Montag, 19. November 2012
Die englischsprachige arabische Tageszeitung Asharq Al-Awsat, die auf vier Kontinenten in 14 Städten für die weltweite Verbreitung gedruckt wird, veröffentlichte in ihrem Editorial, dass Syrien und Iran für die Eskalation im Gazastreifen verantwortlich seien. „Syrien und Iran haben zuerst versucht, Israel auf den Golanhöhen, über die Sinai Halbinsel oder der Hisbollah im Südlibanon in eine Auseinandersetzung hineinzudrängen, aber als dies nicht gelungen ist, wandten sie sich dem Gazastreifen zu“, so schreibt Redakteur Tariq Alhomayed.
Während die arabische Welt Israels aggressive, weltweit Schlagzeilen beherrschende „Operation Wolkensäule“ im Gazastreifen heftig kritisiert, wütet in Syrien seit 20 Monaten ein blutiger Krieg. Täglich kommen in Syrien seit Beginn der blutigen Aufstände gegen das Assad Regime zwischen 100 bis 200 Menschen ums Leben.
Die Wurzel dessen, was heute in Südisrael und im Gazastreifen geschehe, sei der Iran und Syrien, die laut Tariq Alhomayed die Weltöffentlichkeit von dem was in Syrien geschieht, ablenken wollen. „Die Kriege in unserer Nachbarschaft sind leider zu einer Art Wettrennen geworden, jeder Krieg überschattet den nächsten Krieg“, so Alhomayed. „Was heute in Gaza abläuft, ist eine Flucht nach vorn, mit der Hoffnung, so Baschar el Assad zu verteidigen oder zu bewirken, dass somit der Preis von Assad Sturz teurer sein wird. Die prominenten Architekten dieser Taktik sind die Iraner.“