Montag, 21. Januar 2013
Am Dienstag wählt das israelische Volk seine neue Regierung. Benjamin Netanjahu hat zuvor noch schnell die charismatische Persönlichkeit Moshe Kahlon (im Bild links) zum Chef der israelischen Landbehörde ernannt. Kahlon setzt sich für den Bau neuer Wohngebiete ein, weil dadurch die Wohnungspreise erschwinglicher werden. Die Arbeiterpartei wirbt derweil verstärkt um die Stimmen der noch unentschiedenen Frauen. Einer ihrer Umfragen zufolge wissen etwa 500.000 Frauen am Vorabend der Wahlen noch nicht genau, wen sie wählen sollen. Die radikal zionistische „Bayit Jehudi“ Partei des Naftali Bennett wirbt unterdessen damit, den Gazastreifen, den Ariel Scharon 2005 um des Friedens willen an die Palästinenser abgegeben hat, und der mittlerweile zur Brutstätte des Raketenterrors gegen Israel geworden ist, wieder zurückzuerobern. Ein in Amerika lebender ultraorthodoxer Satmarer Rebbe ist extra aus den USA angereist gekommen, um den Juden in Israel zu predigen, dass das Abstimmen zur Knessetwahl gemäß der Thora - wie er lehrt - eine Sünde sei. Er zahlt jedem, der nicht wählen geht, 100 Dollar. Ebenfalls kurios: Jeremy Gimpel, ein in den USA geborener und aufgewachsener Kandidat der israelischen zionistisch-radikalen „Bayit Jehudi – Jüdisches Haus“ Partei sagte in einer Rede, es sei das Beste, wenn der Felsendom auf dem Tempelberg in die Luft fliege.