreel-Tal mussten alle Feiertags-Veranstaltungen abgesagt werden. In Haifa kam es zu Überschwemmungen. Autos, Geschäfte und Wohnhäuser wurden von den Wassermassen beschädigt. Städtische Notfallhelfer versuchten, den Schaden gering zu halten und halfen den Bewohnern. Andere wiederum nutzten die Situation, um eine Runde mit dem Kajak durch die Stadt zu fahren.
Israel-Video des Tages: Moran Mazor beim Eurovision Song Contest
Donnerstag, 16. Mai 2013
Moran Mazor singt beim "Eurovision Song Contest" in Malmö für ihr Heimatland Israel. Heute Abend muss sie im zweiten Semifinale antreten. Dabei kann sie sich mit ihrem Lied "Rak bishvilo" ("Nur für ihn") für das Finale am 18. Mai qualifizieren. Moran Mazor, geboren am 17. Mai 1991, wurde im Heiligen Land bekannt, als sie 2011 eine Reality-Show im Fernsehen gewann. Sie setzte sich beim israelischen Vorentscheid für den wichtigsten Schlagerwettbewerb Europas gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durch. Nun ist ganz Israel gespannt, wie die junge Sängerin in Schweden abschneiden wird. Das Video zeigt Moran Mazor während einer Probe in Malmö.
Syrische Granaten schlagen am Berg Hermon ein
Mittwoch, 15. Mai 2013
Mindestens zwei Granaten aus Syrien sind am Mittwoch auf israelischem Gebiet eingeschlagen. Sie trafen das beliebte Naherholungsgebiet am Berg Hermon. Offenbar wurde niemand verletzt. Das israelische Militär sperrte den oberen Bereich des Berges dennoch vorsorglich ab. Nach Armeeangaben handelte es sich vermutlich um Querschläger, die während der Kämpfe zwischen syrischen Aufständischen und Regierungstruppen abgeschossen wurden. Israels Armeechef Benny Gantz berief ein Krisentreffen seiner Offiziere ein. Zudem beschwerte sich Israel bei den im Norden stationierten Friedenstruppen der Vereinten Nationen.
Deutschland blockiert Israels Wunsch nach Sitz im UN-Sicherheitsrat
Mittwoch, 15. Mai 2013
Die israelische Regierung hat sich offenbar offiziell bei der deutschen Regierung beschwert. Deutschland blockiere Israels Wunsch nach einem Sitz im UN-Sicherheitsrat im Jahr 2018 durch eine eigene Kandidatur. Das berichten israelische Medien. Demnach hatte das israelische Außenministerium mit der Bundesrepublik vereinbart, dass Deutschland zugunsten des jüdischen Staates auf eine Kandidatur verzichten werde. Diese Absprache werde nun gebrochen. Israel habe keine Chance, eine Abstimmung gegen Deutschland zu gewinnen. Beim Israel-Besuch des deutschen Außenministers Westerwelle am kommenden Wochenende soll das Thema auf den Tisch kommen.
Israel-Video des Tages: Künstler Johanan Herson
Mittwoch, 15. Mai 2013
Im heutigen Israel-Video geht es um Filz. Nicht in der Politik oder in der Wirtschaft. Nein, es geht um die andere Bedeutung von Filz: Ein textiles Flächengebilde aus schwer zu trennendem Fasergut, wie es das Lexikon sagt. Mit diesem Stoff arbeitet der Künstler Johanan Herson, und er wurde dadurch international bekannt. Johanan Hersons "Softart"-Werke sind begehrt und mittlerweile in Galerien auf allen Erdteilen zu finden. Ein Video der israel heute-Fernsehredaktion.
Kurznachrichten
Mittwoch, 15. Mai 2013
+++ Auf dem Gelände des Kibbuz "Beit Kama" im Süden Israels ist ein gut erhaltenes Mosaik aus dem vierten bis sechsten Jahrhundert entdeckt worden. Bei den Grabungen wurden Reste einer antiken Siedlung entdeckt, die sich über ein Gebiet von mehr als 6000 Quadratmeter erstreckte. Teil der Siedlung war eine große Halle, auf deren Fußboden sich das beeindruckende Mosaik befindet. Das Mosaik zeigt Amphoren, Pfaue und ein Taubenpaar. +++ Mit Justus Frantz ist erstmals ein Deutscher zum Leiter eines bedeutenden Orchesters in Israel berufen worden. Der 68-jährige wird neuer Chefdirigent der "Israel Sinfonietta Beer Sheva". Pro Jahr wird Frantz das Orchester weltweit rund 15 Wochen dirigieren. Staatspräsident Peres hatte den bekannten deutschen Pianisten und Dirigenten persönlich darum gebeten, die Aufgabe zu übernehmen.
Friedenstruppen fürchten die Hisbollah-Terroristen
Dienstag, 14. Mai 2013
Die Blauhelm-Soldaten der Vereinten Nationen (UNIFIL) im Südlibanon berichten immer häufiger von heftigen Auseinandersetzungen mit Hisbollah-Terroristen in der Nähe der israelischen Grenze. Die libanesischen Truppen, die nach dem Libanonkrieg 2006 die Kontrolle an der israelisch-libanesische Grenze übernommen hatten, sind wegen des syrischen Bürgerkriegs an die östliche Grenze zu Syrien verlegt worden. In dieses Vakuum sind nun die Hisbollah-Kämpfer eingedrungen, die sich mittlerweile fast täglich mit den Blauhelmen anlegen. Sie blockieren die Patrouillenwege der UNIFIL-Soldaten entlang der Grenze und drohen sogar mit Entführungen von Angehörigen der internationalen Friedenstruppe, wie es vor Wochen in Syrien passierte.
Regierung einigt sich auf Sparkurs und Steuererhöhungen
Dienstag, 14. Mai 2013
Die israelische Regierung hat am frühen Dienstag morgen den heftig umstrittenen Staatshaushalt für 2013 und 2014 beschlossen. Finanzminister Yair Lapid (Foto) setzte sich mit seinen Sparvorschlägen weitgehend durch. Alle Ministerien müssen in diesem Jahr mit zwei und im kommenden Jahr mit drei Prozent weniger Geld auskommen. Ausgenommen sind nur das Sozial- und das Verteidigungsministerium. Dem Militär sollten ursprünglich pro Jahr vier Milliarden Schekel (rund 858 Millionen Euro) gestrichen werden. Wegen der angespannten Sicherheitslage wurden die Kürzungen von Ministerpräsident Netanjahu auf drei Milliarden Schekel (644 Millionen Euro) reduziert. Die Mehrwertsteuer wird vom kommenden Monat an um einen Prozentpunkt auf 18 Prozent angehoben. Die Einkommensteuer steigt 2014 um 1,5 Prozentpunkte. Finanzminister Lapid kündigte ein staatliches Wohnungsbauprogramm an, um den ständigen Mangel an bezahlbaren Unterkünften zu beseitigen
Israel-Video des Tages: Jerusalem, Zentrum des Universums
Dienstag, 14. Mai 2013
Dieses Musikvideo von David Green zeigt die schönsten und beeindruckendsten Ansichten Jerusalems. Die Altstadt, der Mahane-Yehuda-Markt, das Jaffa-Tor, das jüdische Viertel, die Westmauer ("Klagemauer"), der Ölberg und die Davidsstadt sind zu sehen. An der Musikproduktion haben einige der talentiertesten Musiker Israels mitgewirkt. Sie bringen auf diese Weise ihre Gefühle für die Heilige Stadt zum Ausdruck.
Kurznachrichten
Dienstag, 14. Mai 2013
+++ Der britische Astrophysiker Stephen Hawking hat aus Protest gegen „Israels Behandlung der Palästinenser“ seine Teilnahme an einer Konferenz des israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres abgesagt. Unter dem Titel „Facing Tomorrow“ diskutieren Politiker und Wissenschaftler vom 18. bis 20. Juni in Jerusalem über die Zukunft. Gleichzeitig wird an der Konferenz der 90. Geburtstag von Peres gefeiert. Hawking nahm seine Zusage auf massiven Druck pro-palästinensischer Bewegungen zurück.
Israels Landwirte kämpfen verzweifelt gegen Milliarden von Heuschrecken
Montag, 13. Mai 2013
Hilfe, die Heuschrecken kommen wieder! Die Heuschrecken-Schwärme im Süden Israels werden für die Landwirte zum Alptraum. Schon während der Pessach-Woche Ende März waren riesige Schwärme von Heuschrecken aus Ägypten eingefallen. In der Wüstengegend von Nizanna, Beer Milka und Kadesch Barnea wurden die Insekten chemisch bekämpft. Doch sie hatten über Nacht Eier gelegt, und daraus haben sich nun neue Heuschrecken entwickelt. Sie fressen alles ab, was grün ist. „Wir werden von Milliarden von Heuschrecken überfallen. Wie dunkle Wolken rasen sie über unsere grünen Felder“, berichtet unser Freund und Landwirt Oren Schalom, der den Israel heute-Weinberg betreut.
Israel-Video des Tages: Heuschrecken-Plage im Süden
Montag, 13. Mai 2013
Dieses Video entstand während der ersten Heuschrecken-Plage im März. Es zeigt wie die gefräßigen Insekten über den Süden des Heiligen Landes herfallen. Schon damals war von einer Plage mit biblischen Ausmaßen die Rede. Von Lastwagen und Flugzeugen aus wurden Pestizide versprüht. Trotzdem breiteten sich die von Ägypten einfallenden Schwärme rasch aus und legten auch noch Eier ab. Das Landwirtschaftsministerium hat für bedrohte Landwirte eine Telefon-Hotline eingerichtet. Am Ende des Videos ist zu sehen, wie eine orthodoxe Familie Heuschrecken einsammelt - für eine schmackhafte Zwischenmahlzeit.
Massenproteste gegen Sparpläne des neuen Finanzministers
Montag, 13. Mai 2013
Mehr als 10.000 Israelis haben am Samstagabend gegen den Sparkurs des neuen Finanzministers Yair Lapid demonstriert. Zu Massenprotesten kam es in Tel Aviv (Foto), Jerusalem, Haifa, Modiin, Rishon Lezion und Ashdod. Lapid hatte zuvor eine ganze Reihe von unpopulären Maßnahmen angekündigt. Er will nicht nur bei den Sozialausgaben und Gehältern im öffentlichen Dienst sparen, sondern auch die Einkommen- und Mehrwertsteuer erhöhen. Die Demonstranten sind von diesen Vorhaben Lapids bitter enttäuscht. Nach den Sozialprotesten vor zwei Jahren hatten sie sich von der neuen Regierung erhofft, dass sie die Mittelschicht finanziell entlasten würde.
Kurznachrichten
Montag, 13. Mai 2013
+++ Die israelische Oppositionsführerin Shelly Yachimovich (Foto), die Vorsitzende der Arbeiterpartei, hat sich in Ramallah mit Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas getroffen. Sie forderte die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen und unterstrich, ihre Partei unterstütze eine Zwei-Staten-Lösung. +++ Der von US-Außenminister Kerry vorgeschlagene Landaustausch zwischen Israel und den Palästinensern wurde von den Staaten der Arabischen Liga für gut befunden. Für die Grenzziehung zur Zwei-Staaten-Regelung sollen kleinere Gebiete ausgetauscht werden. Die Fatah-Palästinenser stimmen dem bereits zu. Die islamistischen Hamas-Palästinenser wollen jedoch dafür kämpfen, dass ganz Israel zu "Palästina" wird, und zwar ohne Juden.
Israel nimmt mehr Rücksicht als alle anderen Länder im Nahen Osten
Freitag, 10. Mai 2013
Die israelische Menschenrechts-Organisation Betzelem hat einen Report veröffentlicht, wonach etwa die Hälfte der Palästinenser, die während der Gaza-Militäroperation "Wolkensäule" ums Leben kamen, nicht aktiv an den Kämpfen gegen die israelischen Streitkräfte teilgenommen hat. 167 Palästinenser sind während der Militäraktion umgekommen, davon 87 Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder. Betzelem betonte, dass sie ihren Report zum Teil auf die Angaben des israelischen Armeesprechers gründet, der während der achttägigen Operation die palästinensischen Todesfälle überprüft hat.
Facebook will israelischen Verkehrs-Infodienst "Waze" kaufen
Freitag, 10. Mai 2013
Facebook versucht "Waze" zu kaufen, ein israelisches Navigationsprogramm mit einem integrierten Verkehrsinformationsdienst. Dies berichtete Israels Finanzblatt "Calcalist". In den vergangenen Wochen verhandelte Facebook mit der israelischen Firma, es ging um einen Kaufpreis in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. "Waze" ist ein freies GPS für Smartphones, das Plattformen wie iOS, Windows-Mobile, Android, BlackBerry, Symbian und Maemo unterstützt. Es kann in allen Ländern der Welt genutzt werden, von manchen Ländern ist bereits das gesamte Straßennetz eingespeichert.
Israel-Video des Tages: Weinbau in der Wüste
Freitag, 10. Mai 2013
Wein gedeiht auch auf Sanddünen. Oren Shalom ist einer der Pioniere, der Reben mitten in der Wüste anbaut und auf hervorragenden Rotwein hofft. Weintrauben gediehen in dieser Region schon vor Urzeiten. So berichtet die Bibel im 13. Kapitel des vierten Buches Mose von Kundschaftern, die ins damalige Kanaan geschickt wurden. Sie ernteten riesige Trauben. Doch bis dahin sind Fleiss, Schweiss, Geduld und Glauben gefragt.
Ausgezeichnete israelische Weine in der Schweiz kosten
Freitag, 10. Mai 2013
Israels Weinbau hat im vergangenen Jahrzehnt einen erstaunlichen Aufschwung erlebt. Mehr als 200 Weinkellereien von unterschiedlicher Größe und Produktionsvolumen sind derzeit in Israel in Betrieb. Auch unser Rotwein „Jehuda“ aus dem Boutique-Weingut „Bar Giyora“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Beim Weinwettbewerb „La Séléction“ 2011 in Basel verpasste er mit 83 Punkten nur knapp die Goldmedaille (87). Weinliebhabern bietet sich in der kommenden Woche noch einmal die Gelegenheit, neben dem „Jehuda“ auch den edlen „Petit Verdot 2010“ bei der „LeChaim Weindegustation“ von Stefanie Regez zu kosten.
Kurznachrichten
Freitag, 10. Mai 2013
+++ An der Westmauer ("Klagemauer") in Jerusalem ist es am Freitag zu Auseinandersetzungen zwischen ultraorthodoxen Frauen und Beterinnen der liberal-reformjüdischen "Women of the Wall"-Bewegung gekommen. Die Polizei musste eingreifen, nachdem die orthodoxen Frauen ihre Kontrahentinnen mit Abfall bewarfen. +++ Mehr als 500 Veteranen des Zweiten Weltkrieges sind durch Jerusalem marschiert. Sie feierten den Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland. Fast alles waren russische Juden, deren Brust mit unzähligen Heldenorden geschmückt war (Foto). An dem Marsch nahmen auch Bürgermeister Barkat, Knessetabgeordnete, israelische Soldaten und Vertreter der Jugendbewegungen teil.
Schabbatlesungen 11. Mai 2013
Freitag, 10. Mai 2013
„BaMidbar - In der Wüste“
Wochenabschnitt: 4. Mose 1,1 bis 4,20
Haftara-Prophetenlesung: Hosea 2,1-22
Präsident Peres beruhigt aufgebrachte Jordanier
Donnerstag, 9. Mai 2013
Israel Staatspräsident Shimon Peres hat eine „Friedensbotschaft“ nach Jordanien geschickt, um dort die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen. Das jordanische Parlament hatte seine Regierung aufgefordert, den israelischen Botschafter aus Amman auszuweisen und den eigenen Botschafter aus Israel abzuziehen. Grund der Aufregung: Israel hatte anlässlich des „Jerusalem-Tags“ am Mittwoch Juden erlaubt, den Tempelberg zu betreten, und den Zugang für Muslime zeitweise eingeschränkt. Das jordanische Parlament zeigte sich „geschockt und empört“ darüber, „dass extreme jüdische Siedler die Al Aksa-Moschee stürmen.“ Am Damaskus-Tor der Altstadt war es zu Auseinandersetzungen zwischen feiernden Israelis mit Nationalflaggen (Foto) und empörten Palästinensern gekommen, die sie mit Steinen bewarfen.
Nes Ammim: 50 Jahre Christendorf in Galiläa
Donnerstag, 9. Mai 2013
Das kleine, lebhafte, von europäischen Christen gegründete Dorf Nes Ammim in Galiläa feiert 50-jahriges Bestehen. Der Name nimmt Bezug auf Jesaja 11,12 und Gottes Verheißung, ein „Feldzeichen für die Nationen” zu errichten. Während die meisten Ausleger die Prophetie auf Israel selbst beziehen, wollen diese Christen ihr eigenes Banner hissen. „Nes Ammim wurde mit dem Ziel gegründet, ein neues Kapitel in den jüdisch-christlichen Beziehungen aufzuschlagen, nämlich Solidarität mit dem jungen Staat Israel zu zeigen”, sagt Geschäftsführer Pleus Blom, der eine Bankkarriere in den Niederlanden an den Nagel hängte, um sich dieser Aufgabe zu widmen.
Israel-Video des Tages: Die Wahrheit über das Westjordanland
Donnerstag, 9. Mai 2013
Dieses Video hat weltweit Schlagzeilen gemacht und heftige Kritik in den arabischen Staaten ausgelöst. Danny Ayalon, damals stellvertretender israelischer Außenminister, erläutert die Hintergründe des Land-Konflikts mit den Palästinensern aus national-jüdischer Sicht. Dabei stellt er anhand historischer und juristischer Fakten gängige Vorurteile in Frage. Tatsächlich hat Israel das sogenannte Westjordanland, das biblische Judäa und Samaria, 1967 nicht von den Palästinensern erobert. Ayalon erläutert die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte und die Forderungen der Vereinten Nationen. Er kommt zu dem Schluss, dass es nicht korrekt sei, von „besetzten Gebieten“ zu reden
Einwohner Jerusalems sind mit ihrer Stadt hoch zufrieden
Mittwoch, 8. Mai 2013
Heute feiert Israel den Jerusalem-Tag. Es ist der 46. Jahrestag der Wiedervereinigung der Hauptstadt. Tausende Israelis ziehen singend und tanzend mit blauweißen Israelfahnen durch die Jerusalemer Altstadt. Die Bürger von Jerusalem sind glücklicher als Bewohner anderer israelischer Städte. Zudem steigt die Zahl der Arbeitsplätze in der Hauptstadt weiter an. Das hat eine amtliche Studie belegt, die zum Jerusalem-Tag veröffentlicht wurde. Die Daten bescheinigen der Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Im Jahr 2012 wurden in der Hauptstadt 17.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Israel-Video des Tages: Städtevergleich Jerusalem - Tel Aviv
Mittwoch, 8. Mai 2013
Zum heutigen Jerusalem-Tag ein Video, das die beiden Metropolen des jüdischen Staates vergleicht: Jerusalem, das religiöse Zentrum Israels, und Tel Aviv, der wirtschaftliche und kulturelle Brennpunkt des Heiligen Landes. Jerusalem ist eine der ältesten Städte der Welt mit einer wechselhaften Geschichte. In Tel Aviv ist dagegen alles jung. Die Stadt am Mittelmeer ist Treffpunkt für Sonnenhungrige und Wassersportler aus aller Welt. In dem Beitrag der "israel heute"-Fernsehredaktion kommen auch die Stadtoberhäupter Ron Huldai und Nir Barkat zu Wort.
Erneute Heuschreckenplage: Einsatz der Armee gefordert
Mittwoch, 8. Mai 2013
Erneut wird der Süden Israels von Milliarden Heuschrecken heimgesucht. Seit Anfang März ist es bereits das dritte Mal, dass die Felder von den Insekten geradezu überflutet werden. Mehrere Versuche, die Tiere durch massives Versprühen von Pestiziden zu vernichten, sind gescheitert. Die Bauern fürchten um ihre Feldfrüchte. Die Verwaltung der Region Ramat Negev hat sich an die Regierung gewandt mit der Bitte, das Militär einzuschalten. Die Heuschreckenplage sei ein ökologisches und landwirtschaftliches Desaster. Bei einer Sitzung mit dem Generaldirektor des Landwirtschaftsministeriums, Experten und Vertretern der Landwirte wurde entschieden, die Überwachung der Felder zu verbessern und die Abwehrmaßnahmen stärker zu koordinieren.
Kurznachrichten
Mittwoch, 8. Mai 2013
+++ Im israelischen Parlament kämpft man derzeit um die Staatsfinanzen. Finanzminister Yair Lapid will die Einkommenssteuer um 1,5 Prozent erhöhen und gleichzeitig die Gehälter der Minister und Regierungsangestellten um zehn Prozent senken. +++ Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei seinem China-Besuch das "Museum der Jüdischen Flüchtlinge" in Shanghai besucht (Foto). Zwischen 1933 und 1941 waren zehntausende Juden aus Deutschland und den vom Deutschen Reich besetzten Gebieten nach Shanghai geflüchtet. Das Viertel Hongkou wurde zum einzigen jüdischen Ghetto außerhalb Europas.
Israel zahlt Entschädigung an Angehörige der "Mavi Marmara"-Opfer
Dienstag, 7. Mai 2013
Israel und die Türkei haben sich darauf geeinigt, dass Israel Entschädigungen an die Verwandten der "Mavi Marmara"-Opfer bezahlt. Bei einem Teffen zwischen israelischen und türkischen Regierungsvertretern am Montag habe man sich grundsätzlich darüber verständigt, hieß es im Außenministerium. Eine verbindliche Vereinbarung werde in Kürze erwartet, gab das Büro von Regierungschef Netanjahu bekannt. Netanjahu hatte sich bei der Türkei - offenbar auf Druck der USA - bereits offiziell entschuldigt.
Israel-Video des Tages: Einsatz gegen die "Mavi Marmara"
Dienstag, 7. Mai 2013
Am 31. Mai 2010 stoppen israelische Marinesoldaten die "Marvi Marmara" und fünf Begleitschiffe. Sie wollten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen. Israel befürchtet, dass Hamas-Terroristen mit Waffen und Sprengstoff versorgt werden. Als sich Marinesoldaten auf das größte Schiff abseilen, eskaliert sie Situation. Die Fernsehredaktion von "israel heute" dokumentiert in diesem Video, das kurz nach dem Vorfall entstand, was sich an jenem dramatischen Morgen vor der Küste abgespielt hat. Anhand von Originalaufnahmen der Streitkräfte wird deutlich, wie aggressiv die angeblichen "Friedensaktivisten" gegen die Israelis vorgingen.
Friedhof auf dem Ölberg in Jerusalem wird zur Müllkippe
Dienstag, 7. Mai 2013
Der älteste und größte jüdische Friedhof der Welt gleicht einer Müllkippe. Die berühmte Ruhestätte auf dem Ölberg in Jerusalem wird seit längerem von jugendlichen Vandalen und Kriminellen heimgesucht. Schon vor zwei Jahren hatte sich der israelische Rechnungshofpräsident Micha Lindenstrauss negativ über die Zustände auf dem Ölberg geäußert. „Die Sanierung des Friedhofs geht nur im Schneckentempo voran, die Sicherheitsmaßnahmen sind dort extrem schlecht und Vandalismus und kriminelle Zwischenfälle häufen sich.“, schilderte Lindenstrauss damals die Lage. Seitdem haben sich die Verhältnisse nur wenig verbessert.
Kurznachrichten
Dienstag, 7. Mai 2013
Der geistliche Führer der ultraorthodoxen Juden, Rabbi Aharon Shteinmann, unterstrich, dass es an den orthodoxen Schulen weiter keinen Unterricht in säkularen Fächern geben werde. Die neue Regierung hatte gedroht, sie werde Zuschüsse an jene Schulen drastisch kürzen, an denen Fächer wie Englisch und Mathematik nicht gelehrt würden. +++ Auf dem Jüdischen Weltkongress in Budapest erklärte der deutsche Außenminister Westerwelle: Berlin wird nicht einen Iran tolerieren, der Atomwaffen besitzt. Er fügte hinzu, dass Israel das Recht habe, sich selbst zu verteidigen.
Syrische Granate schlägt am Grenzzaun auf den Golanhöhen ein - Niemand verletzt
Montag, 6. Mai 2013
Eine in Syrien abgefeuerte Granate ist am Montag neben dem israelischen Grenzzaun auf den Golanhöhen eingeschlagen. Nach Armeeangaben wurde niemand verletzt. Man gehe davon aus, dass die Granate versehentlich in Richtung Grenzzaun abgefeuert worden sei, hieß es bei den Streitkräften. Es habe sich nicht um eine Vergeltung für den Luftangriff in der Nacht zum Sonntag gehandelt. Vielmehr sei die Granate bei heftigen Gefechten zwischen syrischen Rebellen und Regierungstruppen abgeschossen worden.
Israelischer Luftschlag zerstört angeblich Chemiewaffen-Fabrik
Montag, 6. Mai 2013
Einen Tag nach dem mutmaßlichen israelischen Angriff in Syrien hat die "New York Times" Details der Militäraktion veröffentlicht. Ein hochrangiger syrischer Offizier sagte der Zeitung, der Angriff habe Militäreinrichtungen in einem der am besten gesicherten Bereiche Syriens zerstört. Dabei seien mindestens 100 syrische Elitesoldaten der "Republikanischen Garden" ums Leben gekommen. Die israelischen Geschosse hätten ein Lager für Langstreckenraketen vernichtet. Außerdem sei eine Forschungseinrichtung zerstört worden, die im Verdacht stand, dass dort chemische Waffen entwickelt und produziert wurden. Ein vorangegangener israelischer Luftschlag am Freitag habe Raketen gegolten, die aus dem Iran stammen und für die Hisbollah-Terroristen im Libanon bestimmt gewesen seien.
Israel verlegt Luftabwehr-System in den Norden
Montag, 6. Mai 2013
Israel hat seine Truppen im Norden in Alarmbereitschaft versetzt. Nach dem Luftangriff auf Ziele nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus hält man in Jerusalem Gegenschläge des Assad-Regimes zwar für unwahrscheinlich, schließt sie aber nicht völlig aus. Zwei Einheiten des Raketenabwehrsystems "Eiserne Kuppel", bisher an der Grenze zum Gazastreifen im Einsatz, wurde in die Nähe der Großstadt Haifa verlegt (Foto). Der Luftraum im Norden wurde zeitweise für den zivielen Luftverkehr gesperrrt.
Regierung protestiert bei Google gegen Anerkennung Palästinas
Montag, 6. Mai 2013
Die israelische Regierung ist sauer auf den Internet-Giganten Google. Der hatte entschieden, in seiner weltweit genutzten Suchmaschine die "Palästinensischen Autonomiegebiete" durch "Palästina" zu ersetzen. Googles Anerkennung des Palästinenserstaates veranlasste nun den stelltvertretenden Außenminister Ze'es Elkin (Foto), einen Protestbrief an Goggle-Chef Larry Page zu schreiben. Darin unterstreicht er, dass Googles Schritt Israelis und Palästinenser nicht zurück an den Verhndlungstisch bringe, sondern das Gegenteil bewirke: Er bestätige die palästinensische Position, dass Palästina auch anerkannt werde, ohne dass es Verhandlungen mit Israel gebe.
Israel-Video des Tages: Jerusalem früher und heute
Montag, 6. Mai 2013
In den engen Gassen der Jerusalemer Altstadt gehen Juden und Araber unweigerlich auf Tuchfühlung. Jeder erhebt Anspruch auf die Heilige Stadt. Jerusalem ist wie ein Brennglas: Hier heizen sich die Probleme und Spannungen rasch auf. In der Bibel spielt Jerusalem eine wichtige Rolle. Juden, Christen und Muslime betrachten Jerusalem heilig. Nach offiziellen Angaben gibt es in der Stadt 1204 Synagogen, 158 Kirchen und 73 Moscheen. Etwa 780.000 Menschen leben in Jerusalem. Sie erleben, dass sich die Hauptstadt des jüdischen Staates rasant verändert. Ein Video der Israel heute-Fernsehredaktion.
Syrien: Israel greift Ziele nahe Damaskus an
Sonntag, 5. Mai 2013
Schwere Explosionen haben am frühen Sonntagmorgen die Außenbezirke der syrischen Hauptstadt Damaskus erschüttert. Augenzeugen berichteten von riesigen Feuersäulen am Nachthimmel (Bild: Szene aus einem Video). Das staatliche syrische Fernsehen meldete, israelische Raketen hätten ein Militärgelände nördlich der Stadt getroffen. Aus westlichen Geheimdienstkreisen war zu hören, der Luftschlag habe einem Raketenlager gegolten. Die Raketen seien für die Hisbollah-Terroristen im Libanon bestimmt gewesen. „Der Angriff in der vergangenen Nacht galt ebenso wie ein Angriff vor zwei Tagen den Fateh-110-Boden-Boden-Raketen, die auf dem Weg vom Iran zur Hisbollah waren“, zitiert eine Nachrichtenagentur einen Geheimdienst-Mitarbeiter. Diese Raketen haben eine Reichweite von rund 300 Kilometern.
Ami Ortiz: Ist er nun Jude oder nicht?
Freitag, 3. Mai 2013
Ein Jerusalemer Gericht hat vor kurzem den "jüdischen Terroristen" Jack Teitel zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte zwei Palästinenser umgebracht und versucht, zwei Israelis zu ermorden. Einer davon war der messianische Jugendliche Ami Ortiz, der zum Purim-Fest eine als Geschenk getarnte Bombe erhielt. Das Gericht befand, dass Teitel nicht geisteskrank sei. Die messianischen Juden in Israel - sie glauben, dass Jesus Christus der Messias ist - verfolgten einen Aspekt der juristischen Auseinandersetzung mit großem Interesse: Ami Ortiz erhielt nicht die staatlichen Entschädigungen, die normalerweise an Terroropfer bezahlt werden.
Israel-Video des Tages: Anschlagsopfer Ami Ortiz
Freitag, 3. Mai 2013
Das Fernsehteam von israel heute hat im Jahre 2011 Ami Ortiz zu Hause besucht. Vor der Kamera erinnert er sich an die schreckliche Bombenexplosion im Jahr 2008, berichtet über seine Verletzungen, die Reaktionen seiner Familie und über den Trost und Zuspruch, den er aus aller Welt erfahren hat. Außerdem erzählt der begeisterte Basketballspieler über seine Zukunftspläne.
Militär-Integrationsprogramm für Ultraorthodoxe ein Erfolg
Freitag, 3. Mai 2013
„Ultra-orthodoxe Juden in die israelische Gesellschaft zu integrieren ist keine Fantasie mehr, sondern ein nationales Ziel.“ Dafür setzt sich Israels neuer Wirtschafts-und Handelsminister Naftali Bennett ein. Der weitaus größte Teil der Ultraorthodoxen leistet keinen Wehrdienst. Es ist ein erklärtes Ziel der neuen Regierung, dies zu ändern. Dazu dienen besondere Programme, die ultraorthodoxe Juden besser auf das Leben nach dem Wehrdienst vorbereiten. Denn viele von ihnen haben zwar hervorragende Thora-Kenntnisse, doch ihre Allgemeinbildung kam zu kurz.
Schabbatlesungen 4. Mai 2013
Freitag, 3. Mai 2013
„BeHar und Bechukotai – Auf dem Berg und in meinen Gesetzen“
Wochenabschnitt: 3. Mose 25,1 bis 27,34
Haftara-Prophetenlesung: Jeremia 16,19-17,14
Palästinenser-Familie verteidigt Mord: „Unser Sohn erfüllte seine Pflicht“
Donnerstag, 2. Mai 2013
Die Familie des 21 Jahre alten Palästinensers Salam Zaghal, der am Dienstag den 31-jährigen jüdischen Familienvater Evyatar Borovsky erstochen hat, verteidigt die Bluttat. Gegenüber Journalisten erklärte sein Vater Ali Zaghal: „Was er getan hat, ist die Pflicht aller Palästinenser, die unter der Aggression der Armee und der Siedler leiden.“ Borovsky, ein Siedler aus Jitzhar und Vater von fünf Kindern, war an einer Bushaltestelle von hinten niedergestochen worden. Der Täter wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt und liegt im Krankenhaus. An der Beerdigung des Siedlers (Foto) hatten über 1000 Menschen teilgenommen.
Kinderärzte in Haifa trennen siamesische Zwillinge
Donnerstag, 2. Mai 2013
Chirurgen des Rambam-Krankenhauses in Haifa haben in einem hochkomplizierten Eingriff einen siamesischen Zwilling von seinem toten Bruder getrennt. Die Ärzte kämpften am Donnerstag weiter um das Leben des Babys, teilte die Klinik mit. Die Körper der Geschwister waren zu einem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft in großen Teilen verwachsen. Solche Missbildungen sind extrem selten. Eines der Kinder lebte schon vor dem Eingriff nicht mehr.
Studie: 40 Prozent der Palästinenser halten Selbstmord-Anschläge für gerechtfertigt
Donnerstag, 2. Mai 2013
Vier von zehn Muslimen in den Palästinensischen Autonomiegebieten sind der Meinung, dass Selbstmordanschläge gegen Zivilisten zur Verteidigung des Islam gerechtfertigt seien. Dieses erschreckende Ergebnis erbrachte eine Studie des amerikanischen „PEW Resarch Centers“ in Washington D.C., die jetzt veröffentlicht wurde. Für die repräsentative Untersuchung waren knapp 1000 erwachsene Palästinenser befragt worden. Weltweit wurde die Studie in 39 muslimischen Ländern durchgeführt. Nirgendwo fanden Selbstmord-Attentäter eine derart hohe Akzeptanz wie bei den Palästinensern.
Die UNO ist nur dann effektiv, wenn alles ruhig ist
Donnerstag, 2. Mai 2013
Die Spannungen an der israelischen Nordgrenze wachsen. Hisbollah-Milizen und Terrorgruppen im Libanon rücken der Grenze zu Israel immer näher. Sie nutzen aus, dass reguläre libanesische Truppen an die syrische Grenze im Osten des Landes verlegt wurden. Deshalb sind die Blauhelm-Soldaten der Vereinten Nationen (UNIFIL) besorgt. UNIFIL ist die so genannte Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon, die seit 1978 im Auftrag der Vereinten Nationen den Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon beobachtet. Über die Jahre hinweg haben zuerst die PLO-Terrorgruppen und später die Hisbollah-Terroristen ihren Beobachterdienst gestört.
Netanjahu: Grenzen sind nicht der Kern des Konflikts
Donnerstag, 2. Mai 2013
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wird von der Opposition, aber auch von Mitgliedern seiner eigenen Koalition dazu gedrängt, mit den Palästinensern neue Friedensgespräche zu führen. Der Premierminister von Katar, Al Thani, hatte Anfang dieser Woche bei einem Besuch in Washington den Austausch von Land zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten vorgeschlagen. „Im Kern geht es bei diesem Konflikt nicht um Land“, erklärte nun Netanjahu, ohne auf Al Thanis Vorschlag direkt einzugehen. Tatsächlich weigerten sich die Palästinenser, Israel als jüdischen Staat und Heimat des jüdischen Volkes anzuerkennen. Das sei das eigentliche Problem.
Israel-Video des Tages
Donnerstag, 2. Mai 2013
So manchem Hundebesitzer stinkt es, wenn er die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners auf dem Gehweg einsammeln muss. Damit könnte bald Schluss sein – dank der Erfindung eines israelischen Professors. Eine Art Mini-Bagger sammelt den Hundehaufen auf, vermischt ihn mit einer Chemikalie und fügt noch mehr Sauerstoff hinzu. Dabei erhitzt sich das Ganze und am Ende bleibt nur ein Häufchen Asche zurück.
Israels Armee zeigt Stärke: Deutliche Signale an die Terrorgruppen
Mittwoch, 1. Mai 2013
Die israelische Armee zeigt demonstrativ Stärke und Entschlossenheit: Die gezielte Tötung eines 24 Jahre alten palästinensischen Terroristen, der für den Raketenbeschuss des israelischen Urlaubsortes Eilat verantwortlich gewesen sein soll, sei ein deutliches Signal an die Terrorgruppen in der Region. Das unterstreichen heute israelische Medien. Der Getötete habe eine zentrale Rolle bei der Beschaffung und dem Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen gespielt, erklärte das Militär. Er sei mit einem Motorrad im nördlichen Gazastreifen unterwegs gewesen, als er von einem israelischen Flugzeug aus beschossen wurde. Es war der erste tödliche Luftangriff, seit Israel Ende November unter ägyptischer Vermittlung einen Waffenstillstand mit der radikalislamischen Hamas geschlossen hatte. Danach war es drei Monate ruhig geblieben, ehe die Islamisten vor zwei Monaten den Raketenbeschuss wieder aufnahmen.

Der Luftschlag zeige, dass Israel den fortgesetzten Raketenbeschuss nicht hinnehmen werde, unterstreichen die Kommentatoren der israelischen Zeitungen. Außerdem sei den Terrorgruppen deutlich gemacht worden, dass der israelische Geheimdienst ihre Anführer im Blick habe.

Israel-Video des Tages
Mittwoch, 1. Mai 2013
Bei der Entwicklung von Hochtechnologie-Produkten für das Militär gehört Israel zu den führenden Nationen der Welt. Ein Beispiel ist in diesem Video zu sehen. Der „VIPeR“ ist ein kleiner Roboter, der nahezu jedes Hindernis überwindet. Er kann sogar Treppen steigen. Mit einer Kamera ausgestattet, liefert er heimlich Fotos von feindlichen Truppen oder belauscht diese über seine Mikrofone. Zudem wird er eingesetzt, um versteckte Sprengfallen zu finden. Dafür wird das Gerät mit Sprengstoff-Detektoren ausgestattet. So bringen sich die Soldaten nicht in Lebensgefahr. Ferner kann der nur 46 Zentimeter große Roboter bei Bedarf bewaffnet werden. Er ist mit rund 11 Kilogramm so leicht, dass er im Rucksack eines Soldaten transportiert wird.
Nach Mord an Familienvater: Polizei warnt vor Eskalation der Gewalt
Mittwoch, 1. Mai 2013
Nach dem Mord an dem jüdischen Familienvater Eviatar Borovsky (31) ist die Lage im sogenannten Westjordanland angespannt. Die Armee und die Polizei zeigen starke Präsenz, da heftige Unruhen befürchtet werden. Empörte Siedler hatten am Dienstag Autos und Häuser von Palästinensern mit Steinen beworfen und Felder angezündet. Die Palästinenser attackierten daraufhin die Siedler. Die Polizei nahm zehn Randalierer fest. Eviatar Borovski, Vater von fünf kleinen Kindern, stammt aus der Siedlung Jitzhar. Er war am Dienstag an einer Bushaltestelle von einem 24-jährigen Palästinenser niedergestochen worden.
Papst Franziskus verspricht Präsident Peres baldigen Besuch in Israel
Mittwoch, 1. Mai 2013
Israels Staatspräsident Shimon Peres ist am Dienstag im Vatikan von Papst Franziskus empfangen worden. Bei dem Gespräch ging es um die Spannungen im Nahen Osten, die Aussichten auf Frieden und die Bedrohung durch den weltweiten Antisemitismus. Franziskus unterstrich, Antisemitismus widerspreche dem wahren Geist des Christentums. Als Papst werde er keine Erscheinungsformen von Judenfeindlichkeit dulden. Shimon Peres hat das Oberhaupt der katholischen Kirche am Ende der halbstündigen Privataudienz eingeladen, das Heilige Land zu besuchen. Israelis aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern und Religionen würden den Papst begeistert empfangen, kündigte Peres an. Papst Franziskus sagte sofort zu. Er werde „so bald als möglich“ nach Israel kommen, erklärte der aus Argentinien stammende Kirchenführer.

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