News Archive

September 2011

Gedanken zu Rosch HaSchana
Mittwoch, 28. September 2011
Der Rabbiner Sa‘adja Gaon (882-942) nennt zehn Gründe für das Schofarblasen, das Blasen des Widderhorns, zu Rosch HaSchana, dem jüdischen Neujahr.

An diesem Tag hat Gott die Schöpfung vollendet und trat das Königtum über Seine Welt an. Ein König lässt mit Posaunenschall seine Herrschaft verkünden. Auch wir setzen den Schöpfer, gelobt sei Er, an diesem Tag als König ein.

Rosch HaSchana ist der erste der Asseret Jemej Tschuwa – der zehn Bußtage. Man lässt den Ton des Schofars erschallen, um zu warnen: Wer umkehren will, der tue es. Wer aber nicht, der erhebe keine Selbstanklage. Auch Könige warnen vor Regierungsantritt ihre Untertanen, ihren Verordnungen folge zu leisten. Wer die Gesetze übertritt, soll sich nicht beklagen.
Der Blick nach vorn
Mittwoch, 28. September 2011
Für den Autofahrer ist der Blick in den Rück- und Seitenspiegel wichtig. Doch der Blick nach vorne hat absolute Priorität, denn sonst fährt man gegen das nächste Auto. Das ist auch im Geistlichen so. Die meisten Christen befassen sich nur mit den vergangenen biblischen Geschichten und ignorieren dabei das in die Zukunft weisende prophetische Wort.

Gott aber will, dass wir nach vorne blicken. In Amos 3,7 heißt es: „Gott, der HErr, tut nichts, ohne zuvor seinen Ratschluss seinen Knechten, den Propheten, offenbart zu haben“. Auch Jesus Christus sagt uns in Markus 13,23 „Seht euch vor, denn ich habe euch alles zuvor gesagt!“ Hätten die Jünger Jesu sich damals nur mit der vergangenen biblischen Geschichte befasst und nicht mit dem prophetischen Wort, wären sie nicht dem Tischler aus dem verrufenen Nazareth, der in dem unbedeutenden Bethlehem geboren wurde, gefolgt, denn die Offenbarung, dass er Gottes Sohn ist, kam erst später.

Kurznachrichten
Mittwoch, 28. September 2011
+++ Bei einem Empfang für ausländische Botschafter zu Rosh Hashana hat Präsident Shimon Peres erneut den Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, Präsident Mahmud Abbas, dazu aufgerufen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Bei dem Empfang waren mehr als 60 ausländische Diplomaten zugegen, darunter auch der jordanische und der ägyptische Botschafter. +++ Die Gasleitung aus dem Sinai nach Israel wurde am Dienstag bereits zum sechsten Mal in den letzten Monaten angegriffen. Augenzeugen berichteten, dass drei bewaffnete Männer aus einem Auto gesprungen seien und das Feuer auf die Gasleitung eröffnet hätten. Unmittelbar darauf ertönte eine Explosion. +++ Der kriegsversehrte israelische Läufer Eitan Hermon hat in diesem Jahr zum zweiten Mal am Berlin-Marathon teilgenommen. Hermon lief die Strecke in 3 Stunden, 12 Minuten und 13 Sekunden. 2006 wurde er während des Zweiten Libanonkrieges verletzt. Ein Jahr später wurde sein Unterschenkel nach anhaltenden Komplikationen amputiert. Bereits kurze Zeit nach der Amputation begann Hermon wieder mit dem Lauftraining. Beim Berlin-Marathon dieses Jahr erreichte er in der Gesamtwertung Platz 2.315 von insgesamt knapp 33.000 Läufern. Sein Traum bleibt weiter der Weltrekord. +++ Sollten jetzt Knessetwahlen stattfinden, würde Netanjahus Likud-Partei 32 Mandate bekommen, ein Plus von 5 Mandaten; Tzipi Livnis Kadima Partei würde nur noch 18 Mandate bekommen, 10 Mandate weniger und die Arbeiterpartei unter der neuen Führung von Shelly Yacimovich erhielte 26 Mandate, das wären 13 Mandate mehr. +++ Samstag Nacht wird in Israel die Uhr um 1 Stunde zurückgestellt – Winterzeit. +++ Wegen dem jüdischen Neujahrsfest Rosch Hashana und dem direkt darauffolgenden Schabbat wird der nächste Newsletter am Montag verschickt werden.
Schabbat-Lesungen und Kommentar
Mittwoch, 28. September 2011
„HA‘ASINU – Horcht auf“ 5. Mose 32, 1 bis 52;
Haftara-Prophetenlesung: Hosea 14,2-10 und Joel 2, 15-27.
Sonder-Buße-Schabbat (Te)Schuwa!

Kommentar:
Dies ist unsere vorletzte Parascha (Wochenabschnitt) des Jahreslesezyklus, die vom ‘Lied Mose’ (hebr. Schirat Mosche) spricht. Das erste Lied Mose war das ‘Lied des Meeres’ (Schirat HaJam) als das Volk wundersam durch Schilfmeer im Trockene triumphal durchquerte. Jetzt in dem letzten Lied Mose ist es bevor sie den Jordan überqueren werden. Mit dem ersten Lied begann die Wüstenwanderung und mit dem Letzten endete die 40-jährige Journee. Das Lied Mose ist hier wie ein Testament an das Volk, bevor er es verlassen wird. Wie jedes Testament vor dem Sterben gibt es mindestens zwei Zeugen. Darum beginnt Mose das Lied ‘Horcht auf Himmel... und die Erde höre“. Mose nahm Himmel und Erde als seine Zeugen, bevor er über Israel sprach.
Zum Neuen Jahr hat Israel 7.797.400 Einwohner
Dienstag, 27. September 2011
Das Zentralbüro für Statistik hat kurz vor dem Einläuten des Neuen Jahres am Montag die aktuellen Bevölkerungszahlen bekannt gegeben. Die 7.797.400 Einwohner setzen sich zusammen aus 5.874.300 Juden, 1.600.100 Araber und 323.000 Anhänger anderer ethnischen Gruppen. Die zusätzlichen 217.000 Gastarbeiter wurden nicht in die Statistik miteinbezogen. Im vorherigen jüdischen Jahr 2009/2010 gab es 7.645.000 Einwohner. Dem Statistikbüro zufolge ist die Zahl der jüdischen Bevölkerung um 1,7 Prozent und die der arabischen um 2,5 Prozent angestiegen. Die muslimische Bevölkerung ist um 2,7 Prozent, die christliche um 0,9 Prozent und die drusische um 1,8 Prozent angestiegen. 166.255 Kinder wurden im vergangenen Jahr geboren, das bedeutet einen Anstieg von 3,2 Prozent im Vergleich zu 2009/2010.
Budgetkürzung lässt Armee einrosten
Dienstag, 27. September 2011
Laut dem Vorschlag des Trajtenberg-Komitees, das die soziale Situation im Lande verbessern will, sollen nun 498 Mrd. Euro vom Verteidigungshaushalt gekürzt werden. Die Militärführung und Verteidigungsminister Ehud Barak sind davon nicht begeistert. Eine Quelle der Militärführung sagte dazu, dass diese Kürzung bereits die nächste Winograd-Untersuchungskomission herbeibeschwöre. Nur hierbei würde man nicht nur die Geschehnisse eines Krieges untersuchen, sondern auch die Beamten des Finanzministeriums unter die Lupe nehmen und anklagen. Denn mit diesem Einschnitt in das Budget würde die Verteidigung des Landes und seiner Einwohner in Gefahr gebracht werden, denn das Militär könne sich nicht weiterentwickeln und moderne Kampfmittel erwerben. Die Manöver der Soldaten in Vorbereitung auf Konflikte würden vermindert werden und auch die Instandhaltung der Kasernen mit der Kriegsausrüstung würde darunter leiden.
Zweistaatenlösung ist neuer Teilungsplan
Dienstag, 27. September 2011
Um kein Land und um keine Stadt wurde im Laufe seiner rund 4000-jährigen Geschichte so oft gekämpft, wie um Israel und seine Hauptstadt Jerusalem. Historiker summieren 118 kriegerische Konflikte. Nachdem Pharao Ramses III. im Jahre 1176 vor Chr. die Philister (lat. für Palästinenser) aus Ägypten in den Gazastreifen vertrieben hatte, versuchten die Philister immer wieder, ins judäische Landesinnere vorzudringen. Somit ist der israelisch-palästinensische Konflikt nicht neu, sondern schon 3.187 Jahre alt. Am 20. September sollen auf Antrag der Palästinenser die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, UNO, darüber obstimmen, ob es – ohne Verhandlungen mit Israel – einen selbständigen Palästinenserstaat geben wird oder nicht. Das ist nicht so sehr ein Stichtag für Israel, sondern in erster Linie ein Tag der Entscheidung für die Völker. Für die Staaten, die für einen Palästinenserstaat in den Grenzen von vor Juni 1967 stimmen, ist es ein Gerichtstag. Sie würden für eine Teilung des Landes stimmen und damit das Gericht über sich ausrufen, weil Gott mit allen Völkern, die Israel teilen, ins Gericht gehen wird. In Joel 4,1-2 sagt Gott, dass er die Zerstreuten Judas und Jerusalems zurückbringen und dann mit den Völkern ins Gericht gehen wird, die sein Volk unter die Heiden zerstreut und sein Land geteilt haben. Gott nennt die Israelis mein Volk (ami) und Israel mein Land (arzi).
Hebron Muchtar: „Es wird keinen Palästinenserstaat geben“
Dienstag, 27. September 2011
Dies sagen immer mehr Palästinenser. „Die Welt hat von der Realität in der West Bank keine Ahnung“, sagte Scheich Abu Khader Dschabari. „Die Anerkennung eines Palästinenserstaats in der UNO-Vollversammlung würde weder uns noch den Israelis etwas bringen. Mahmoud Abbas hat sich verstiegen und weiß nicht, wie er von dem Baum wieder herunterkommt.“ Der Muchtar aus Hebron erzählte Israel heute in seiner Residenz von den Fehlern, die Israel und die Palästinenser gemacht haben.
„Für die Juden ist dieses Land heiliges Land, und gemäß islamischer Religion dürfen wir gar nicht über das Land verhandeln. Aus diesem Grund ist ein palästinensischer Staat schon vor seiner Gründung gescheitert. Ein Palästinenserstaat hat keine Basis für seine Existenz. Es hat kein Territorium und keine Bewegungsfreiheit zwischen den Palästinenserstädten.“
Die schönsten Jahre waren für den 70 jährigen Muchtar und Scheich die Jahre vor den umstrittenen Osloer Verträgen von 1993.
Polizei: Vater und Sohn sterben bei Terroranschlag
Montag, 26. September 2011
Ascher Palmer (25) und sein einjähriger Sohn Jonathan sind ums Leben gekommen, als sich ihr Auto in der Nähe von Hebron-Kiriat Arba überschlagen hat. Dies war die Mitteilung vor zwei Tagen. Jetzt wurde jedoch bekannt gegeben, dass es sich dabei um einen Terroranschlag handelte. Dies wurde klar, nachdem eine Computertomographie-Untersuchung an den beiden Leichen durchgeführt wurde. Ascher wurde, bevor das Auto sich überschlug, von einem stumpfen Gegenstand am Kopf getroffen. Außerdem fand man in dem Auto einen in der Region unüblichen Stein. Die Polizei nimmt an, dass es sich um einen Terroranschlag der dort lebenden Palästinenser handelte, die den Stein aus einem vorbeifahrenden Auto auf den Wagen des Israelis warfen, der durch die Frontscheibe flog und Ascher am Kopf traf. Infolgedessen kam er von der Straße ab, fuhr in einen Zaun, das Auto überschlug sich und kam zwanzig Meter weiter zum Stillstand. Kurz danach redeten die Verkehrspolizisten und Soldaten, die in der Nähe stationiert waren von einem Unfall. Sie berichteten, keine Steinwerfer an der Straße gesehen zu haben.
Palästinensischer Pfarrer will Kirche entzweien
Montag, 26. September 2011
Der Gründer des palästinensischen Befreiungszentrums Sabeel (http://www.sabeel.org/) und Guru des Befreiungsideologen Mitri Raheb, Pfarrer Naim Ateek (Bild), will die Autorität vieler Kirchenführer von Jerusalem untergraben und die Kirche spalten. Nach seiner Wahlniederlage zum Bischof der anglikanischen Kirche in Jerusalem 1998 baute Ateek die Alternativ-Kirche Sabeel. Hier entstehen palästinensisch ideologisierte Kinder- und Jugendgruppen, Frauen- und Männerkreise, Gottesdienste, Gebetskampagnen, internationale Unterstützerkreise und Ökumenetreffen, wo Priester finanzielle Hilfe finden. Hier agiert Ateek wie ein Bischof.
Diese Alternativ-Kirche will die Autorität Jerusalemer Kirchenführer infrage stellen, wenn sie sich an der Bibel orientieren, die Gläubigen in der Lehre Christi unterweisen und bewusst der manipulierenden politischen Situation in Jerusalem widerstehen. Sabeel hingegen steht für die Manipulation der Christen zugunsten der palästinensischen Ideologie.
Kurznachrichten
Montag, 26. September 2011

+++ Das palästinensische Mädchen Abir Aramin (10) wurde 2007 versehentlich während einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Palästinensern und der israelischen Armee in Ostjerusalem getötet. Das Gummigeschoss eines Grenzschutzpolizisten habe sie damals getötet, so heißt es in einem Artikel bei Ynet. Nun hat das Gericht entschieden, dass die Familie des Mädchens 1,6 Millionen Schekel (320.000 Euro) Entschädigung vom Staat Israel bekommt. +++ Die Türkei hat eine Liste mit 174 Israelis, allen voran Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und andere Knessetmitglieder, veröffentlicht, die alle direkt oder indirekt an der Übernahme der Gaza-Flotille 2010 beteiligt waren. Via dem sozialen Netzwerk Facebook und dem Internet wurden alle Film-und Fotoaufnahmen des Vorfalles gesammelt und die Beteiligten ausfindig gemacht. +++ Palästinenserchef Mahmud Abbas wurde nach seiner Rückkehr aus New York in Ramallah von Tausenden Palästinensern als Triumphator empfangen. Sie nannten seine Rede vor der UNO den Beginn des palästinensischen Frühlings. Auf Transparenten stand „Du hast Dein Versprechen gehalten!“ – was nicht ganz stimmt, denn er wollte mit der Abstimmungsurkunde als 194er UNO-Staat zurückkommen. +++ Ministerpräsident Netanjahu verließ New York in der Hoffnung, dass der UNO-Sicherheitsrat den Antrag der Palästinenser auf einen eigenen Staat ablehnen wird und Frieden bis Ende 2012 laut des Nahost-Quartetts realisierbar ist. Netanjahu sagte im arabischen BBC-Fernsehen, dass er nach Frieden dürste und fügte hinzu, dass die jüdischen Siedler nur 1,5 Prozent von dem umstrittenem Gebiet bewohnen und, dass Jerusalem für immer die unteilbare Hauptstadt Israels bleiben wird.

Warten auf die Entscheidung
Freitag, 23. September 2011
Mit Protesten, Paraden und Rallys bereiten sich die Palästinenser auf die Entscheidung über ihr Staatsgesuch in der UNO vor. Israelische und palästinensische Sicherheitskräfte bereiten sich auf das Schlimmste vor. Im sogenannten Westjordanland in Ramallah, Nablus, Jenin und Hebron, und in Ostjerusalem am Damaskustor soll die Rede des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas vor der UNO am Freitagabend live auf riesigen Leinwänden übertragen werden. Kurz nach seiner Rede wird er die Bewerbung der PLO für einen eigenen Staat bei der Generalsversammlung einreichen.
Anti-Obama-Proteste in Ramallah
Freitag, 23. September 2011
Dutzende Palästinenser haben sich am Donnerstag in Ramallah zusammengefunden und vor Mahmud Abbas‘ Residenz gegen US-Präsident Barack Obama protestiert. Schilder wie „Obama, Du Heuchler!“ und „Obama, Du verbündest Dich mit Mördern!“ war die Antwort der Palästinenser auf die Rede von Präsident Obama vor der UN-Generalversammlung. Darüber hinaus haben sie Fotos von Obama verbrannt. In seiner Rede vor der UNO hat der amerikanische Präsident abermals betont, dass ein Palästinenserstaat nur durch Verhandlungen mit Israel zustande kommen werde und, dass der Bund zwischen den USA und Israel unzerbrechlich sei.
Kurznachrichten
Freitag, 23. September 2011
+++ Hunderte jüdische Studenten werden am Wochenende nach Budapest reisen, um den 50. Jahrestag der Eichmann-Prozesse zu begehen. Bei ihrem Aufenthalt werden sie auch mit Holocaustüberlebenden, die die Gerichtsverhandlung damals miterlebt haben, zusammentreffen. Diese Reise wurde von der jüdischen Behörde für junge Erwachsene in Deutschland (Jewish Agency for Young Adults in Germany) organisiert. +++ Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seine Frau Sarah (Bild) haben in New York am Ground Zero einen Kranz niedergelegt und den Opfern des 11. Septembers gedacht. +++ Deutschlands kleine Gemeinde hat am Donnerstag den Papst Benedikt gelobt, weil er die gemeinsamen Wurzeln des Juden- und Christentums betont hat. Bei seinem Deutschlandbesuch hat sich der Papst auch mit Kanzlerin Angela Merkel getroffen. Dieter Graumann, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, sagte auch, das internationale Judentum sei tief enttäuscht, würde der Papst den verstorbenen Papst Pius XII wie geplant für sein Lebenswerk selig sprechen. Dieser war zu Zeiten des Holocaust passiv und stumm. +++
Schabbat-Lesungen und Kommentar
Freitag, 23. September 2011
„Nitzavim / WaJelech – Ihr steht / Und er ging“
5. Mose 29,9 31,30; Haftara-Prophetenlesung: Jesaja 61,10 63,9

Kommentar:
Normalerweise werden diese beiden Paraschot (Wochenabschnitte) zusammen an einem Schabbat gelesen, nur im Schaltjahr wird es getrennt. Zusätzlich fällt unser Schabbat dieses Jahr auf den 25. Elul, genau eine Woche vor Neujahr – in dieser Woche fanden laut jüdischer Tradition die Weltschöpfungstage statt bis Rosch HaSchana, der Anfang der Menschheit!! Wir nähern uns dem Ende der Abschiedsrede des Mose, die an das gesamte Volk gerichtet war, von den Stammesoberhäuptern bis hin zum ‘Holzhauer und Wasserschöpfer’. In unserer Lesung finden wir abermals eine Bestätigung der Gültigkeit und Ewigkeit der Worte der Verheißungen, die Mose, der demütige Knecht Gottes, sprach. Nehmen wir als Beispiel Vers 13f: „Doch nicht mit euch allein schließe ich diesen Bund ..., sondern sowohl mit dem, der heute hier ist, ... als auch mit dem, der heute nicht mit uns hier ist. “ Ein ewiger Bund!
UN-Treffen: Palästinenser bekommen Gegenwind
Donnerstag, 22. September 2011
Die israelische Delegation ist nach dem ersten Treffen der UN-Generalversammlung am Mittwoch zufrieden. Die Palästinenser sind mit ihrem Staatsgesuch bei den USA und Frankreich auf Ablehnung gestoßen, so sagten Mitglieder der israelischen Delegation. Weiter bemerkten sie, dass den Amerikanern und Franzosen die raue Wirklichkeit im Nahen Osten endlich bewusst werde. Auf der Konferenz präsentierte Israel eine große Menge an Informationen des Geheimdienstes über die Machenschaften von Al-Qiada in Ägypten und die Ausbreitung des radikalen Islams in den arabischen Ländern. Die israelischen Gesandten warnten auch davor, dass die Sinai-Halbinsel zu einem zweiten Afghanistan werden könnte. Am Mittwoch ist es im sogenannten Westjordanland, genauer zwischen Tapuah und Migdalim, zu schweren Aufständen gekommen. Hunderte Palästinenser haben Steine geworfen und sich Kämpfe mit israelischen Sicherheitskräften geliefert. Hier am Qalandia-Checkpoint.
60 Millionen Euro Kürzung im Verteidigungsministerium
Donnerstag, 22. September 2011
Kurz vor seinem Abflug in die USA am Mittwoch hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine 60 Millionen Euro-Kürzung des Budgets des Verteidigungsministeriums genehmigt. So berichtete eine Quelle des Büros des Ministerpräsidenten bei Ynet. Das eingesparte Geld soll dem Trajtenberg-Komitee für eine Sozialreform zugute kommen. „Obwohl wir im Moment mit Problemen, die Sicherheit des Staates betreffend, umgehen müssen, dürfen wir die sozialen Probleme unseres Landes nicht außer Acht lassen“, hatte Ministerpräsident Netanjahu vor zwei Wochen bei einem Treffen mit dem Komitee geäußert.
Kurznachrichten
Donnerstag, 22. September 2011
+++ Am Mittwoch hat die Wahl zum neuen Vorsitzenden der Arbeiterpartei Israels stattgefunden. Shelly Jechimovich gewann den Posten der Vorsitzenden mit 22.229 Wahlzetteln beziehungsweise 54 Prozent der Stimmen. Ihr Gegner/Mitkandidat Peretz hat sie noch in der Nacht angerufen und ihr zum Wahlsieg gratuliert. Er wünschte ihr bei ihr neuen Arbeit viel Erfolg. Die Arbeiterpartei hat ein Schuldenkonto von etwa 10 Millionen Euro. +++ Innenminister Eli Jishai setzt sich für die Verbesserung der Beziehungen zwischen Israel und der Türkei ein und wird sich bald in Ankara mit einem hohen türkischen Geistlichen, der in Verbindung mit der türkischen Regierung steht, treffen. Ishai pflegt auch Kontakte mit Scheich Adnan Nuktar, der Ministerpräsident Erdogan nahesteht. +++ Aktivisten, die sich für die Freilassung Gilad Schalits einsetzen, blockierten am Mittwoch mit vollem Körpereinsatz die Zufahrt zum Keziot-Gefängnis im Süden des Landes. In den Bussen, denen die Zufahrt verwehrt wurde, sassen Familienangehörige von Hamas-Terroristen, die dort inhaftiert sind. Erst nach einigen Stunden und einem Eingriff der Polizei konnten die Angehörigen ihren geplanten Besuch durchführen. In den letzten Monaten haben sich die Aktivisten in der Nähe der Gefängnisse aufgehalten, wo Hamas-Terroristen einsitzen, um Familienbesuche zu verhindern, solange Gilad Schalit keinerlei Besuche seiner Eltern oder des Roten Kreuzes bekommen kann.
Erste Anzeichen von Unruhe bei den Palästinensern
Mittwoch, 21. September 2011
Einige israelische Regierungsbeamte erwarten, dass der palästinensische Gesuch für die Staatsgründung vor der UNO zu einem Ausbruch von Gewalt in Judäa und Samaria führen könnte. Die ersten Ausbrüche konnten bereits am Montag registriert werden, als eine Person aus der jüdischen Ortschaft Newe Zuf in Samaria Israel heute mitteilte, dass eine Zahl von Aktivisten, die mit der Fatah-Fraktion des PA-Präsidenten Mahmud Abbas in Verbindung stehen, die Ortszufahrt mit ihren Fahrzeugen versperrt haben. Viele der Einwohner, die nach Hause fahren wollten, mussten wieder umdrehen und haben entschieden, es später wieder zu versuchen. Mindestens einer Person kamen die Palästinenser bedrohlich nahe und er musste sich gegen sie verteidigen, als sie sich seinem Wagen mit bedrohlichen Gesten näherten. „Spannung liegt in der Luft und ich denke, dass eigentlich beide Seiten keine Gewalt wollen. Jedoch habe ich Angst, dass die echten Abbas-Anhänger das Feuer schüren, während ich hier spreche“, so die Person.
Tabakschmuggler aufgegriffen
Mittwoch, 21. September 2011
Die israelische Marine nahm zwei Palästinenser fest, die in ihrem Fischerboot Dutzende Säcke mit Tabak von Ägypten nach Gaza schmuggeln wollten. Das Boot fiel dem patrouillierenden Schiff auf, weil es sehr tief im Wasser lag und man nahm an, es handele sich um einen Waffenschmuggel. Die beiden Männer ergaben sich erst, als die Soldaten auf dem Schiff in die Luft schossen. Sie wurden in den Hafen von Ashdod gebracht und verhört, um festzustellen, ob sie mit einer Terrorgruppe liiert sind, denn sie benutzten den Seeweg, um Waffen einzuschmuggeln.
Kurznachrichten
Mittwoch, 21. September 2011
+++ Inbal Gawi (26, Bild) ist die erste Frau, die den israelischen Polizeikurs zur Bombenbeseitigung absolviert hat. Sie bewältigte das zehn-Monate-lange zermürbende Training Seite an Seite mit 14 männlichen Kadetten. Beim Bombenentschärfen haben Männer und Frauen die gleichen Ängste und beide seien gleich gut qualifiziert, so Gawi im Interview mit Ynet. „Ich wurde in keinster Weise anders behandelt. Mit meinem Erfolg kann ich vielleicht auch andere Frauen ermutigen, Berufe mit großer Herausforderung anzunehmen.“ +++ Der türkische Präsident Abdullah Gul hat sich während seines viertägigen Deutschlandaufenthalts mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin getroffen. Am Dienstag hat Merkel ihre Sorge über die schwindenden Beziehungen zwischen Israel und der Türkei zum Ausdruck gebracht und den Präsidenten zur Versöhnung mit dem jüdischen Staat gedrängt. Beide haben auch darüber diskutiert, ob die Türkei in die Europäische Union aufgenommen werden sollte. Gul äußerte in Deutschland mehrmals, dass die Türkei die volle Mitgliedschaft in der EU anstrebe. Der türkische Außenminister Davutoglu erklärte, dass die Türkei zusammen mit dem neuen Ägypten eine diplomatische und militärische Achse gegen Israel bilden will, um den Einfluss der USA im neuen Nahen Osten zu drosseln. +++ Ministerpräsident Netanjahu sprach nach seiner Ankunft in New York als erstes mit US-Präsident Barack Obama, um einen diplomatischen Schiffbruch zu verhindern. Am Freitag wird in der UNO-Vollversammlung darüber abgestimmt, ob es einen selbstständigen Palästinenserstaat geben wird oder nicht. Netanjahu will Frieden mit den Palästinensern, aber das nicht nur auf einem Stück Papier, das sich Friedensvertrag nennt. Noch sieht es so aus, als werde die Mehrheit der UNO-Mitgliedstaaten gegen Israel und für einen Palästinenserstaat stimmen. In den Palästinensergebieten werden dafür schon alle Städte geschmückt.
Erster jüdischer internationaler Sender
Dienstag, 20. September 2011
Erstmals in der Geschichte wird es einen internationalen Fernsehsender konzentriert auf Nachrichten aus Israel und der ganzen Welt für Juden geben. Am Mittwoch soll der Sender Jewish News 1 – JN 1 als Alternative zu globalen Sendern wie CNN, Fox News und Sky News fundieren, aber hauptsächlich als eine unpolitische, pro-israelische Version des arabischen Senders Al-Jazeera dienen. In den letzten 15 Jahren hat der arabische Sender Al-Jazeera ein millionenfaches Publikum gewonnen. Täglich, 24-Stunden lang und über Satellit wird man künftig Jewish News 1 in Nord-Amerika, Europa und dem Nahen Osten empfangen können. Der Sender hat Studios in Tel Aviv, Brüssel und Kiew, und weitere in Paris, Washington und London sollen noch folgen. Das Netzwerk hat 12 Korrespondenten und wird in englischer Sprache senden, aber es sollen auch bald Nachrichtenprogramme in Deutsch, Hebräisch, Russisch und Italienisch folgen. „Wir werden alles senden, was es sich zu senden lohnt“, sagte Chefredakteur des Senders, Alexander Zanzer (Bild), der im Hauptquartier in Brüssel arbeitet.
Abdallah II.: Israel schuld an stockenden Verhandlungen
Dienstag, 20. September 2011
Jordaniens König Abdallah II. sagte in einem Interview mit dem Wall Street Journal, das am Dienstag veröffentlicht wurde, dass die israelischen Politiker „die Köpfe in den Sand stecken“. Sie seien es, die an den eingefrorenen Verhandlungen mit den Palästinensern Schuld sind. Er warnte, dass das Versagen, den diplomatischen Prozess wieder ins Rollen zu bringen, die Region in eine Instabilität stürzen könnte. „Wenn wir die Palästinenser und Israel nicht in den nächsten Tagen wieder an einen Tisch bekommen, was heißt das dann für den weiteren Friedensprozess?“, sagte Abdallah II. in New York, wo er an den Treffen der UNO teilnahm.
Militär zeigt guten Willen
Dienstag, 20. September 2011
Die Führung des israelischen Militärs hat eine Liste gewisser Gesten des guten Willens gegenüber den Palästinensern ausgearbeitet. Diese sollen nach dem geplanten Staatsausruf der Palästinenser angeboten werden, um den Ausbruch von Gewalt gegen Israel zu verhindern, so meldete die Jerusalem Post. Auf dieser Liste stehen unter anderem die Minderung militärischer Operationen in den palästinensischen Städten in den Gebieten, die als Bereich A bezeichnet werden und unter vollständiger Kontroller der PA-Behörde stehen. Während diplomatischer Engpässe in der Vergangenheit kam dieser Schritt schon öfter zum Einsatz.
Ein weiterer Versuch der Versöhnung
Dienstag, 20. September 2011
Ministerpräsident Netanjahu sagte am Montagabend, dass er an einem Treffen mit PA-Chef Mahmud Abbas in New York interessiert sei. „Ich rufe den Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde auf, direkte Verhandlungen mit uns in New York zu beginnen, die dann in Jerusalem und Ramallah weitergeführt werden können. Ich schlage Präsident Abbas vor, Friedensverhandlungen zu beginnen, anstatt die Zeit mit vergeblichen einseitigen Unternehmungen zu vergeuden“, so Netanjahu. (Archivfoto)
Israelische Diplomaten kehren nach Kairo zurück
Montag, 19. September 2011
Vier der israelischen Diplomaten und Sicherheitsleute, die letzte Woche aus Kairo evakuiert werden mussten, sollen diese Woche dorthin zurückkehren. Sie wollen ihre Arbeit in einem anderen Gebäude wieder aufnehmen. Es wird jedoch Zurückhaltung geübt, was die diplomatischen Aufgaben angeht. Letzte Woche sind sie nur knapp einer Katastrophe entkommen, als gewalttätige Protestler die israelische Botschaft in Kairo stürmten. In der ägyptischen Tageszeitung Al-Ahram wurde am Sonntag berichtet, dass ein ägyptischer Milliardär den Demonstranten hohe Geldsummen für die Attacke auf die Botschaft hat zukommen lassen. In dem Bericht heißt es, dass einige der verhafteten Demonstranten bei der Polizei behaupteten, für ihren Angriff auf die Botschaft bezahlt worden zu sein. Eine andere Quelle hat ausgesagt, am Vortag der Krawalle drei Busse mit Jugendlichen im Stadtzentrum gesehen zu haben.
Israel hilft, palästinensische Wirtschaft zu stabilisieren
Montag, 19. September 2011
Vizeaußenminister Danny Ayalon sprach am Sonntag bei der Geberkonferenz für die Palästinenser in den Hallen der UNO in New York. Ihm zufolge sei Israel weiterhin daran interessiert, den Palästinensern bei der Entwicklung ihrer Wirtschaft zu helfen. Jedoch könnte dies durch eine einseitige Staatserklärung beeinträchtigt werden. „Zukünftige Unterstützung und Zusammenarbeit könnten irreparabel untergraben werden, sollte die palästinensische Führung entgegen dem mit Israel unterzeichneten Abkommen handeln, welches auch die existierenden wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und der PA reguliert“, so Ayalon vor der Konferenz. Die Veranstaltung wurde von dem Untersekretär für politische Affären, B. Lynn Pascoe, betreut und im Vorstand saß mitunter der norwegische Außenminister Jonas Ghar Store. Die Palästinenser wurden durch ihren Ministerpräsidenten Salam Fayyad vertreten.
Palästinenser warnen Obama
Montag, 19. September 2011
Die Palästinensische Autonomiebehörde hat die US-amerikanische Regierung und Präsident Barack Obama am Samstag gewarnt. Sollten die USA ein Veto gegen die palästinensische Staatsgründung beim UN-Sicherheitsrat einlegen, würde damit die Zweistaatenlösung für den Nahostkonflikt zerstört werden. Der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat beharrte hartnäckig darauf, dass „jeder, der die Zweistaatenlösung unterstützt, muss die Palästinenser bei der UNO unterstützen“. Ein anderer Beamter der PLO erinnerte Präsident Obama daran, dass er im September 2010 versprochen hat, dass innerhalb eines Jahres ein palästinensischer Staat etabliert werden würde.
Vorträge in Deutschland - Michael Schneider
Sonntag, 18. September 2011
So., 18. September um 19.30 Uhr in 72461 Albstadt-Onstmettingen
Apis-Gemeinschaftsbund und eveng. Kirchengemeinde, Ev. Gemeindehaus, Heinrich-Heine-Str. 39.
H. Eppler, Tel.: 07432-21318
Thema: Aktuelle Lage Israels im Lichte der Bibel

Mo., 19. September um 20.00 Uhr in 73037 Göppingen-Manzen
Freie Evang. Missionsgemeinde, Schieferstr. 20.
W. Haag, Tel.: 07334-923390
Thema: Aktuelle Lage Israels und des neuen Nahen Ostens - im Lichte der Bibel

Di., 20. September um 20.00 Uhr in 68159 Mannheim
Ev. Kirchgemeinde Trinitatis, Trinitatis-Saal Quadrat G 3,12.
U.Nellen, Tel.: 0176-42022854
Thema: Aktuelle Lage Israels im Lichte der Bibel - heute ein Volk ohne Hirte
Queen stoppt mögliche Verhaftungen wegen „Kriegsverbrechen“
Freitag, 16. September 2011
Die englische Königin Elizabeth II. hat eine Änderung des umstrittenen Kriegsverbrecher-Gesetzes unterschrieben. Damit setzte sie die Neuregelung formell in Kraft. Bislang drohte Repräsentanten fremder Staaten in Großbritannien die Verhaftung wegen angeblicher „Kriegsverbrechen“. Deshalb hatte die israelische Oppositionsführerin Zipi Livni eine London-Reise im Dezember 2009 abgesagt. Auch Offiziere und Soldaten der israelischen Armee mussten befürchten, bereits bei ihrer Ankunft verhaftet zu werden. Der israelische Botschafter in Großbritannien, Matthew Gold, begrüßte die Neuregelung. Sie verhindere den Missbrauch des britischen Rechtssystems zu politischen Zwecken.
Widerstand gegen jüdische „Taliban-Frauen“ wächst
Freitag, 16. September 2011
Sie haben ihre Gesichter verhüllt und tragen schwarze Ganzkörper-Schleier: Doch diese Frauen sind keine Musliminnen, sondern ultraorthodoxe Jüdinnen. In Israel wächst der Widerstand gegen die sogenannten „Taliban-Frauen“. Nach neuen Schätzungen gehören etwa 300 Frauen in Jerusalem und Beit Shemesh zu der ultraorthodox-radikalen Gruppierung, die vor rund sechs Jahren entstanden ist. Die „Taliban-Frauen“ zwingen selbst sechsjährige Mädchen dazu, sich vollständig zu verhüllen. Medienberichten zufolge sind viele „Taliban-Frauen“ neureligiös, sie haben sich erst kürzlich dafür entschieden, „fromm“ zu leben. Ultraorthodoxe Schulen hatten sich geweigert, die verhüllten „Taliban-Mädchen“ zu unterrichten. Daraufhin hatte die Gruppierung kurzfristig Privatschulen gegründet, offenbar ohne Zustimmung des Erziehungsministeriums.
Obamas israelkritische Haltung verschreckt Juden in USA
Freitag, 16. September 2011
Die amerikanischen Juden verweigern US-Präsident Barak Obama zunehmend die Unterstützung. Das zeigen neue Umfragen. Grund ist Obamas israelkritische Haltung. Bei der Präsidentenwahl 2008 konnte sich Obama noch darüber freuen, dass ihn etwa 80 Prozent der amerikanischen Juden unterstützt hatten. Doch dann zeigte sich, dass der neue US-Präsident eine andere politische Linie verfolgte als seine Amtsvorgänger. Unvergessen ist Obamas Rede in Kairo im Juni 2009. Darin verglich er die Lebensumstände der Palästinenser unter israelischer Herrschaft mit denen der Juden unter den Nazis und der Schwarzen unter der Apartheid. Auch fiel auf, dass Obama in seinen Reden die Muslime und den Islam stets ausführlich lobt und würdigt. Dagegen nutzte er im vergangenen Jahr seine Grußbotschaft zum jüdischen Neujahrsfest nur dazu, um einen Palästinenserstaat zu propagieren.
Kurznachrichten
Freitag, 16. September 2011
+++ „Die Welt hat von der Realität im Westjordanland keine Ahnung!“ Das erklärte Scheich Abu Khader Dschabari in einem Gespräch mit israel heute. „Die Anerkennung eines Palästinenserstaates in der UNO-Vollversammlung wird uns und den Israelis nichts bringen. Mahmoud Abbas ist zu hochgeklettert und weiß nicht, wie er vom Baum herunterkommt.“ Im Gespräch mit israel heute in seiner Residenz erzählt der einflussreiche Mukhtar (Dorfvorsteher) aus Hebron, welche Fehler Israel und die Palästinenser seiner Ansicht nach machten. Im Gegensatz zur palästinensischen Autonomieführung, die auf den Ausruf eines Palästinenserstaates am 21. September in der UNO-Vollversammlung drängt, sei ein Großteil der palästinensischen Bevölkerung mit diesem Schritt ihrer Führung nicht einverstanden. Selbst in den palästinensischen Medien würden entsprechende Stimmen immer lauter. „Ein Palästinenserstaat hat keine Grundbasis für seine Existenz. Er hat kein Land und es gibt keine Bewegungsfreiheit zwischen den Palästinenserstädten“, unterstrich Scheich Dschabari. Er sehnt sich nach den 70er Jahren, in denen Israelis und Palästinenser in relativem Frieden lebten (mehr darüber in der nächsten Ausgabe des israel heute-Magazins. +++ Michael Schneider ist derzeit zu einer Vortragsreise unterwegs.
PLO-Vertreter fordert „Palästina ohne Juden“
Donnerstag, 15. September 2011
Der Vertreter der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) in den USA, Maen Areikat (Bild), tritt für einen Staat Palästina ein, der „frei von Juden“ ist. Gegenüber Journalisten unterstrich er, „nach 44 Jahren der militärischen Besatzung und all den Konflikten ist es im Interesse beider Völker, getrennt zu leben.“ Areikat gab diese Stellungnahme ab, als er nach den Rechten von Minderheiten in dem neuen Staat „Palästina“ gefragt wurde. Die Palästinenser wollten einen säkularen Staat, bräuchten aber die Trennung von den Juden, um ihre eigene Identität zu finden. Areikats Aussagen stießen auf scharfe Kritik, auch in den eigenen Reihen. Der palästinensische Religionsminister Mahmoud al-Habesh sagte, der neue Staat Palästina begrüße Menschen aller Glaubensrichtungen.
Israel evakuiert seine Botschaft in Jordanien
Donnerstag, 15. September 2011
Israel holt vorsorglich seine Diplomaten aus der jordanischen Hauptstadt Amman nach Hause. Die Botschaft wird vorübergehend geschlossen. Damit will die Regierung eine Eskalation der Gewalt wie in Kairo vermeiden. Dort war ein gewalttätiger Mob in die israelische Botschaft eingedrungen, sechs Sicherheitsbeamte entgingen nur knapp dem Tod. In Jordanien hatten islamische Gruppen zu einem Massenprotest unter dem Motto „Keine zionistische Vertretung auf jordanischem Boden“ aufgerufen. Im Gegensatz zu Kairo, wo die israelischen Diplomaten zusammen mit ihren Familien lebten, sind in Amman nur die Botschaftsangehörigen stationiert. In Jordanien war für das kommende Wochenende über das soziale Netzwerk Facebook zu einem „Marsch der Millionen“ aufgerufen worden.
Ami Ortiz gilt nicht als „Terror-Opfer“
Donnerstag, 15. September 2011
Unter der Überschrift „Es schreit nach einem Absurdum“ hat die israelische Tageszeitung Yediot Achronot einen ausführlichen Bericht über das staatliche Verhalten gegenüber der messianisch-jüdischen Familie Ortiz veröffentlicht. Vor drei Jahren hatte eines ihrer sechs Kinder, Ami Ortiz (Bild rechts), schwerste Verletzungen erlitten. Er hatte vor der Haustür einen Purimkorb entdeckt, der in seinen Händen explodierte. Die Bombe war mit Schrauben und Nägeln versehen, was die Verletzungen noch schlimmer machten. Der Täter war kein Palästinenser, sondern der Jude Yakov Teitel, der noch zahlreiche weitere Straftaten verübte. Ami Ortiz kann als Jude, der von einem jüdischen Terroristen angegriffen wurde, vom Staat nicht als Terroropfer anerkannt werden. Im israelischen Gesetz ist ein solcher Fall nicht vorgesehen. Der palästinensische Taxifahrer Samir Balbissi, der 1997 ebenfalls von Jakov Teitel ermordet wurde, wird dagegen doch als Terroropfer anerkannt.
Kurznachrichten
Donnerstag, 15. September 2011
>+++ Der Israeli Roi Sadan (Bild) – genannt Jinji – weil er rote Haare hat, kehrte nach 1.520 Tagen nach Jerusalem zurück und dankte an der Westmauer Gott für seine Bewahrung, denn er fuhr mit dem Fahrrad 66.000 Kilometer durch 42 Länder. +++ Der westafrikanische Staat Ghana hat die diplomatischen Beziehungen mit Israel nach 38-jähriger Pause wieder aufgenommen. Die neue israelische Botschaft wurde in der Stadt Accra eingeweiht. Damals, kurz vor dem Jom Kippur-Krieg, sind die Verbindungen abrupt abgerissen. „Der Stolz, den wir jetzt fühlen, ist unbeschreiblich. Hier vor der neuen Botschaft zu stehen, die Nationalhymne zu hören und die Flagge wehen zu sehen, ist wunderbar“, sagte Botschafterin Sharon Bar-Lee am Mittwoch zu Ynet. Sie wies außerdem darauf hin, dass die Ghanaer Israel lieben und man nicht selten eine Israelflagge an ihren Autos wedeln sieht.
Fünfmal lebenslänglich für den Mörder der Fogel-Familie
Mittwoch, 14. September 2011
Ein Militärgericht in Samaria hat den 18 Jahre alten Palästinenser Hakim Awad wegen des Massakers in der Siedlung Itamar zu fünfmal lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte zugegeben, im März die jüdische Familie Fogel brutal ermordet zu haben. Zusammen mit seinem Cousin Amjad war er nachts in die Siedlung eingedrungen. Dort hatten die beiden die Fogels regelrecht abgeschlachtet. Bei dem blutigen Attentat starben Ehud (36) und Ruth Fogel (35) sowie ihre Kinder Yoav (11), Elad (4) und Hadas (2 Monate). Awad zeigte während des Prozesses keinerlei Reue und begründete die Bluttat schlicht mit der „israelischen Besatzung“.
Palästina-Debatte an einem jüdischen Feiertag?
Mittwoch, 14. September 2011
Die Palästinenser wollen ihren Antrag auf Anerkennung eines eigenen Staates möglicherweise verschieben. Wie jetzt bekannt wurde, könnte die Debatte bei den Vereinten Nationen dann an einem der hohen jüdischen Feiertage stattfinden – am Neujahrsfest Rosh Hashana (29. September) oder gar an Yom Kippur (8. Oktober). Damit würden es die Palästinenser den israelischen Vertretern unmöglich machen, an der Debatte teilzunehmen. Die Feiertage sind dem Gebet und dem Besuch der Synagogen gewidmet. Insbesondere an Yom Kippur, dem Versöhnungstag, wird sich kein einziger Israeli im Gebäude der Vereinten Nationen aufhalten.
Google fotografiert Jerusalem – Bald virtueller Spaziergang möglich
Mittwoch, 14. September 2011
Die Firma Google hat damit begonnen, für ihren Dienst „Google Street View“ israelische Straßen zu fotografieren. Als erste Stadt wird Jerusalem erfasst. Dazu sind Autos und Dreiräder mit Spezialkameras unterwegs. Bürgermeister Nir Barkat zeigte sich erfreut. „Zehntausende Menschen aus allen Ecken der Welt werden Jerusalem durch Street View sehen und können bald über ihre Computer oder Mobiltelefone durch die Stadt spazieren“, so Barkat. „Google Street View“ sei ein wichtiges Werkzeug, um die Zahl der Touristen in Jerusalem zu steigern und seine Schätze der Welt zugänglich zu machen. Es werde allen, die nach Jerusalem reisen wollen, die Möglichkeit geben, ihre Reise besser zu planen. Weitere Orte, die Google für „Street View“ fotografieren möchte, sind unter anderem Tel Aviv, Jaffo, Haifa, das Tote Meer, der Ramon-Krater, Nazareth und Akko.
Kurznachrichten
Mittwoch, 14. September 2011
>+++ Israelische Reiseunternehmen haben alle Charterflüge nach Antalya abgesagt. Wegen den politischen Spannungen möchte kein Israeli mehr dorthin fliegen. Ab Mittwoch soll es keine Flüge mehr in die türkische Touristenstadt geben, so wurde angekündigt. Antalya war lange ein beliebtes Ziel für israelische Touristen. +++ Soldaten, die für das Iron-Dome-Raketenabwehrsystem in Israels Süden zuständig sind, können jetzt in einer mobilen Synagoge ihre Gebete abhalten. Diese neue Synagoge in der Nähe von Aschkelon wurde am Mittwoch eingeweiht und enthält neue Gebetsbücher und andere heilige Gegenstände.
Israelische Botschaft in Jordanien in Gefahr
Dienstag, 13. September 2011
Eine Seite des sozialen Netzwerkes Facebook ruft zu Massenprotesten am kommenden Donnerstag vor der israelischen Botschaft in Amman auf. Auch dort soll, wie in Kairo am vergangenen Samstag, das Gebäude gestürmt und die israelische Flagge entfernt und verbrannt werden. Die Zeitung Yediot Ahronot berichtete am Montag von dem „Eine-Million-Protest“, zu dem sich bis jetzt 1.000 Menschen angemeldet haben. Das israelische Außenministerium habe nach den Vorfällen in Kairo eine erhöhte Alarmbereitschaft in allen Botschaften im Nahen Osten angeordnet, hieß es in dem Artikel. Jordaniens Sicherheitspersonal hat die Einsatzkräfte im Umfeld der Botschaft in Amman verstärkt.
Neue Technologie erlaubt der Türkei, Israel anzugreifen
Dienstag, 13. September 2011
Radarsystem für Kampfjets (IFF=Identifikation Freund oder Feind) israelische Ziele von nun an als „feindlich“ einstuft. Das neue System wurde von der türkischen Militär-Elektronikindustrie ASELSAN entwickelt. Es ist dafür bestimmt, eine ältere Version des Systems aus den Vereinigten Staaten, das in der Vergangenheit von der Türkei genutzt wurde, zu ersetzen. Bei dem US-System waren alle israelischen Ziele als „Freund“ eingestuft und so haben die türkischen Kampfjets die Israelis nicht beschossen. Das türkische, neue System allerdings sieht alle israelischen Ziele als „Feind“ an. Das System soll bei allen türkischen Kampfjets, U-Booten und Militärschiffen eingesetzte werden. Der Befehl zur Erneuerung des Radarsystems kam direkt aus dem Büro des türkischen Premierministers Recep Tayyip Erdogan, der am Montag zu einem Treffen der Arabischen Liga in Kairo eingetroffen ist.
Wahlen in der Arbeiterpartei gehen in die zweite Runde
Dienstag, 13. September 2011
Der Kampf um den Vorsitz der traditionsreichen israelischen Arbeiterpartei geht in die Verlängerung. Im ersten Wahlgang schaffte es keiner der vier Bewerber, mehr als die notwendigen 40 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich zu vereinigen. Am erfolgreichsten waren die Knesset-Abgeordnete Shelly Yacimovich (32%, Bild) und der frühere Parteivorsitzende und einstige Verteidigungsminister Amir Peretz (31%). Sie treten in der kommenden Woche zu einer Stichwahl an. Ausgeschieden sind dagegen die beiden weiteren Bewerber Yitzhak Herzog (der frühere Sozialminister kam auf 25%) sowie der frühere Parteivorsitzende Amram Mitzna, der nur 12 Prozent erreichte.
Schwangerer Mann schockiert Klinikpersonal
Dienstag, 13. September 2011
Ein 24-jähriger Mann hat das medizinische Personal der Notaufnahme einer Klinik in Zentral-Israel schockiert: Er informierte die Ärzte, dass er sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen habe und nun schwanger sei. Der Mann, der als Frau geboren wurde, ist der erste Israeli, der ein Kind erwartet, berichtet die Tageszeitung Yediot Ahronot. Er ist demnach mit einem Mann verheiratet und im siebten Monat schwanger. „Jeder war geschockt“, erzählte ein Patient des Krankenhauses, der in der Notaufnahme war, als der Mann erschien. „Er sah aus wie ein ganz normaler Mann und bestand darauf, dass das medizinische Personal ihn als männlich anspricht.“
Israel plant baldige Rückkehr des Botschafters nach Kairo
Montag, 12. September 2011
Israel will seinen Botschafter schnellstmöglich zurück nach Kairo schicken. Das erklärte Ministerpräsident Netanjahu. Je länger sein Platz verwaist sei, um so lauter würden die Stimmen gegen eine diplomatische israelische Vertretung in Ägypten. Der türkische Ministerpräsident Erdogan, der am heutigen Montag Kairo besucht, tritt für eine Ausweisung der jüdischen Diplomaten ein. In der Nacht zum Samstag hatte ein gewalttätiger Mob das israelische Botschaftsgebäude in Kairo gestürmt. Sechs Sicherheitsleuten gelang in letzter Minute die Flucht; rund 80 Diplomaten und ihre Angehörigen waren bereits zuvor evakuiert worden. Seither vertrete ein hochrangiger israelischer Diplomat „an einem geheimen, sicheren Ort in Kairo“ die Interessen des jüdischen Staates, hieß es.
Beduinen wehren sich gegen Umsiedlung in feste Häuser
Montag, 12. September 2011
Mehr als 20.000 Beduinen sollen ihre ungenehmigten Siedlungen in der Negev-Wüste verlassen. Das hat am Sonntag das israelische Kabinett beschlossen. Die einstigen Nomaden, die vorwiegend in Zelten leben, sollen in die Städte Rahat, Khura und Ksayfe umgesiedelt werden. Die Regierung will die Betroffenen finanziell entschädigen und hat dafür 6,8 Millionen Schekel (rund 1,35 Millionen Euro) bereit gestellt. Beduinenvertreter kündigten Widerstand an und bezeichneten den Kabinettsbeschluss als „Kriegserklärung“. Die Regierung habe eine Zwangsevakuierung vor, für die es keine Gründe gebe. Vor dem Amtssitz des Ministerpräsidenten gab es eine Protestkundgebung (Foto).
Westerwelle zu Gesprächen im Nahen Osten
Montag, 12. September 2011
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle trifft sich in Ramallah mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas. Es sei ein letzter Versuch, Abbas davon zu überzeugen, dass er bei den Vereinten Nationen auf eine Abstimmung über die Anerkennung des Staates „Palästina“ verzichtet. Deutschland hat angekündigt, am 22. September gegen den Wunsch der Palästinenser zu stimmen. Die USA werden voraussichtlich ihr Veto gegen die Anerkennung Palästinas einlegen. Israel befürchtet in diesem Fall schwere Unruhen. Westerwelle will Abbas dazu bewegen, mit der Regierung Netanjahu wieder direkte Friedensverhandlungen zu führen.
Arbeiterpartei sucht eine neue Führung
Montag, 12. September 2011
Neun Monate, nachdem Verteidigungsminister Ehud Barak die traditionsreiche Arbeiterpartei verlassen hat, suchen die israelischen Sozialdemokraten eine neue Führung. Die Mitglieder sind am heutigen Montag an die Wahlurnen gerufen. Vier prominente Politiker bewerben sich um den Vorsitz: die früheren Parteivorsitzenden Amir Peretz und Amram Mitzna, der frühere Sozialminister Isaac Herzog (Foto) und die Knesset-Abgeordnete Shelly Yachimovitch. Einen klaren Favoriten gibt es nicht, alle vier Bewerber gaben sich im Vorfeld siegessicher. Die Abstimmung ist bis in die späten Abendstunden möglich.
Israelische Botschaft in Kairo gestürmt
Sonntag, 11. September 2011
Tausende Ägypter haben sich am Freitag vor der israelischen Botschaft in Kairo versammelt und einen Teil der Schutzmauer um das Gebäude herum zum Einstürzen gebracht. Danach stürmten sie das Gebäude, in dem sich sechs israelische Sicherheitsbeamte in einem Sicherheitsraum verschanzt hatten. Es gelang dem ägyptischen Mob zwei der drei Türen bis zum Sicherheitsraum zu durchbrechen. Die Sicherheitskräfte versuchten mit aller Kraft, die letzte Tür zu verbarrikadieren. Drei der sechs eingeschlossenen Männer gaben Warnschüsse in die Luft ab, was die ägyptischen Angreifer abschreckte. „Gott sei Dank konnten sie die letzte Tür nicht durchbrechen, sonst wäre es zu einem unbeschreiblichen Desaster gekommen – einem menschlichen und strategischen Unglück für die Beziehungen zwischen Israel und Ägypten“, sagte einer der Überlebenden erleichtert.
Liebermann kündigt „Strafmaßnahmen“ gegen Türkei an
Freitag, 9. September 2011
Jerusalem schlägt zurück: Außenminister Avigdor Lieberman will die Türkei mit schmerzhaften Maßnahmen für die fortgesetzten Provokationen der vergangenen Tage bestrafen. Die Türkei hatte angekündigt, künftige „Hilfsflotten“ für den Gazastreifen von Kriegsschiffen begleiten zu lassen. Staatschef Erdogan reagierte damit auf die Weigerung Israels, sich für den Tod von neun türkischen Blockadebrecher-Aktivisten zu entschuldigen. Sie waren ums Leben gekommen, als die israelische Marine vor dem Gazastreifen das Schiff „Marvi Marmara“ gestoppt hatte. Kürzlich hatte Ankara den israelischen Botschafter ausgewiesen. Israel plant nun einen Schulterschluss mit den historischen Erzfeinden der Türkei, den Armeniern. Lieberman will sich in den USA mit armenischen Lobbyisten treffen und eine anti-türkische Kooperation vereinbaren. Zudem hat er offenbar vor, Vertretern der kurdischen PKK-Rebellen eine Zusammenarbeit anzubieten.
Noam Schalit: Kein Staat für Entführer!
Freitag, 9. September 2011
Der Vater des entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit, Noam Schalit, hat bei einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen in New York nachdrücklich die Freilassung seines Sohnes gefordert. Er unterstrich, dass die Palästinenser nicht erwarten könnten, dass ihr Staat international anerkannt werde, solange die palästinensische Führung mit den Hamas-Terroristen zusammenarbeite. „Ich bin kein Politiker und kein Diplomat. Ich vertrete auch nicht den israelischen Staat. Ich bin nur der Vater eines Soldaten, der vor fünf Jahren von der Hamas entführt wurde“, erläuterte Noam Schalit. Sein Sohn sei kein Kriegsgefangener, sondern eine Geisel, gefangen um Israel zu erpressen.
Siedler bereiten sich auf Unruhen in Judäa und Samaria vor
Freitag, 9. September 2011
Israelische Sicherheitskräfte befürchten massive Unruhen, wenn die Vereinten Nationen am 20. September über die Anerkennung eines Palästinenserstaates abstimmen. In den Palästinensergebieten werden Massendemonstrationen erwartet. „Wer gewaltsam in eine jüdische Siedlung eindringt, wird erschossen.“ Das unterstrich für die Sicherheit der Siedler verantwortliche Shlomo Vaknin gegenüber der Zeitung „Jerusalem Post“. Armee und Siedlerführung bereiten sich darauf vor, dass Palästinenser in großer Zahl auf Siedlungen zumarschieren und versuchen, sich Zutritt zu verschaffen. Es gibt bereits juristische Gutachten, die den Siedlern das Recht zusprechen, auf unbewaffnete Demonstranten zu schießen, falls deren Eindringen in eine Siedlung die dort lebenden Menschen gefährdet.
Das Heilige Land sucht „sieben Wunder“
Freitag, 9. September 2011
Zum ersten Mal wird ein Wettbewerb „Die sieben Wunder Israels“ ausgetragen. Verschiedenste Schauplätze aus dem Heiligen Land treten hierbei gegeneinander an. Die Initiatoren des Wettbewerbs sind das Ministerium für Tourismus und der israelische Nachrichtensender „Channel 2“. Die Zuschauer schlagen die Schauplätze vor und wählen ihre Favoriten, die sowohl natürlichen Ursprungs, als auch von Menschen erschaffen sein können. Allerdings müssen diese Schauplätze Israel in verschiedenster Weise repräsentieren. Dazu zählen Geschichte, Kultur, Geografie, Geologie, Architektur und vieles mehr. Ein Komitee aus Mitgliedern des Tourismusministeriums, „Channel 2“, Reiseleitern und Akademikern wählt aus den Vorschlägen 15 Favoriten. Über diese wird in einem zweiten Durchlauf abgestimmt.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 9. September 2011
„Ki Teze – Wenn du (in den Krieg) ziehst“ 5. Mose 21,10 – 25,19; Jesaja 54,1 – 10
Kommentar: Unsere Parascha (Wochenabschnitt) spricht von über 70 Rechtsordnungen des Verhaltens – besonders gegenüber dem Nächsten, wie aber auch zwischen Mann und Frau. Man könnte über jedes juristische Thema, das erstaunend kurz aber alles beinhaltend formuliert ist, Bücher schreiben. Man könnte die Gesetzgebungen mit Verkehrsschildern auf den Straßen vergleichen: Sie sind lebenswichtig und sorgen für Ordnung, die uns heil zum gewünschten Ort bringen soll. So auch die Gebote Gottes. Auch für den, der im neuen Bund lebt, sind sie wichtig! Jesus selbst hat sie im wahrsten Sinne eingehalten (das hebräische Wort kijem für ‘erfüllen’ bedeutet auch ‘einhalten’! Matth. 5,17).
Zeltprotester werden gewaltsam
Donnerstag, 8. September 2011
Der Zeltprotest endete gestern gewaltsam, nachdem die Zelte vom Tel Aviver Stadtrat geräumt wurden. Etwa 200 Demonstranten protestierten vor dem Bürgermeisteramt und warfen Eier, Steine und Flaschen auf die dort stationierten Polizisten und auch auf das Gebäude. Desweiteren blockierten die die Ibn-Gvirol-Straße und sorgten damit für einen großen Stau. Als die Gewalt unerträglich wurde, schritt die Polizei ein und drückte die Demonstranten zurück. Etwa 40 von ihnen wurden festgenommen und Bürgermeister Ron Huldai hat man durch den Hinterausgang geschleust, um ihn in Sicherheit zu bringen. Die Demonstranten sind der Meinung, dass sie bestimmen können, wann der Zeltprotest zu Ende sei, und nicht der Stadtrat.
Anschlag verhindert
Donnerstag, 8. September 2011
Der Sicherheitsdienst Schabak hat in Zusammenarbeit mit dem Militär und der Polizei einen großen Erfolg erzielt. Sie haben ein verzweigtes Terrornetz der Hamas in Judäa und Samaria sowie in Ostjerusalem aufgedeckt. Dies wurde am Mittwoch bekannt gegeben. Das Terrornetzwerk hatte dreizehn Zellen und zahlreiche Mitglieder, die unter anderem auch für den Anschlag gegenüber dem Internationalen Kongresszentrums (Binjanei HaUma) vom 23. März 2011 (Bild) verantwortlich sind. Die Terroristen hatten geplant, am 21. August einen Selbstmordanschlag in Pisgat Seev im Norden Jerusalem zu verüben. Die Warnung war bei den Sicherheitskräften eingegangen und man hat an diesem Tag einen Großteil der Hauptverkehrsadern geschlossen, um den Anschlag zu vereiteln.
Erdogan: „Israel gibt Dronen nicht zurück“
Donnerstag, 8. September 2011
Der türkische Ministerpräsident Erdogan machte gestern deutlich, dass egal wie viel es koste, ob 15 oder 150 Millionen Dollar, er werde gegen Israel vorgehen. Es gehe darum, die Ehre des türkischen Volkes zu retten. Erdogan behauptete weiter, dass Israel die zehn Dronen der türkischen Luftwaffe aus israelischer Herstellung, die zur Reparatur nach Israel überbracht wurden, nicht wieder hergeben würde. Vor zwei Jahren sei das Abkommen dafür unterzeichnet worden. „Es können Probleme existieren. Man spricht nicht miteinander, aber man muss sich an internationale Abmachungen halten“, meinte Erdogan und drohte mit weiteren Schritten gegen den jüdischen Staat. Ministerpräsident Netanjahu sagte bei einer Abschlusszeremonie des Matrosenkurses der Marine in Haifa (Bild), dass sich der Riss in den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei immer tiefer wird, jedoch sei dies nicht der Wunsch Israels gewesen.
Kurznachrichten
Donnerstag, 8. September 2011
+++ Israel verurteilt den Anschlag auf den Obersten Gerichtshof in Delhi/Indien. Dies sei eine hinterhältige Terrorattacke gegen den Grundsatz der Gerechtigkeit und der Demokratie, Werte, die uns allen am Herzen liegen. Der Staat spricht den betroffenen Familien, dem indischen Volk und der Regierung sein tiefstes Beileid aus und wünscht den Verletzten eine schnelle Genesung. +++ PA-Chef Mahmud Abbas wies die Bitte der US-Administration, sich anlässlich einer einseitigen Ausrufung eines Palästinenserstaates nicht an die UNO zu wenden, zurück. David Hale, der US-Gesandte im Nahen Osten traf sich mit Abbas in Ramallah und überbrachte ihm die offizielle Bitte von Präsident Obama. Der Hauptunterhändler der Palästinenser, Saeb Erekat, sagte, dass derzeit die Absicht der PA vor die UNO zu gehen, bestehen bleibe. +++ In New York wird der heutige Tag Gilad Shalit gewidmet. Noam Shalit traf sich gestern mit Botschaftern verschiedener Länder, die bei der UNO dienen und sprach mit ihnen über die geplante Gründung eines palästinensischen Staates.
Tel Aviv räumt auf
Mittwoch, 7. September 2011
Teams des städtischen Reinigungsdienstes der Stadt Tel Aviv haben am Mittwochmorgen mit den Aufräumungsarbeiten in den „Zeltstädten“ auf dem Rothschild-Boulevard begonnen. Außerdem wurden die Nordau-Straße, die Ben-Gurion-Straße und der Levinsky-Park von den Resten der Proteste gereinigt. Alle unbewohnten und zurückgelassenen Zelte wurden auseinandergenommen und das gesamte Areal, auf dem sich im vergangenen Monat Tausende Zelte befanden und Zehntausende Demonstranten lebten, ist schon fast wieder sauber. Die Arbeiter haben hinterlassene Gegenstände eingesammelt. Die meisten der noch verbliebenen Zelte befanden sich zwischen dem Protesthauptquartier am Habima-Platz und der Hashmonaim-Straße, einen Block weiter südlich von den oben genannten Straßen. Bürgermeister Ron Huldai rechtfertigte diese Säuberungsaktion damit, dass diese Zeltstädte keine permanente Angelegenheit sein können. Auch in Jerusalem werden die Zelte geräumt (Bild).
Alternative Ärzte-Gewerkschaft in Planung
Mittwoch, 7. September 2011
Etwa 100 Abteilungsleiter von elf verschiedenen Krankenhäusern haben sich am Dienstagabend im Tel Aviver Ichilov-Medizinzentrum versammelt. Dort wurden die Vorbereitungen zur Erstellung einer alternativen Ärzte-Gewerkschaft diskutiert, die neben der bestehenden Israel Medical Association (IMA) geformt werden soll. Die Ärzte brachten ihre Unzufriedenheit mit dem Abkommen zwischen dem Finanzministerium und dem Vorsitzenden der IMA, Dr. Leonid Eidelman, Ende August zum Ausdruck. Dieses Abkommen hatte den sechsmonatigen Kampf um bessere Gehälter für die Ärzte beendet. Einige der anwesenden Ärzte forderten sogar den Rücktritt von Dr. Eidelman und sagten, dass sie die Ärzte, die weiter um höhere Gehälter kämpfen, unterstützen werden.
Nahost-Experte: Türkei sollte aktiv in Gaza mitwirken
Mittwoch, 7. September 2011
Der israelische Nahostexperte Dr. Guy Bechor enthüllte gegenüber dem Internetportal Arutz 7, wie Israel die Krise mit der Türkei überwinden könne. Anstatt auf Maßnahmen der Türkei zu reagieren, solle Israel die Führung übernehmen und der Türkei anbieten, eine aktive Rolle im Geschehen im Gazastreifen zu übernehmen. Die türkische Regierung könne unter der Leitung der NATO die Aufgabe übernehmen, humanitäre Hilfsgüter nach Gaza zu liefern– eine Rolle, die Israel in den letzten Jahren erfüllt hat. Dieses Arrangement würde zu Gunsten Israels ausfallen. Denn erstens würde dann der Gazastreifen nicht mehr die Verantwortung Israels sein, sondern unter internationaler Kontrolle stehen. In einer Zeit, wo der Iran und Syrien verbleichen, hofft Erdogan mit seinen Angriffen auf Israel, öffentliche Unterstützung aus neuen Ecken der arabischen Welt zu erhalten.
Kurznachrichten
Mittwoch, 7. September 2011
+++ In den letzten Tagen ist die Reisetätigkeit israelischer Touristen in die Türkei fast auf null gesunken, so Gilad Brovinsky, der Leiter der Diesenhaus-Tours, einer der größten Reiseagenturen des Landes. „Auch in den vergangenen Monaten war die Zahl der israelischen Touristen in der Türkei viel niedriger als in den vergangenen Jahren, und die wenigen, die gereist sind, waren hauptsächlich israelische Araber." +++ Anonyme Vandalen sind letzte Nacht in die Hativat-Benjamin Kaserne in Samaria eingebrochen und haben mindestens zehn Fahrzeuge demoliert. Sie haben Schriftzüge, wie „Preisschild“ (dies ist der Preis, den man für die Zerstörung in Migron zahlen muss) und „Grüße aus Migron“ auf die Autos gesprüht, Reifen zerlöchert, Scheiben eingeschlagen und Kabel durchtrennt. Im Militärradio wurde gemeldet, dass es sich um eine Gruppe von Tätern handelte und eventuell hatten sie sogar Hilfe von den Soldaten selbst. Der Siedlerrat verurteilte diese Tat aufs Schärfste und forderte die unbekannten Täter auf, sich bei der Polizei zu stellen. +++ Die schwedische Regierung hat vier Millionen Kronen (443.000 Euro) für den Schutz seiner jüdischen Mitbürger investiert. Im Land lebt nur eine kleine jüdische Gemeinde. Nach der internationalen Kritik an der schwedischen Regierung, sie würde nicht genügend gegen antisemitische Hassverbrechen tun, hat man beschlossen, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Seit der Gaza-Offensive 2009 haben die jüdischen Bürger in Schweden stark unter Belästigungen, Gewalt und Vandalismus von Seiten der politischen Rechten, aber mehr noch von der muslimischen Bevölkerung zu leiden.
Drei Häuser in Migron eingeebnet
Dienstag, 6. September 2011
In den frühen Morgenstunden am Montag wurden drei Wohnhäuser in der Ortschaft Migron in Samaria durch Sicherheitskräfte zerstört. Dies geschah, obwohl der Oberste Gerichtshof den geplanten Einriss der ganzen Ortschaft aufgeschoben hat, nachdem alle Einwohner Berufung eingelegt hatten. Michael Ben-Ari (Nationale Einheitspartei) beschuldigte Ministerpräsident Netanjahu dieses Schrittes und meinte, dass dies zu ihm passe, indem er versuche, die öffentliche Kritik von sich abzuweisen. Er wolle nur den sogenannten Siedlern schaden. Netanjahu habe viele Berater, die ihm sagen, dass die Methode „Schlag die Siedler und rette dich selbst“ die beste Lösung sei, um weitere Kritik des Volkes zu vermeiden. Auch Itzik Shadmi, der Vorsitzende des Benjamin-Bürgerkomitees in der Region, kritisierte den Ministerpräsidenten wegen der Häuserzerstörung.
Geheimhaltung einer Attacke auf Polizeifahrzeug?
Dienstag, 6. September 2011
Ein Einwohner des French Hill-Stadtviertels im Norden Jerusalems erzählte dem Internetportal Arutz 7, dass er ein zerstörtes Polizeifahrzeug am Eingang zum arabischen Stadtviertel Issawija (Bild) gesehen habe. Darüber wurde jedoch in den offiziellen Abendnachrichten nicht berichtet. Der Zeuge Shlomi Daniel sagte, dass es augenscheinlich war, dass das Fahrzeug von einem Mob angegriffen wurde, genau an der Stelle, wo vor einem Monat ein jüdischer Lieferant angegriffen wurde, als er versehentlich in das Viertel hineinfuhr. In den letzten Monaten habe die Polizei es vermieden, Issawija zu betreten und die Einwohner von French Hill haben schon oft gefordert, dass die direkte Straße von Issawija in ihr Wohnviertel blockiert werden sollte, um Störenfriede am Eindringen zu hindern. Dies stieß bisher jedoch nur auf taube Ohren.
Kurznachrichten
Dienstag, 6. September 2011
+++ Die Polizei hat mit der Untersuchung der Brandstiftung einer verlassenen Mosche bei Nablus begonnen, die angeblich von jüdischen Extremisten angesteckt wurde. Man hat dort Reifen verbrannt und Scheiben eingeschlagen. +++ Die Lebenshaltungskosten in Israel liegen laut dem Taub Zentrum für Sozialpolitik-Studien nun erstmals über dem Durchschnitt der OECD-Länder (OECD: Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die Kosten für Lebensmittel, Wohnungen und Automobile in Israel lagen 2005 14 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt. Im Jahre 2008 sind die Preise auf neun Prozent über dem Durchschnitt angestiegen. Beispielsweise bezahlen Israelis für ein Eigenheim ihr Gehalt aus 7,7 Jahren. Im Gegensatz dazu sind es nur 2,9 Jahre in den USA, die man im Durchschnitt für ein Haus arbeiten muss. +++ Der massive Raketenbeschuss aus Gaza auf den Süden Israels vor zwei Wochen forderte nun sein drittes Todesopfer. Elijahu Naim (79), der sich schwer am Kopf verletzt hatte, als er in Aschkelon in einen Unterstand rannte, wachte aus der Bewusstlosigkeit nicht wieder auf. Er verstarb am Sonntag in einem Jerusalemer Krankenhaus.
Juden und Christen bauen Bombenschutzräume
Montag, 5. September 2011
Die Internationale Gemeinschaft von Christen und Juden (International Fellowship of Christians and Jews) hat 100 Bombenschutzräume im Wert von einer Million Dollar (700.000 Euro) zur Verfügung gestellt. Diese sollen in den Raketen-geplagten Gebieten im Süden Israels errichtet werden. „Wir wollen Leben retten, wo auch immer wir können“, sagte Rabbi Yechiel Eckstein (im Bild im Eingang zu einem solchen Schutzraum), der Gründer und Präsident der Gemeinsschaft von Christen und Juden. „Mithilfe von großzügigen Spendern in den Vereinigten Staaten und Kanada wurde es uns möglich gemacht, Israelis, die mit Terrorangriffen und Krieg leben müssen in ihrem täglichen Leben besser zu schützen“, so Eckstein. Die mobilen Schutzräume werden neben Schulen und an öffentlichen Plätzen aufgestellt, so dass man sie bei einem Alarm schnell erreichen kann.
Tourismusminister in Indien
Montag, 5. September 2011
Israels Tourismusminister, Stas Misezhnikov, ist am Sonntag zu einem offiziellen Besuch nach Indien aufgebrochen. Es sind Treffen mit Ministern und führenden Personen in der indischen Tourismusindustrie geplant. Dies ist das erste Mal seit 1993, dass ein israelischer Tourismusminister Indien besucht. 1993 ist das Jahr, in dem ein Tourismusabkommen zwischen den beiden Ländern unterzeichnet wurde. Misezhnikov wird sich mit seinem Amtskollegen Subdoh Kant Sahai in Delhi zusammensetzen, um den ansteigenden Reiseverkehr zwischen Israel und Indien und die Möglichkeiten dessen zu diskutieren. Weiter wird Misezhnikov sich mit dem indischen Luftfahrtsminister und dem Vorsitzenden der Air India treffen, um die Flugrechte der indischen Gesellschaft nach Israel zu besprechen.
Abschied von Eyal Gabai
Montag, 5. September 2011
Ministerpräsident Netanjahu und seine Kabinettsminister haben am Sonntag den Generaldirektor des Büros des Ministerpräsidenten, Eyal Gabai (l.), verabschiedet. Mit einer festlichen Veranstaltung wurde seine Dienstzeit beendet. Netanjahu lobte Gabai und erwähnte dessen Arbeit und Einsatz: „Eine deiner hervorragenden Qualitäten ist die Fähigkeit, kreative Lösungen zu systematischen Problemen zu finden. Ich habe dich aufgrund deiner erfolgreichen Arbeit und deiner Erfahrung sowie deinen hervorragenden persönlichen Qualitäten für diesen Posten ausgewählt. Du bist ein exzellenter Manager, hast Fähigkeit, Willenskraft und Vision, was in deiner herausragenden Arbeit zu sehen war und was du mit positiven Ergebnissen bewiesen hast.“
Kurznachrichten
Montag, 5. September 2011
+++ Kurz nach der Ankunft in Istanbul wurden am Montag 40 Israelis die Reisepässe abgenommen und jeder von ihnen wurde einzeln verhört. Einer von ihnen erzählte Ynet, dass der Befragungsoffizier keine Ahnung hatte, was er genau fragen sollte, was darauf schließen läßt, dass dies eine Schikane gegenüber den israelischen Touristen war. Die Gründe dafür liegen wahrscheinlich in der Tatsache, dass sich Israel weigert, sich offiziell für die Mavi-Marmara-Aktion zu entschuldigen. Außerdem wurde am Wochenende der Botschafter Israels aus der Türkei ausgewiesen. +++ Palästinenserchef Abbas erwartet, dass von den 193 Mitgliedstaaten der UNO wenigstens 140 für die einseitige Gründung eines Palästinenserstaates in den Grenzen aus der Zeit vor dem Sechstagekrieg 1967 stimmen werden. +++ Jael Metzer von Israel Beiteinu, die Außenminister Lieberman als zukünftige Botschafterin in Deutschland vorsieht, wurde vom Komitee für politische Stellenbesetzung abgelehnt. Metzer, die zwar fließend Deutsch spricht und sich auch in Deutschland gut auskennt, wurde deshalb abgelehnt, weil ihr die notwendigen Fähigkeiten fehlen, diesen Posten zu übernehmen und die Politik ihrer Partei dabei außer Acht zu lassen.
EU-Streit um palästinensischen Staat
Freitag, 2. September 2011
Die Vertreterin der EU für Außen-und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, hat bekannt gegeben, dass die palästinensische Staatgründung in der Union noch immer heiß diskutiert wird. Die Mitglieder der Europäischen Union sind unsicher, ob sie einem palästinensischen Staat zustimmen sollen. Die 28 Mitgliedsstaaten sind sich über „die kritischste Angelegenheit, die Gespräche wieder aufflammen zu lassen, einig“, so Ashton. Auch bestehe kein Diskussionsbedarf bezüglich der „Bautätigkeiten für die israelischen Siedlungen, die als illegal gelten“. Die Veränderungen, die der „arabische Frühling“ mit sich gebracht hat, machen eine Lösung des Konfliktes unabdingbar, sagte sie weiter. Diplomaten erwarten, dass die EU Mitglieder sich aufgrund ihrer verschiedenen Meinungen spalten werden, so berichtete Ynet am Freitag.
Radfahren für kranke Kinder in Israel
Freitag, 2. September 2011
Udi Lehavi, ein Vertreter des Keren Hayesod, der zentralen Spendenorganisation Israels, hat ein Hilfsprojekt für israelische Kinder im Krankenhaus ins Leben gerufen. Vom 2. bis 31. Oktober will er mit dem Fahrrad vom tibetischen Lhasa in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu fahren. Bei der Spendenaktion sollen 11.100 Euro zusammenkommen, 10 Euro für jeden gefahrenen Kilometer. Hiervon sollen nicht nur jüdische, sondern Kinder aller Herkunft in israelischen Krankenhäusern profitieren. Die Kinder sollen durch gespendete Computerlernprogramme den Kontakt zur Außenwelt halten, wenn sie eine lange Zeit im Krankenhaus verbringen müssen. Außerdem soll es ihnen möglich gemacht werden, den Schulunterricht online weiter zu verfolgen und mit ihren Mitschülern zu kommunizieren.
Der Süd-Sudan ist Israels Freund in Afrika
Freitag, 2. September 2011
Der Knessetabgeordnete Danny Danon hat den Süd-Sudan besucht und ist mit dem Präsidenten Salvi Kiir zusammengetroffen. Dieser erzählte ihm, dass die Hamas in dazu aufgefordert habe, alle Beziehungen zu Israel abzubrechen, denn der Sudan sei ein moslemisches Land. Obwohl dieser Staat erst etwas länger als zwei Monate existiert, ist diese junge Nation bereits in das Geschehen in Nahost verwickelt. Kiir erklärte den Hamas-Gesandten jedoch, dass entgegen dem nördlichen Teil des Landes der Süd-Sudan nicht moslemisch sei. Kiir plant, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken und will der Bitte Danons folgen, eine süd-sudanische Botschaft in der Hauptstadt Jerusalem zu errichten. Der Vize-Parlamentssprecher des jungen Landes, Daniel Akot, erklärte, dass Israel wie ein großer Bruder für den Sudan sei. Er erinnert sich gern an die zahlreichen israelischen Fahnen bei der Ausrufung der Unabhängigkeit des Süd-Sudans.
Kurznachrichten
Freitag, 2. September 2011
+++ Ein Tag der Ruhe war den Bewohnern des Südens vergönnt, doch dann ging es wieder los: Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben am Donnerstag erneut zwei Kassam-Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Raketen detonierten in der Eshkol-Region. Die beiden bereits bestehenden Iron-Dome-Batterien haben in den letzten beiden Wochen erfolgreich mehr als 20 Grad-Raketen aus dem Gaza-Streifen abgefangen. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben inzwischen eine dritte Batterie des Raketenabwehrschildes „Iron Dome“ bei der Stadt Ashdod installiert. +++ Am Freitag und am Samstag findet am alten Bahnhof in Jerusalem das 7. Jerusalemer Bierfestival statt. Das Festival existiert bereits seit 2004 und hat sich zum Ziel gesetzt, Premium- und kleine Brauereien zu präsentieren. Zusätzlich werden auch selbstgebraute Biere in ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen wie Honig, Kaffee, Banane, Erdbeere, Kirsche, Karamell oder mit verschiedenen Gewürzen angeboten. „Wir haben eine riesige Auswahl an Bieren und können mit den großen Bierfesten der Welt Schritt halten“, erklärte Eli Giladi, der Organisator des Festivals. „Natürlich haben wir auch eine Auswahl an israelischen und Jerusalemer Bieren“, so Giladi stolz.
Schabbat-Lesungen und Kommentar
Freitag, 2. September 2011
„Schoftim – Richter“ 5. Mose 16,18 bis 21,9;
Haftara-Prophetenlesung: Jesaja Jesaja 51,12 – 52,12

Kommentar:
Unser Schabbatabschnitt beginnt mit dem Gebot: „Setze Dir Richter (Schoftim) und Aufseher (Schotrim) in Deine Tore.. ..... Zuerst wird der Richter erwähnt, da er von der Authorität her höher steht, als der Aufseher/Polizist. ‚Schotrim’ ist der heutige Begriff für ‚Polizisten’. Damals wie auch heute sind Menschen in diesen beiden staatlichen Ämtern anfällig für Korruption und Bestechung. Darum lesen wir die warnenden Worte Moses in seiner Abschiedsrede: „Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst die Person nicht ansehen und kein Bestechungsgeschenk nehmen. Denn das Bestechungsgeschenk macht die Augen der Weisen blind und verdreht die Sache der Gerechten. Der Gerechtigkeit [und nur] der Gerechtigkeit sollst du nachjagen...“.
2.000 illegale Einwanderer im August
Donnerstag, 1. September 2011
Die Bevölkerungs-und Einwanderungsbehörde hat das Sicherheitsministerium kritisiert, weil die illegale Einwanderung nach Israel nicht unterbunden wird. „Die illegalen Immigranten wissen, dass sie Israel illegal betreten können und ihnen hier alle Freiheiten zuteilwerden“, sagte ein Beamter der Behörde am Mittwoch. Die israelischen Verteidigungs-und Sicherheitsministerien haben es versäumt, eine Strafanstalt für die Eindringlinge im Süden Israels zu errichten. Der Behörde zufolge sind im August 2.000 Menschen illegal eingewandert, davon allein 111 am vergangenen Dienstag. Unter den Immigranten sind Asyl- und Arbeitssuchende. „Der Staat muss das Problem in Ordnung bringen, bevor die Situation außer Kontrolle gerät“, so die Behörde weiter.
Peres gewährt Einblick in sein Leben
Donnerstag, 1. September 2011
Die Residenz des Präsidenten Schimon Peres hat eine neue innovative Webseite. Unter anderem kann man dort eine virtuelle Tour durch das Büro des Präsidenten unternehmen. Dabei kann man sich die Bücher auf Peres‘ Schreibtisch anschauen, sowie die Dekorationen von der Queen von England und die reiche Sammlung von Chanukka-Leuchtern, den Menorot. Die Tour wurde haarklein von dem israelischen Inlandsgeheimdienst „Schin Bet“ koordiniert und führt den virtuellen Besucher auch zum Garten des Präsidenten. Außerdem enthält die Webseite auch Informationen über seine Präsidentenschaft und die gehaltenen Reden während seiner Amtszeit. Eingefleischte Fans des Präsidenten können von dort aus auf den YouTube-Kanal des Präsidenten zugreifen.
Schuljahresbeginn für zwei Millionen Kinder
Donnerstag, 1. September 2011
Ministerpräsident Netanjahu hat anlässlich des Schuljahresbeginns die Nofim-Schule in Migdal HaEmek im Norden des Landes besucht. Beim Treffen mit den Schülern der ersten Klasse sagte Netanjahu, dass es bereits in der Schule Gesetze gebe, die zu befolgen seien und dies ein Teil des Lebens ist. „Seid freundlich zueinander, vertragt Euch und helft Euch gegenseitig. Und am wichtigsten: Schlagt Euch nicht!“ Präsident Schimon Peres besuchte zusammen mit Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat die Erstklässler einer Schule im Ir-Ganim-Stadtviertel der Hauptstadt.

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